Wasser – ein Thema, das die Welt bewegt

Wasser – ein Thema, das die Welt bewegt

Dienstag, 18. August 2020Lesezeit: 5 Minuten

Die Wasserversorgung ist in vielen Gegenden dieser Welt ungenügend. Doch die Ursache für dieses Problem ist viel weitreichender, als oftmals vermutet. Denn der Wasserverbrauch steigt laufend – und Nachschub ist nur begrenzt verfügbar. Zwar sind die Ozeane voll damit – doch nur einer von 1.000 Litern Wasser ist wirklich trinkbar. Investitionen in eine neue oder modernisierte Infrastruktur ist geboten. Das könnte auch Anlegern spannende Möglichkeiten eröffnen.

Der Sommer hat auch hierzulande Einzug gehalten – und draußen herrschen teilweise über 30 Grad Celsius. Doch sind die Wettervorhersagen, die «schönes, heißes Wetter» vorhersagen, zunehmend auch geprägt von Ausdrücken wie Hitze, Trockenheit und Wasserknappheit. Nicht nur in den üblichen verdächtigen Regionen wie Afrika, Australien und Kalifornien – sondern auch in eher kühlen Ländern dieser Welt wie zum Beispiel Schweden und Großbritannien macht sich das Problem der Wasserverknappung bemerkbar. Schätzungen zufolge haben rund 1,1 Milliarden Menschen dieser Welt keinen Zugang zu Wasser und rund 2,7 Milliarden sehen sich mindestens einmal jeden Monat mit Wasserknappheit konfrontiert.

Nicht nur die Klimaerwärmung, sondern auch die zunehmend veraltete Infrastruktur und das Bevölkerungswachstum sind Gründe, weshalb sich die Wasserversorgung immer weiter erschweren könnte. Die OECD schätzt, dass der weltweite Wasserverbrauch bis ins Jahr 2050 um rund 55 % ansteigen könnte und sich die Wasserversorgung zunehmend erschweren wird. Und dies, obwohl die Erde zu knapp drei Vierteln von Wasser bedeckt ist. Doch davon sind lediglich drei Prozent Süßwasser – und auch davon lässt sich nicht alles nutzen, denn vieles davon ist noch in Schnee oder Gletschern gebunden.

Investitionen dringend notwendig

Das Angebot an Trinkwasser ist also beschränkt – und steht einer wachsenden Nachfrage gegenüber. Das mögliche Resultat? Wasserknappheit, und zwar in allen Regionen dieser Erde. Um diesem Problem entgegenzuwirken, sind dringend Investitionen in Forschung, Installation und Modernisierung notwendig.

Heute bestehen verschiedene Ansätze, um dem Problem der Wasserverknappung entgegenzuwirken. Wassergewinnung und -speicherung sowie, Wassereffizienz und Wasserinfrastruktur sind dabei drei Schlüsselbereiche.

Meerwasserentsalzung: Wasserknappheit ohne eine Prise Salz

Die Entsalzung und die Nutzung des in Übermaß vorhandenen Salzwassers in unseren Ozeanen ist eine Möglichkeit, der Wasserverknappung entgegenzuwirken. Die Meerwasserentsalzung entzieht dem Salzwasser seine mineralischen Bestandteile und spielt eine wichtige Rolle bei der Erweiterung der Trinkwasserversorgung. Und für einige Länder auf unserer Erde ist die Methode, trinkbares Wasser zu gewinnen, nicht verzichtbar. Saudi-Arabien zum Beispiel ist der weltweit größte Produzent von entsalztem Wasser und erzeugt rund 50 % seines Trinkwassers mit Wasserentsalzungstechnologien.

Weitere technische Errungenschaften und Kostensenkungen sollten dem Markt weiteren Auftrieb verleihen. Doch geht es in Sachen Wasserinvestitionen bei weitem nicht nur darum, Trinkwasser bereitzustellen. Auch die Wasserverschwendung ist ein großer Bestandteil, dem im Zuge der Bekämpfung des Problems entgegengewirkt werden muss.

Wasserlecks frühzeitig erkennen und verhindern

Eine weitere interessante, aber oft übersehene Investitionsmöglichkeit ist die Prävention von Wasserverlusten. Da geschätzt täglich schwindelerregende 46 Milliarden Liter aufbereitetes Wasser verloren gehen, ist es von entscheidender Bedeutung, den Ursprung eines Lecks so schnell wie möglich zu identifizieren. Eine neue satellitengestützte Technologie, welche bisher zur Suche nach Wasser auf anderen Planeten eingesetzt wurde, ermöglicht die Erkennung von Lecks auf effiziente Art und Weise. Der Hauptvorteil liegt in den niedrigen Kosten pro gefundenem Leck, da große Flächen mit geringem Aufwand überwacht werden können. Dies ist nur ein Beispiel dafür, wie neue Technologien im Kampf gegen die zunehmende Wasserknappheit eingesetzt werden. In Zukunft könnten solche Methoden immer häufiger zum Einsatz kommen.

Investitionen eröffnen Chancen

Der globale Wassermarkt umfasst jährlich rund 600 Mrd. US-Dollar. Um der Wasserverknappung entgegenzuwirken, könnte das Marktvolumen konstant bleiben oder sogar noch zunehmen. Dadurch ergeben sich möglicherweise Anlagechancen in Unternehmen, die Produkte oder Lösungen zur Verbesserung der Wasserversorgung, zur Effizienzsteigerung in der Wassernutzung oder zur Erhöhung der Wasserqualität anbieten.

Durch Investitionen in Unternehmen, die innovative und marktfähige Lösungen zur Bekämpfung von Wasserknappheit und Wasserverschmutzung anbieten, könnten Investoren nicht nur ökologische und soziale Vorteile erzielen, wie der Verbesserung des Zugangs der Menschen zu sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen, sondern möglicherweise auch an positiven Unternehmensentwicklungen profitieren.

Aqua Index

Der Aqua Index umfasst insbesondere Aktien von Unternehmen, die im Bereich Wasser tätig sind und die von wasserbezogenen Trends profitieren könnten. Die Auswahl umfasst dabei Unternehmen aus drei Themengebieten: Wasserentnahme und -speicherung, Wasserinfrastruktur sowie effektive Wassernutzung.

Der Ansatz bei der Aktienauswahl ist vielfältig. Am Anfang des Auswahlprozesses steht das Universum von in wesentlichen Märkten börsennotierten Unternehmen. Danach folgt eine quantitative Filterung zur Identifizierung von Unternehmen, die im Bereich Wasser tätig sind. In einem weiteren Schritt erfolgen eine fundamentale Unternehmensanalyse und eine Analyse der langfristigen Perspektiven des Geschäftsmodells. Für die Endauswahl wird das Global Quality Achievers-Modell inklusive Umwelt-, Sozial- und Unternehmensführungs-Kriterien (Environmental, Social and Governance – ESG) berücksichtigt.

Bestandteile des Index

Hannon Armstrong Sustainable Infrastructure Capital Inc. (HASI): Der französische Energieversorger Engie verkauft 49 Prozent seines 2,3 Gigawatt schweren Erneuerbare-Energien-Portfolios in den USA an die HASI.

IDEXX Laboratories Inc.: Das Unternehmen übertraf die Umsatz- und Gewinnschätzungen der Analysten für das zweite Quartal, die durch das Geschäft mit klinikeigenen Laboranalysegeräten für Haustiere getrieben wurden, während das Volumen der Wassertests aufgrund der Strand- und Poolschliessungen während der Covid-19-bedingten Lockdowns unter Druck stand.

Danaher Corporation: Danaher übertraf die Gewinn- und Ertragserwartungen der Analysten für das 2. Quartal, was auf die starke Cashflow-Generierung im Bereich Life Sciences zurückzuführen ist, während Environmental & Applied Solutions (inkl. Geschäftsbereiche für Wasserqualität) rückläufige Einnahmen verzeichnete.

Durch die Investition in Unternehmen, die sich mit Technologien zur Bekämpfung der zunehmenden Wasserknappheit beschäftigen, könnten Anleger zum einen an einer positiven Entwicklung der Unternehmen teilhaben und zum anderen einen Beitrag zur Lösung eines der wichtigsten Probleme der Menschheit leisten.

Aktuelle Indexzusammensetzung (Stand: Juli 2020)

 

Korrelationsrisiko: Multi Aktienanleihen mit Barriere (Worst of): Dieser Typ der Aktienanleihen bezieht sich auf mehrere Basiswerte. Damit ist der Grad der Abhängigkeit der Wertentwicklung der Basiswerte voneinander (sog. Korrelation) wesentlich für die Beurteilung des Risikos, dass mindestens ein Basiswert seine Barriere erreicht. Anleger sollten beachten, dass bei mehreren Basiswerten für die Bestimmung des Auszahlungsbetrags der Basiswert maßgeblich ist, der sich während der Laufzeit der Wertpapiere am schlechtesten entwickelt hat (sog. Worst-of-Struktur). Das Risiko eines Verlusts des investierten Kapitals ist daher bei Worst-of-Strukturen wesentlich höher als bei Wertpapieren mit nur einem Basiswert.

Marktrisiko: Die Entwicklung der Aktienkurse der jeweiligen Unternehmen ist von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig, die der Anleger bei der Bildung seiner Marktmeinung zu berücksichtigen hat. Der Aktienkurs kann sich auch anders entwickeln als erwartet, wodurch Verluste entstehen können.

Emittenten- / Bonitätsrisiko: Anleger sind dem Risiko ausgesetzt, dass Emittent und Garant ihre Verpflichtungen aus dem Produkt und der Garantie - beispielsweise im Falle einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit / Überschuldung) oder einer behördlichen Anordnung von Abwicklungsmaßnahmen - nicht erfüllen können. Eine solche Anordnung durch eine Abwicklungsbehörde kann im Falle einer Krise des Garanten auch im Vorfeld eines Insolvenzverfahrens ergehen. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung.

Wichtige Hinweise: Diese Information ist weder eine Anlageberatung noch eine Anlagestrategie- oder Anlageempfehlung, sondern Werbung. Die vollständigen Angaben zu den Wertpapieren, insbesondere zur Struktur und zu den mit einer Investition verbundenen Risiken, sind in dem Basisprospekt, nebst etwaiger Nachträge, sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen beschrieben. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Es wird empfohlen, dass potenzielle Anleger diese Dokumente lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollständig zu verstehen. Die Dokumente sowie das Basisinformationsblatt sind auf der Internetseite des Emittenten, Vontobel Financial Products GmbH, Bockenheimer Landstraße 24, 60323 Frankfurt am Main, Deutschland, unter prospectus.vontobel.com veröffentlicht und werden beim Emittenten zur kostenlosen Ausgabe bereitgehalten. Die Billigung des Prospekts ist nicht als Befürwortung der angebotenen oder zum Handel an einem geregelten Markt zugelassenen Wertpapiere zu verstehen. Bei den Wertpapieren handelt es sich um Produkte, die nicht einfach sind und schwer zu verstehen sein können. In dieser Information sind Angaben enthalten, die sich auf die Vergangenheit beziehen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.

22.09.2020 02:57:40

 
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