Vorsichtiger Optimismus bei der Commerzbank

Vorsichtiger Optimismus bei der Commerzbank

Donnerstag, 13. Februar 2020Lesezeit: 3 Minuten

Vorsichtiger Optimismus bei der Commerzbank

Ein sinkendes Konzernergebnis ist in der Regel kein gutes Zeichen. Doch im Fall der Bilanzzahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr, welche Deutschlands zweitgrößte Bank heute Vormittag (13.02.2020) veröffentlichte, lohnt sich ein zweiter Blick durchaus. Zwar musste man im vergangenen Geschäftsjahr einen Rückgang des Konzernergebnisses in Höhe von 25% hinnehmen, doch die Gründe hierfür stimmen Commerzbank-Chef Martin Zielke optimistisch, wie dieser im Rahmen der Bilanzpressekonferenz erklärte.

Die Strategie "Commerzbank 5.0" scheint erste Früchte zu tragen

„Kosten runter, Erträge rauf“ – so lautet die Strategie, welche der Commerzbank zurück in die Erfolgsspur vergangener Tage verhelfen soll. Der Umsetzung dieser Strategie werden konzernweit 4.300 Arbeitsplätze zum Opfer fallen. Des Weiteren droht jeder fünften Filiale die Schließung und auch für die polnische Tochtergesellschaft, der mBank S.A., wird aktuell ein Käufer gesucht. Bis zum Jahr 2023 sollen die geplanten Sparmaßnahmen die Aufwendungen des Konzerns um EUR 600 Mio. reduzieren. Auf dem Weg zur Erreichung dieses Kostenziels durfte nun ein Teilerfolg gefeiert werden, denn die operativen Aufwendungen im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten um ca. EUR 100 Mio. reduziert werden. Der Kostenersparnis steht eine leichte Steigerung der Erträge gegenüber. Beliefen sich diese im Jahr 2018 noch auf EUR 8,57 Mrd., konnte in der aktuellen Bilanz ein Wert von EUR 8,64 Mrd. ausgewiesen werden. Diese eigentlich positiven Umstände wirken sich allerdings belastend auf das Konzernergebnis der Commerzbank aus, da sie die Steuerbelastung des Konzerns im Vergleich zum Vorjahr um EUR 100 Mio. erhöhten.

Commerzbank geht von weiter steigender Risikovorsorge aus 

Den zweiten großen Belastungsposten für das Gesamtergebnis stellen die um 40% gestiegenen Rückstellungen zur Vorsorge gegen potentielle Kreditausfälle dar. Die gesamte Risikovorsorge für das kommende Geschäftsjahr, in der die teilverstaatlichte Bank ihr 150-jähriges Firmenjubiläum feiert, beziffert die Commerzbank bei EUR 650 Mio.. Denn da das Geschäft mit Privatkunden und kleinen Unternehmen auch weiterhin von den öffentlich-rechtlichen Sparkassen und den Genossenschaftsbanken dominiert wird und sich die eingetrübte Konjunktur weiterhin bemerkbar machen dürfte, geht die Commerzbank von schwierigen Voraussetzungen in ihrem Jubiläumsjahr aus. Dennoch sollen die um Sondereffekte bereinigten Erträge aber zumindest auf dem gleichen Niveau wie im abgelaufenen Geschäftsjahr bleiben.

Die Aktie im Überblick

Die Aktie der Commerzbank wird aktuell bei EUR 6,08 (13.02.2020) gehandelt. Das Jahreshoch lag bei EUR 8,38 (17.04.2019), das Jahrestief bei EUR 4,658 (15.08.2019). Bei Bloomberg setzen 4 Analysten die Aktie auf BUY, 14 auf HOLD und 8 Analysten setzen sie auf SELL.
Da der weitere Kursverlauf der Aktie von einer Vielzahl konzernpolitischen, branchenspezifischen und ökonomischen Faktoren abhängig ist, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen können jederzeit anders verlaufen, als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können.

Ausgewählte Risiken: 

Marktrisiko: Die Entwicklung der Aktienkurse der jeweiligen Unternehmen ist von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig, die der Anleger bei der Bildung seiner Marktmeinung zu berücksichtigen hat. Der Aktienkurs kann sich auch anders entwickeln als erwartet, wodurch Verluste entstehen können.

Wichtige Hinweise: Diese Information ist weder eine Anlageberatung noch eine Anlagestrategie- oder Anlageempfehlung, sondern Werbung. Die vollständigen Angaben zu den Wertpapieren, insbesondere zur Struktur und zu den mit einer Investition verbundenen Risiken, sind in dem Basisprospekt, nebst etwaiger Nachträge, sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen beschrieben. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Es wird empfohlen, dass potenzielle Anleger diese Dokumente lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollständig zu verstehen. Die Dokumente sowie das Basisinformationsblatt sind auf der Internetseite des Emittenten, Vontobel Financial Products GmbH, Bockenheimer Landstraße 24, 60323 Frankfurt am Main, Deutschland, unter prospectus.vontobel.com veröffentlicht und werden beim Emittenten zur kostenlosen Ausgabe bereitgehalten. Die Billigung des Prospekts ist nicht als Befürwortung der angebotenen oder zum Handel an einem geregelten Markt zugelassenen Wertpapiere zu verstehen. Bei den Wertpapieren handelt es sich um Produkte, die nicht einfach sind und schwer zu verstehen sein können. In dieser Information sind Angaben enthalten, die sich auf die Vergangenheit beziehen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.

30.03.2020 16:14:59

 
So wollen wir miteinander diskutieren! Beachten Sie bitte unsere Blog-Netiquette.

 

Kommentar schreiben

 

  

 

  

 

* Pflichtfelder müssen ausgefüllt werden