Volkswagen: Spekulation oder Wunschdenken? Porsche fantasiert über Börsengang

Volkswagen: Spekulation oder Wunschdenken? Porsche fantasiert über Börsengang

Donnerstag, 18. Oktober 2018Lesezeit: 3 Minuten

Der Automobilhersteller Porsche sorgte am Freitag für neue Gerüchte um eine Trennung vom Volkswagen Konzern. Darüber hinaus wurden bei der Vorstellung des ersten rein elektrisch betriebenen Luxuswagens der Stuttgarter maßgebliche Akzente in Richtung der Transformationsagenda 2025 gesetzt.

Lutz Meschke, Finanzvorstand bei Porsche, bekräftigte am Freitag den Handel der Volkswagen Papiere. Bei der Präsentation des ersten E-Autos „Taycan“ aus dem Hause Porsche, erwähnte Herr Meschke diverse Vorteile einer möglichen Abspaltung des Luxusautoherstellers vom Volkswagen Konzern. Mit dem Börsengang von Ferrari als vorangegangenes Beispiel, könnte Porsche mit Leichtigkeit einen Wert zwischen 60 und 70 Milliarden Euro erreichen und gleichzeitig dem VW Konzern mit einer immensen Finanzierungsspritze zum Bewältigen des Umschwungs der Automobilbranche zu Gute kommen, so Meschke.

Porsche als Stern am Automobilhimmel

Eine Bewertung dieser Größenordnung könnte Porsche gemeinsam mit anderen Automarken zu einem der wertvollsten Automobilhersteller der Welt befördern. Denkbar unter vereintem Dach zusammen mit Lamborghini, Bentley, Bugatti oder Ducati würde das neue Unternehmen Anteilseignern klare wertschaffende Vorteile einräumen. Auch als alleinstehende Marke würde Porsche laut Schätzung einen Firmenwert erreichen, welcher dem des gesamten VW-Konzerns inklusive allen weiteren 11 Marken entspricht, so Meschke.

Kurz nachdem die ersten Gerüchte eines möglichen IPO’s von Porsche am Freitag die Runde machten, dementierten die Luxusautohersteller die Spekulationen am folgenden Montag. Porsche teilte in einer schriftlichen Erklärung mit, dass aktuell keine konkreten Pläne für eine Börsennotierung verfolgt würden und alle Berichte über einen geplanten IPO umgehend zurückgewiesen werden.

Im Rennen mit der Transformation

Anleger an der Börse reagierten mit Freude auf die Überlegungen eines Porsche Alleingangs und verhalfen der VW Aktie zu einem Kursanstieg von knapp 2 Prozent. Mit der Präsentation am vergangen Freitag bewies Porsche darüber hinaus, dass die radikalen Pläne zum Ausbau der Elektroauto Sparte durchaus eingehalten werden. Der „Taycan“ ist hierbei nur der Start für die erste elektrisch angetriebene Produktreihe. Bis 2025 planen die Stuttgarter die Hälfte des gesamten Umsatzes über den Verkauf elektrifizierter Fahrzeuge zu erwirtschaften.

Die Aktie im Überblick

Die Volkswagen Aktie wird aktuell bei EUR 148,38 (18.10.2018) gehandelt. Das Jahreshoch lag bei EUR 184,24 (22.01.2018), das Jahrestief bei EUR 136,08 (07.09.2018). Bei Bloomberg setzen 26 Analysten die Aktie auf BUY, 3 auf HOLD und 3 Analysten auf SELL. Das zwölf-Monats-Kursziel wird aktuell auf EUR 198,40 gesetzt.

Da der weitere Kursverlauf der Aktie von einer Vielzahl konzernpolitischer, branchenspezifischer und ökonomischer Faktoren abhängig ist, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen können jederzeit anders verlaufen, als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können.

 

Wichtige Risiken:
Marktrisiko: Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung des Aktienkurses von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig ist, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Der Aktienkurs kann sich immer auch anders entwickeln als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können. Zudem sind vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen kein Indikator für die Zukunft.

Emittenten- / Bonitätsrisiko: Anleger sind dem Risiko der Insolvenz, das heißt einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit des Emittenten (Vontobel Financial Products GmbH, Frankfurt am Main) ausgesetzt. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung.

Rechtliche Hinweise
Bitte beachten Sie, dass bei einer Investition in diese Produkte keine laufenden Erträge anfallen. Die Produkte sind nicht kapitalgeschützt, im ungünstigsten Fall ist ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten bzw. des Garanten droht dem Anleger ein Geldverlust. Anleger sollten in jedem Fall beachten, dass vergangene Wertentwicklungen und/oder Analystenmeinungen kein hinreichender Indikator für künftige Wertentwicklungen sind. Die Wertentwicklung der Basiswerte hängt von einer Vielzahl wirtschaftlicher, unternehmerischer und politischer Faktoren ab, die bei der Bildung einer Markterwartung berücksichtigt werden sollten.

Allein maßgeblich sind die jeweiligen Wertpapierprospekte, die beim jeweiligen Emittenten, Vontobel Financial Products GmbH, Bockenheimer Landstraße 24, 60323 Frankfurt am Main, bzw. HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Königsallee 21/23, D-40212 Düsseldorf, kostenlos erhältlich bzw. im Internet unter www.vontobel-zertifikate.de bzw. www.hsbc-zertifikate.de zum Download verfügbar sind. Anleger werden gebeten, die bestehenden Verkaufsbeschränkungen zu beachten.
27.06.2019 10:42:15

 
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