Volkswagen: Anstieg der Umsatzerlöse dank Rekord-Auslieferungszahlen

Volkswagen: Anstieg der Umsatzerlöse dank Rekord-Auslieferungszahlen

Dienstag, 22. Mai 2018Lesezeit: 3 Minuten

Trotz Unruhen an der Unternehmensspitze, drohender Fahrverbote oder Diesel-Desaster startet Volkswagen solide ins laufende Jahr: Im 1. Quartal stiegen die Umsatzerlöse dank der Rekord-Auslieferungszahlen. Der neue Konzernchef Herbert Diess erklärte hierzu: "Der Volkswagen-Konzern steht wirtschaftlich robust da".

Trotz Unruhen an der Unternehmensspitze, drohender Fahrverbote oder Diesel-Desaster startet Volkswagen solide ins laufende Jahr. Im 1. Quartal stiegen die Umsatzerlöse dank der Rekord-Auslieferungszahlen um 3,6% auf EUR 58,2 Mrd. (ggü. 56,2 Mrd. im Vorjahresquartal). Die Auslieferungen an Kunden steigen um 7,4% auf 2,7 Mio. Fahrzeuge (2,5 Mio. im Vorjahresquartal). Das operative Ergebnis ist jedoch um 3,6% auf EUR 4,2 Mrd. gesunken (ggü. EUR 4,4 Mrd. im Vorjahresquartal). Der moderate Rückgang ist auf eine sich negativ auswirkende Änderung des Ausweises der Bewertung von Derivaten (IFRS 9) zurückzuführen. Ohne diesen speziellen Effekt lag das bereinigte Ergebnis leicht über Vorjahr, berichtet der Automobilhersteller in seiner Pressemitteilung.

Konzernmarken im Fokus

Unter den einzelnen Marken stach Skoda hervor: Das operative Ergebnis stieg um 5,3% auf EUR 437 Mio. (ggü. EUR 415 Mio. im Vorjahresquartal). Seat verbesserte sich sogar um 51,4% gegenüber dem Vorjahresquartal. Im 1. Quartal sank das operative Ergebnis bei MAN Nutzfahrzeuge um EUR 10 Mio. auf EUR 83 Mio., aufgrund des starken Wettbewerbs und höheren Aufwendungen für Forschung und Entwicklung. Die Kernmarke VW steigerte das Betriebsergebnis leicht um EUR 10 Mio. auf EUR 879 Mio. ggü. dem Vorjahresquartal. Gründe waren der harte Wettbewerb, Wechselkurseffekte und Vorleistungen für neue Produkte, vor allem bei der Umsetzung der Elektrooffensive.

VW Konzern steht robust da

Mit den Folgen des Abgas-Skandals mit Millionen manipulierten Autos und der Diskussion über Fahrverbote hat VW zu kämpfen, aber zumindest finanziell hatte die Diesel-Affäre im 1. Quartal keine Folgen. "Der Volkswagen-Konzern steht wirtschaftlich robust da", betonte der neue CEO Herbert Diess. Jetzt geht es darum, "diesen Kurs kraftvoll und fokussiert fortzusetzen - denn auch das Veränderungstempo in unserer Industrie nimmt weiter zu". Diess erklärte: "Unser Ziel ist, den Volkswagen-Konzern in Sachen Ertragsstärke, Innovationskraft und Nachhaltigkeit zu einem der führenden Unternehmen unserer Industrie zu machen. Das Quartalsergebnis belegt, dass wir auf dem richtigen Weg sind." VW hatte Mitte April überraschend den Vorstand umgebaut: Der zuvor nur für die Marke VW zuständige Diess löste den bisherigen CEO Matthias Müller ab.

Ausblick 2018

Für 2018 erwartet der Konzern, dass die Auslieferungen an Kunden den Vorjahreswert moderat übertreffen werden. Herausforderungen ergeben sich aus dem konjunkturellen Umfeld, der steigenden Wettbewerbsintensität, volatilen Wechselkursverläufen sowie der Dieselthematik. Der Umsatz 2018 soll um bis zu 5% steigen, die operative Rendite soll zwischen 6,5% und 7,5% liegen (im 1. Quartal 2018 lag sie bei 7,2 %).

Die Aktie im Überblick

Die VW Vorzugsaktie wird aktuell bei EUR 174,64 (22.05.2018) gehandelt. Das Jahreshoch lag bei EUR 184,18 (22.01.2018). Das Jahrestief lag bei EUR 122,71 (31.08.2017). Bei Bloomberg setzen 25 Analysten die Aktie auf Kaufen, 3 auf Halten und 4 auf Verkaufen. Bloomberg Analysten setzen aktuell ein zwölf-Monats-Kursziel von EUR 203,48.

Da der weitere Kursverlauf der Aktie von einer Vielzahl konzernpolitischen, branchenspezifischen und ökonomischen Faktoren abhängig ist, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen können jederzeit anders verlaufen, als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können.

 


Wichtige Risiken:

Marktrisiko: Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung des Aktienkurses von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig ist, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Der Aktienkurs kann sich immer auch anders entwickeln als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können. Zudem sind vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen kein Indikator für die Zukunft.

Emittenten- / Bonitätsrisiko: Anleger sind dem Risiko der Insolvenz, das heißt einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit des Emittenten (Vontobel Financial Products GmbH, Frankfurt am Main) ausgesetzt. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung.

 

Rechtliche Hinweise:
Bitte beachten Sie, dass bei einer Investition in diese Produkte keine laufenden Erträge anfallen. Die Produkte sind nicht kapitalgeschützt, im ungünstigsten Fall ist ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten bzw. des Garanten droht dem Anleger ein Geldverlust. Anleger sollten in jedem Fall beachten, dass vergangene Wertentwicklungen und/oder Analystenmeinungen kein hinreichender Indikator für künftige Wertentwicklungen sind. Die Wertentwicklung der Basiswerte hängt von einer Vielzahl wirtschaftlicher, unternehmerischer und politischer Faktoren ab, die bei der Bildung einer Markterwartung berücksichtigt werden sollten.

Allein maßgeblich sind die jeweiligen Wertpapierprospekte, die beim jeweiligen Emittenten, Vontobel Financial Products GmbH, Bockenheimer Landstraße 24, 60323 Frankfurt am Main, bzw. HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Königsallee 21/23, D-40212 Düsseldorf, kostenlos erhältlich bzw. im Internet unter www.vontobel-zertifikate.de bzw. www.hsbc-zertifikate.de zum Download verfügbar sind. Anleger werden gebeten, die bestehenden Verkaufsbeschränkungen zu beachten.
21.02.2020 02:14:54

 
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