Viel Heiße Luft? Zalando Aktie nach reduzierten Umsatz- und Gewinnerwartungen im „Sommerloch“

Viel Heiße Luft? Zalando Aktie nach reduzierten Umsatz- und Gewinnerwartungen im „Sommerloch“

Mittwoch, 10. Oktober 2018Lesezeit: 3 Minuten

Nachdem Zalando am 18. September zum zweiten Mal in nur sechs Wochen Umsatz- und Gewinnprognose reduzierte kam es zum Abverkauf an den Börsen – eine mögliche Erholung kann für Anleger eine Chance darstellen.

Durchkreuzt der Rekordsommer die Pläne von Zalando?

Rubin Ritter, Vorstandsmitglied bei Zalando, begründet die hinter den Erwartungen zurückbleibenden Geschäfte zumindest mit den hohen Temperaturen, die teilweise bis Ende September andauerten. Um die Geschäfte dennoch anzukurbeln, lockte Zalando mit umfangreichen Rabattaktionen. Durch dieses „Sommerloch“ werde sich auch der Start der deutlich umsatzstärkeren Herbst-und Wintersaison nach hinten verschieben, so Ritter. Die Aktie des Konzerns, der erst Anfang September sein zehnjähriges Bestehen feierte, brach kurz nach Handelsstart am Tag der Bekanntgabe der Umsatz- und Gewinnprognosen zweitweise um über 20 Prozent ein und kostete Zalando knapp vier Milliarden Euro an Marktkapitalisierung.

Vom Startup zum Mode-Giganten

Den schlechten Nachrichten zum Trotz steckt man im Zalando Vorstand nicht den Kopf in den Sand – man wolle weiter investieren, um langfristig zu wachsen. Jüngst expandierte das Unternehmen mit seinen Produkten nach Irland und Tschechien und stößt damit in neue Märkte vor.

Das Versandhaus beschränkt sich aber nicht auf die geografische Expansion. Im Oktober 2017 kündigte Zalando an, auch Kosmetikprodukte anbieten zu wollen, vorerst ausschließlich für die weibliche Klientel. Nun möchte man weiter in das Beauty- und Kosmetikgeschäft vordringen und erweitert das Produktsortiment für die Zielgruppe Mann.

„Gegenwind eingepreist“

Analysten sehen durch die scharfe Korrektur der vergangenen Wochen die Wertpapiere des Modehändlers nun auch im Vergleich zur Branche angemessener bewertet. Von 38 Analysten auf Bloomberg stufen 18 die Zalando-Aktie auf „hold“ ein. 15 Experten sehen den Konzern weiterhin positiv und votieren mit „buy“ – allen voran Volker Bosse von der Baader Bank, der mit 56 Euro das deutlich höchste Kursziel vorgibt. Bosse glaubt an die andauernde Expansion der Beauty-Sparte, diese entspreche den strategischen Plänen des Unternehmens.

Die Aktie im Überblick

Der Modeversand mit Sitz in Berlin beschäftigt rund 17.000 Mitarbeiter weltweit und wagte zum 01. Oktober 2014 den Gang an die Börse. Zuletzt handelte die Zalando Aktie zu 33,06 Euro (09.10.2018). Den 52-Wochen-Höchststand erreichten die Wertpapiere am 10.07.2018 bei 50,34 Euro wohingegen 32,02 Euro am 08.10.2018 das 52-Wochen-Tief markierten. Das durchschnittliche zwölf-Monats-Kursziel liegt bei 42,67 Euro

Da der weitere Kursverlauf der Aktien von einer Vielzahl konzernpolitischen, branchenspezifischen und ökonomischen Faktoren abhängig ist, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen können jederzeit anders verlaufen, als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können.

 

 

 

 

 

 

 

 

Wichtige Risiken:
Marktrisiko: Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung des Aktienkurses von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig ist, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Der Aktienkurs kann sich immer auch anders entwickeln als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können. Zudem sind vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen kein Indikator für die Zukunft.

Emittenten- / Bonitätsrisiko: Anleger sind dem Risiko der Insolvenz, das heißt einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit des Emittenten (Vontobel Financial Products GmbH, Frankfurt am Main) ausgesetzt. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung.

Rechtliche Hinweise
Bitte beachten Sie, dass bei einer Investition in diese Produkte keine laufenden Erträge anfallen. Die Produkte sind nicht kapitalgeschützt, im ungünstigsten Fall ist ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten bzw. des Garanten droht dem Anleger ein Geldverlust. Anleger sollten in jedem Fall beachten, dass vergangene Wertentwicklungen und/oder Analystenmeinungen kein hinreichender Indikator für künftige Wertentwicklungen sind. Die Wertentwicklung der Basiswerte hängt von einer Vielzahl wirtschaftlicher, unternehmerischer und politischer Faktoren ab, die bei der Bildung einer Markterwartung berücksichtigt werden sollten.

Allein maßgeblich sind die jeweiligen Wertpapierprospekte, die beim jeweiligen Emittenten, Vontobel Financial Products GmbH, Bockenheimer Landstraße 24, 60323 Frankfurt am Main, bzw. HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Königsallee 21/23, D-40212 Düsseldorf, kostenlos erhältlich bzw. im Internet unter www.vontobel-zertifikate.de bzw. www.hsbc-zertifikate.de zum Download verfügbar sind. Anleger werden gebeten, die bestehenden Verkaufsbeschränkungen zu beachten.
18.12.2018 21:56:42

 
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