Videokonferenzenanbieter bereiten sich auf die Zeit nach Corona vor

Videokonferenzenanbieter bereiten sich auf die Zeit nach Corona vor

Mittwoch, 3. März 2021Lesezeit: 5 Minuten

Die Anbieter von Videokonferenzen sind aktuell gefragter denn je. Während Büros und Meeting-Räume in pandemiebedingt leer bleiben, boomt das Geschäft der Videodienste. Einige der wohl bekanntesten Anbieter von Videokonferenzen sind die Branchegrößen Zoom, Microsoft mit Ihrer Plattform Microsoft Teams und das deutsche Unternehmen TeamViewer. Wie diese vom Homeoffice Trend profitieren und wie sie sich auf die Zeit nach der Pandemie vorbereiten, erfahren Sie im folgenden Artikel.

Zoom will mit neuem Telefondienst weiter expandieren

Der Videodienst Zoom ist einer der Hauptprofiteure des anhaltenden Trends zum Homeoffice. Aufgrund der aktuellen Kontaktbeschränkungen floriert das Geschäft wie nie zuvor. Gerade im vergangenen Jahr wuchs das US-Unternehmen Zoom im dreistelligen Prozentbereich. Das Konferenz-Tool, welches ursprünglich für Unternehmen gedacht war, konnte in der ersten Pandemiephase verschiedenste neue Kundengruppen für sich gewinnen. Nicht nur Unternehmen, wie anfangs geplant, nutzen den Videodienst Zoom, sondern auch Universitäten, Schulen und Privatpersonen. Dadurch stieg nicht nur die Zahl der Nutzer der Videoplattform rasant, sondern auch der Umsatz und der Gewinn des US-Unternehmens. Alleine im vierten Geschäftsquartal konnte ein Umsatz von USD 882,5 Mio. erzielt werden, was einem Wachstum von 369 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht. Im kompletten Geschäftsjahr 2020 lag das Wachstum bei 326 Prozent. Für das aktuelle Geschäftsjahr peilt der Videodienst eine Umsatzsteigerung von mindestens 42 Prozent an. Die große Frage bleibt wie es mit Zoom und den weiteren Konferenz-Tools nach der Krise weitergeht. Die Pläne des Unternehmens sind es sich langfristig als starke Marke bei Videokonferenzen zu etablieren, um so auch im künftigen Büroalltag ein wichtiger Bestandteil zu bleiben. Zum anderen versucht Zoom nicht nur im Bereich der Videokonferenzen Marktanteile zu gewinnen, sondern das US-Unternehmen forciert mit Zoom Phone auch die bisherigen Telefonsysteme der Firmen zu ersetzen. Ziel ist es durch das erweiterte Angebot nicht nur eine weiteres Kommunikations-Tool anzubieten, sondern auch gleichzeitig die Möglichkeit einer nahtlosen Integration mit Videokonferenzen. Mit dem weltgrößten Musikkonzern Universal Music und der Universität von South Carolina gelang es Zoom bereits im vergangenen Quartal Großkunden für den Zoom Phone Dienst zu gewinnen. Inwieweit es Zoom gelingt, auch hier ähnlich stark wie vom Videodienstboom zu profitieren, bleibt sicherlich fraglich. In erster Linie sollte für den künftigen Erfolg von Zoom jedoch die Entwicklung der Arbeitswelt nach der Pandemie maßgeblich sein.

Auch TeamViewer setzt auf Diversifizierung

Der Softwareanbieter TeamViewer konnte im vergangenen Geschäftsjahr ebenfalls ein großes Wachstum verbuchen. Das deutsche Unternehmen erzielte eine Umsatzsteigerung von 17 Prozent und schaffte somit diesen auf rund EUR 456 Mio. zu steigern. Während der Wachstumsschub des letzten Jahres vor allem auf die Pandemie und die damit verbundene große Nachfrage an Kommunikationssoftwaren zurückzuführen ist, möchte das Unternehmen aus der Nähe von Stuttgart in Zukunft sein Geschäftsmodell expandieren. Um das Umsatzziel von EUR 1 Mrd. bis 2023 zu erreichen setzt Firmenchef Oliver Steil auf einen Diversifizierungsplan. So konnte das Geschäftsfeld von TeamViewer bereits durch mehrere Akquisitionen weiter ausgebaut und auf mehrere verschiedene Märkte ausgeweitet werden. Im Juli des vergangenen Jahres übernahm das Unternehmen den Augmented-Reality-Spezialisten Ubimax für rund EUR 136,5 Mio.. Augmented-Reality, also die computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung, gilt als Schlüsseltechnologie, die heute schon in diversen Anwendungen, wie beispielsweise in der bekannten App Pokémon Go, weltweit eingesetzt wird. Durch die jüngst veröffentliche Akquisition des US-amerikanischen Unternehmens Upskill verstärkt TeamViewer nicht nur die eigene Position in Bezug auf branchenspezifische Augmented-Reality Lösungen. Diese ermöglicht es dem Unternehmen auch seine Präsenz am wichtigen US-Markt weiter auszubauen. Den Einstieg ins Geschäftsfeld der digitalen Kundenbetreuung realisierte TeamViewer durch den Zukauf des österreichischen Start-Ups Xaleon, was das Geschäftsmodell um ein zusätzliches Standbein erweitert.

Microsoft Teams ebenfalls auf Wachstumskurs

Der US-amerikanische Softwarehersteller Microsoft konnte sich im Geschäftsjahr 2020 vor allem mit seiner Videokonferenzplattform Microsoft Teams profilieren. Ebenso wie die Plattformen der Mitbewerber gewann das Microsoftsystem im vergangenen Jahr eine Vielzahl neuer Benutzer. Alleine im März des vergangenen Jahres, gelang es Microsoft Teams innerhalb einer Woche, einen Zuwachs von stolzen 12 Mio. neuen Anwendern zu erreichen. Die meisten deutschen Schulen setzen auf die Videokonferenzplattform von Microsoft, um das Home-Schooling so einfach wie möglich zu gestalten. Im Gegensatz zu den zuvor genannten Anbietern von Videokonferenzsystemen verfügt das US Softwareurgestein sicherlich über das diversifizierteste Geschäftsmodell und dürfte damit am besten auf die Zeit nach Corona vorbereitet sein.

 

Die Aktien im Überblick


Die Aktie der Zoom Video Communications, Inc. wird aktuell bei USD 409,66 (02.03.2021) gehandelt. Das Jahreshoch wurde bei USD 568,34 (19.10.2020) und das Jahrestief bei USD 70,44 (27.01.2020) erreicht. Bei Bloomberg setzen 12 Analysten die Aktie auf BUY, 14 auf HOLD und 3 Analysten setzen sie auf SELL.


Die Aktie der TeamViewer AG wird aktuell bei EUR 46,42 (02.03.2021) gehandelt. Das Jahreshoch wurde bei EUR 53,62 (09.07.2020) und das Jahrestief bei EUR 24,81 (17.03.2020) erreicht. Bei Bloomberg setzen 12 Analysten die Aktie auf BUY, ein auf HOLD und ein Analyst setzen sie auf SELL.


Die Aktie von Microsoft Corporation wird aktuell bei USD 236,94 (02.03.2021) gehandelt. Das Jahreshoch wurde bei USD 244,99 (12.02.2021) und das Jahrestief bei USD 135,42 (16.03.2020) erreicht. Bei Bloomberg setzen 36 Analysten die Aktie auf BUY, 4 auf HOLD und kein Analyst setzen sie auf SELL.

Ausgewählte Risiken

Korrelationsrisiko: Multi Aktienanleihen mit Barriere (Worst of): Dieser Typ der Aktienanleihen bezieht sich auf mehrere Basiswerte. Damit ist der Grad der Abhängigkeit der Wertentwicklung der Basiswerte voneinander (sog. Korrelation) wesentlich für die Beurteilung des Risikos, dass mindestens ein Basiswert seine Barriere erreicht. Anleger sollten beachten, dass bei mehreren Basiswerten für die Bestimmung des Auszahlungsbetrags der Basiswert maßgeblich ist, der sich während der Laufzeit der Wertpapiere am schlechtesten entwickelt hat (sog. Worst-of-Struktur). Das Risiko eines Verlusts des investierten Kapitals ist daher bei Worst-of-Strukturen wesentlich höher als bei Wertpapieren mit nur einem Basiswert.

Marktrisiko: Die Entwicklung der Aktienkurse der jeweiligen Unternehmen ist von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig, die der Anleger bei der Bildung seiner Marktmeinung zu berücksichtigen hat. Der Aktienkurs kann sich auch anders entwickeln als erwartet, wodurch Verluste entstehen können.

Emittenten- / Bonitätsrisiko: Anleger sind dem Risiko ausgesetzt, dass Emittent und Garant ihre Verpflichtungen aus dem Produkt und der Garantie - beispielsweise im Falle einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit / Überschuldung) oder einer behördlichen Anordnung von Abwicklungsmaßnahmen - nicht erfüllen können. Eine solche Anordnung durch eine Abwicklungsbehörde kann im Falle einer Krise des Garanten auch im Vorfeld eines Insolvenzverfahrens ergehen. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung.

Wichtige Hinweise: Diese Information ist weder eine Anlageberatung noch eine Anlagestrategie- oder Anlageempfehlung, sondern Werbung. Die vollständigen Angaben zu den Wertpapieren, insbesondere zur Struktur und zu den mit einer Investition verbundenen Risiken, sind in dem Basisprospekt, nebst etwaiger Nachträge, sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen beschrieben. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Es wird empfohlen, dass potenzielle Anleger diese Dokumente lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollständig zu verstehen. Die Dokumente sowie das Basisinformationsblatt sind auf der Internetseite des Emittenten, Vontobel Financial Products GmbH, Bockenheimer Landstraße 24, 60323 Frankfurt am Main, Deutschland, unter prospectus.vontobel.com veröffentlicht und werden beim Emittenten zur kostenlosen Ausgabe bereitgehalten. Die Billigung des Prospekts ist nicht als Befürwortung der angebotenen oder zum Handel an einem geregelten Markt zugelassenen Wertpapiere zu verstehen. Bei den Wertpapieren handelt es sich um Produkte, die nicht einfach sind und schwer zu verstehen sein können. In dieser Information sind Angaben enthalten, die sich auf die Vergangenheit beziehen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.

15.04.2021 03:47:01

 
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