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Versorger und Pharma: Zwei Industrien als Lichtblick im aktuellen Krisenumfeld

Versorger und Pharma: Zwei Industrien als Lichtblick im aktuellen Krisenumfeld

Dienstag, 27. November 2018Lesezeit: 4 Minuten

Im globalen Markt befinden sich aktuell viele Branchen im Krisenmodus. Dennoch zeigen sich zwei Industrien als besonders resistent.

Einige Branchen befinden sich im Krisenmodus

Unterdurchschnittliche Quartalszahlen alarmierten bereits Ende Oktober die Anleger in Halbleiter- und Chipherstellerwerten. Die durchmischten Zahlen waren ein klares Indiz für die schwächste Periode der Industrie seit einem vollen Jahrzehnt. Der Philadelphia Semiconductor Index der 30 top Chip Werte war Ende Oktober innerhalb von 2 Monaten um ganze 17% abgestürzt - mitunter dem größten Tagesverlust des letztens Jahrzehnts. Beeinflusst durch die bereits seit längerer Zeit anhaltenden Handelskriege zwischen der USA und China werden die Chiphersteller mitunter durch einen Preiskollaps bei Kryptowährungen in die Knie gezwängt.

Neben den Chipherstellern leiden aktuell auch die Rohölförderer unter dem negativen Marktumfeld. Innerhalb kürzester Zeit fand am Ölmarkt ein starker Kurswechsel statt. Während die Marktteilnehmer in den vergangenen Monaten noch die Sorge umtrieb, dass die Ölnachfrage aufgrund des Produktionsausfalls in Venezuela und der US-Sanktionen gegen den Iran nicht bedient werden kann, besteht derzeit ein Produktionsüberschuss. Dadurch fielen die Ölpreise im Vergleich zu Anfang Oktober um teilweise 20%.

Auch die chinesischen Märkte haben derzeit keine Chance zur Ruhe zu kommen. Aufgrund der anhaltenden Handelsdifferenzen mit den USA kommen die chinesischen Werte bereits seit Monaten nicht aus dem Keller. Die Preise sind sogar so stark gefallen, dass China seinen Platz als zweitgrößter Markt nach Marktkapitalisierung an Japan abtreten musste, mit der USA an Platz eins. Der Shanghai Composite Index fiel seit Januar bis zum aktuellen Zeitpunkt um mehr als 25%. Auch Präsident Xi Jingpings Versuche die Anleger durch Steuerminderungen und aufwendige Marketingkampagnen zu beruhigen zeigten bisher keine Erfolge.

Zu guter Letzt konnten selbst die sonst starken Player Deutschland und Japan kein positives Wachstum im dritten Quartal generieren. Ganz im Bann der aktuellen Brexit Lage und Italiens Haltung bzgl. aktueller Budget Pläne, musste auch Deutschland das schwächste Quartal seit Anfang Oktober 2015 aufweisen. Auch Japans Märkte mussten sich nach einem Anstieg um 0,7% in Q2 im dritten Quartal mit einem Rückgang des Bruttoinlandprodukts um 0,3% zufriedengeben.

Versorger und Pharmakonzerne zeigen positive Resistenz

Trotz des schwierigen Marktumfelds gibt es immer wieder Industrien, welche sich resistent gegen diverse globale Phänomene zeigen. Stabile Zahlen wurden vor Allem im Bereich der Energieversorger geliefert. E-ON konnte durch ein starkes Kundengeschäft sowie neue Windparks und diverse profitable Investitionen im Bereich erneuerbaren Energien mit starken Q3 Zahlen überzeugen. Der Ebit stieg verglichen zum Q3 des Vorjahrs um 11% auf 2,4 Milliarden Euro an. Auch RWE konnte trotz schwachem anhaltenden Kohlegeschäft und klaren Verlusten in 2018 die Anleger mit stabilen Zahlen überzeugen und die Markterwartungen erfüllen. Aufgrund vollständiger Neuaufstellung des Energieversorgers sank der Ebitda von RWE in den ersten neun Monaten von 1,7 auf 1,3 Mrd. Euro.

Auch im Bereich der Pharmaindustrien wurden zum größten Teil die Erwartungen übertroffen. Der Pharmakonzern Roche konnte dem Druck von Nachahmerprodukten bisher gut Stand halten und bewies auch im dritten Quartal ein schnelles Wachstumstempo. Der Gesamtumsatz nahm im Vergleiche mit dem dritten Vorjahresquartal um 7% zu. Auch Konkurrent Sanofi konnte angesichts gut laufender Geschäfte der Biotech-Sparte Genzyme die Anleger überzeugen. Der Umsatz konnte verglichen zum Vorjahresquartal um 3,7% auf 9,4 Mrd. Euro gesteigert werden.

Die Aktien im Überblick

Die E.ON Aktie wird aktuell bei EUR 9,22 (27.11.2018) gehandelt. Das Jahreshoch lag bei EUR 9,98 (29.11.2017), das Jahrestief bei EUR 7,86 (13.02.2018). Bei Bloomberg setzen 18 Analysten die Aktie auf BUY, 8 auf HOLD und 1 Analyst auf SELL. Das zwölf-Monats-Kursziel wird aktuell auf EUR 10,38 gesetzt.

Die RWE Aktie notiert zurzeit bei EUR 19,33 (27.11.2018). Das Jahreshoch lag hier bei EUR 22,60 (31.07.2018) und das Jahrestief bei EUR 14,00 (06.02.2018). Bei Bloomberg wird das Unternehmen von 16 Analysten auf BUY, 8 Analysten auf HOLD und von 2 Analysten auf SELL gesetzt. Das zwölf-Monatskursziel wird aktuell auf EUR 22,82 gesetzt.

Die Roche Aktie wird aktuell bei CHF 249,22 (27.11.2018) gehandelt. Das Jahreshoch lag bei CHF 252,85 (08.01.2018), das Jahrestief bei CHF 206,35 (08.06.2018). Bei Bloomberg setzen 15 Analysten die Aktie auf BUY, 12 auf HOLD und 5 Analysten auf SELL. Das zwölf-Monats-Kursziel wird aktuell auf CHF 259,80 gesetzt.

Die Sanofi Aktie notiert zurzeit bei EUR 78,58 (27.11.2018). Das Jahreshoch lag hier bei EUR 80,44 (12.11.2018) und das Jahrestief bei EUR 62,88 (26.03.2018). Bei Bloomberg wird das Unternehmen von 14 Analysten auf BUY, 12 Analysten auf HOLD und von einem Analysten auf SELL gesetzt. Das zwölf-Monatskursziel wird aktuell auf EUR 83,22 gesetzt.

Da der weitere Kursverlauf der Aktie von einer Vielzahl konzernpolitischer, branchenspezifischer und ökonomischer Faktoren abhängig ist, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen können jederzeit anders verlaufen, als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können.

Wichtige Risiken:

Marktrisiko: Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung des Aktienkurses von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig ist, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Der Aktienkurs kann sich immer auch anders entwickeln als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können. Zudem sind vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen kein Indikator für die Zukunft.

Emittenten- / Bonitätsrisiko: Anleger sind dem Risiko der Insolvenz, das heißt einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit des Emittenten (Vontobel Financial Products GmbH, Frankfurt am Main) ausgesetzt. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung.

 

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17.07.2019 05:24:56

 
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