Update: Der Kampf ums Weiße Haus

Update: Der Kampf ums Weiße Haus

Freitag, 6. November 2020Lesezeit: 4 Minuten

Der Kampf ums Weiße Haus ist noch nicht entschieden. Die Wahl des nächsten US-Präsidenten ist aktuell so knapp wie selten zuvor. Vontobel hat vor den US-Wahlen zwei Baskets – einen Trump und einen Biden Basket – erstellt, die über Partizipationszertifikate investierbar sind. In den Baskets zusammengefasst sind Aktien aus Sektoren, die nach Ansicht von Vontobel besonders von einem potenziellen Sieg des jeweiligen Kandidaten profitieren könnten. Aufgrund der zeitlichen Verzögerung bei der Feststellung des Wahlausgangs können die bisher geplanten Zertifikate nicht mit dem vorgesehenen Zeitplan emittiert werden. Sie werden daher mit geänderten Eckdaten neu aufgelegt. Außerdem wird sich die Zusammensetzung des Biden Baskets wegen des Ausbleibens des vor der Wahl teilweise erwarteten klaren Umschwungs in Richtung der Demokraten auch im US-Senat, der sogenannten «blauen Welle», ändern.

In der Nacht vom 3. November (amerikanische Zeit) hätte der neue amerikanische Präsident gekürt werden sollen. Die beiden Kandidaten – Amtsinhaber Donald Trump und Kontrahent Joe Biden – liefern sich aber unverändert einen erbitterten Kampf. Es zählt jede Stimme. Gemäß den aktuellen Auszählungen (je nach Quelle) fehlen Joe Biden genau noch 6 Stimmen oder, anders ausgedrückt, noch ein Bundesstaat, bis er die notwendigen 270 Stimmen erreicht hat, die für eine Wahl notwendig sind. Dies setzt zusätzlich voraus, dass sich die Auszählungen in bestimmten «Swing States», die Biden nach aktuellem Stand für sich gewinnen konnte, auch wirklich verfestigen. Es ist also, zumindest was die Wahl des nächsten US-Präsidenten angeht, noch nichts entschieden.

Nicht nur die Wahl des Präsidenten steht bei den US-Wahlen an. Auch im Senat müssen in diesem Jahr 35 der 100 Sitze neu besetzt werden. Eben diese Verteilung ist für die Macht des Präsidenten äußerst wichtig. Denn ohne die Entscheidungsmehrheit im Senat wird es für den Präsidenten einiges schwieriger, seine Vorhaben in die Tat umzusetzen.

Die große Hoffnung der Demokraten auf eine blaue Welle – also, dass sie die Mehrheit im Senat gewinnen können – hat sich nicht erfüllt. Den aktuellen Auszählungen zufolge liegen 48 Sitze bei den Republikanern, 46 bei den Demokraten. Ausstehend sind noch die Stimmen für vier Sitze. Für eine absolute Mehrheit sind 51 Stimmen notwendig – die Republikaner könnten das noch schaffen – für die Demokraten ist eine absolute Mehrheit nicht mehr zu erreichen. Liegt ein Patt vor mit 50:50 Stimmen, zählt in der Folge das Votum des Vizepräsidenten bzw., im Falle von Joe Biden und Kamala Harris, der Vizepräsidentin. Auf diesem Weg könnten die Demokraten den Senat doch noch für sich gewinnen. Es bleibt also auch beim Kampf um die Sitze im Senat weiter spannend.

Wahlen eröffnen Chancen an den Aktienmärkten

Während der Ausgang der Präsidentschaftswahlen eine große Bedeutung für die US-Wirtschaft sowie die Börsen hat, dürften die Auswirkungen aufgrund der unterschiedlichen Politikschwerpunkte der beiden Kandidaten in einzelnen Branchen noch stärker zu spüren sein.

Analysten von Vontobel haben untersucht, welche Sektoren unter welchem Präsidenten besonders profitieren könnten – und haben daraus zwei Aktienkörbe gebildet: einen Trump und einen Biden Aktienkorb. Anleger können so auf den Gewinner setzen – ohne spekulieren zu müssen, wer das sein wird. Denn emittiert wird lediglich der Aktienbasket des Siegers.

Neue Produkte auf den Trump und den Biden Basket

Aufgrund der zeitlichen Verzögerung bei der Feststellung des Wahlausgangs konnten die bisher geplanten Zertifikate auf den Trump bzw. den Biden Basket nicht mit dem vorgesehenen Zeitplan emittiert werden – sie werden daher mit geänderten Eckdaten neu aufgelegt. Da es beim aktuellen Stand weniger wahrscheinlich ist, dass die Demokraten alle noch ausstehenden Sitze im Senat für sich gewinnen können, wurde die Aktienselektion des neu aufgelegten Biden Baskets angepasst. Dies berücksichtigt, dass die Entscheidungsfreiheit von Biden im Falle seiner Präsidentschaft aufgrund der voraussichtlichen republikanischen Mehrheit im Senat beträchtlich eingeschränkt würde.

Was hat sich also im neuen Biden Basket geändert?

Die Gewichtung von Versorgungsunternehmen wurde von 16% auf 4% reduziert, Industrieunternehmen von 24% auf 4%, Grundnahrungsmittel von 16% auf 8%. Die Sektoren Immobilien und Rohstoffe wurden gänzlich entfernt. Neu wurden zyklische sowie Wachstumssektoren, wie beispielsweise Verbrauchsgüter (16% des neuen Baskets), Kommunikationsdienstleister (16%) sowie IT-Unternehmen (24%), in den Biden Basket aufgenommen. Das Gesundheitswesen bleibt mit rund 28% mit einer praktisch unveränderten Gewichtung im Korb enthalten. Die Aktienselektion wurde allerdings weitgehend angepasst, wobei der Fokus im neuen Biden Basket auf großen, soliden Namen aus den Bereichen Pharmazie und Biotechnologie liegt.

* Quelle: The Associated Press, 05.11.2020

 

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22.01.2021 01:28:53

 
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