Uber: größtes Börsendebüt seit Jahren

Uber: größtes Börsendebüt seit Jahren

Donnerstag, 9. Mai 2019Lesezeit: 3 Minuten

Am Freitag soll mit Uber einer der größten Börsengänge der Geschichte über die Bühne gehen. Das Börsendebüt wird wohl riesige Dimensionen erreichen, denn der Fahrdienstvermittler strebt eine Gesamtbewertung von rund 90 Mrd. US-Dollar an und will die Aktien zu 44 bis 50 US-Dollar ausgeben. Im Gegensatz zu Pinterest und Lyft wird es aber einen entscheidenden Unterschied geben.

Nachdem im März bereits Konkurrent Lyft den Börsengang wagte, folgt nun das bereits seit Monaten erwartete IPO von Uber. Das Papier wird ab Freitag an der NYSE unter dem Kürzel «UBER» handelbar sein. Die Preisspanne für die Aktien wurde vorerst auf 44 – 50 US-Dollar festgelegt; den definitiven Ausgabepreis wird Uber voraussichtlich am Donnerstag bekannt geben. Mit rund 180 Mio. Scheinen, die Uber auszugeben plant, würde bei aktuellen Angaben ein Erlös von rund 7.9 - 9 Mrd. US-Dollar erreicht werden

Während der definitive Ausgabepreis noch ungewiss ist, steht bereits fest, dass es nur einen Aktientyp geben wird. Unter der Devise «one share, one vote», schlägt Uber einen anderen Kurs ein als beispielsweise Pinterest und Lyft, bei denen die ausgegebenen Aktien weniger Stimmrechte haben als jene der Mitbegründer. Bei Uber wird es also eine Aktionärsdemokratie geben, welche die neue Aktie für den S&P 500 Index nominiert. Den Einzug in den renommierten Index wird es jedoch vorerst nicht geben, denn dazu muss Uber erst schwarze Zahlen schreiben.

Das Unternehmen, dass Mobilität und Transport revolutionieren möchte, strebt mit einer Gesamtbewertung von 90 Mrd. US-Dollar das höchstbewertete Börsen Debüt seit dem Börsengang von Alibaba, im Jahr 2014, an. Doch im Gegensatz zu Alibaba, schreibt Uber noch rote Zahlen. Mit seinen Verlusten von 3-4 Mrd. US-Dollar in den letzten beiden Jahren wäre eine gewisse Skepsis in Bezug auf den Börsengang zu erwarten. Wie kommt daher die hohe Bewertung von Uber zustande?

Uber gehe für seine Fahrdienstleistungen von einer potenziellen Marktgröße von 5’700 Mrd. US-Dollar aus. Ob dies zutrifft ist ungewiss. Aber wenn nur 10% davon auf Uber entfallen würden, würde sich der Umsatz des Unternehmens vervielfachen. Luft nach oben bestünde in diesem Fall noch reichlich. Außerdem lockt das Unternehmung mit seinem starken Wachstum: 2018 konnten die Erlöse im Jahresvergleich um 42% gesteigert werden.

Um das Wachstum finanzieren zu können besorgte sich Uber bereits in der Vergangenheit frisches Kapital: beinahe 20 Mrd. US-Dollar. Und die Investorenliste lässt sich sehen. So ist der japanische SoftBank Konzern mit seinem Vision Fund derzeit größter Aktionär (16.3%). Auch Saudi-Arabien ist durch seinen Sovereign Wealth Fund signifikant beteiligt (5.3%).

Zudem will Uber-Chef Khosrowshahi das Unternehmen vom reinen Fahrdienstvermittler zu einem Allround-Anbieter machen in Sachen Mobilität. Nicht mehr nur Personentransport, sondern auch Services für Essenslieferungen oder E-Bikes sollen das Angebot ergänzen. Langfristig will die Unternehmung somit den technischen Fortschritt zum Schlüsselfaktor seiner Profitabilität machen.

Da der Kursverlauf der Aktie von einer Vielzahl konzernpolitischen, branchenspezifischen und ökonomischen Faktoren abhängig sein wird, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen können jederzeit anders verlaufen, als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können.

 

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Wichtige Risiken:

Marktrisiko: Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung des Aktienkurses von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig ist, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Der Aktienkurs kann sich immer auch anders entwickeln als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können. Zudem sind vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen kein Indikator für die Zukunft.

Emittenten- / Bonitätsrisiko: Anleger sind dem Risiko der Insolvenz, das heißt einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit des Emittenten (Vontobel Financial Products GmbH, Frankfurt am Main) ausgesetzt. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung.

Rechtliche Hinweise:

Bitte beachten Sie, dass bei einer Investition in diese Produkte keine laufenden Erträge anfallen. Die Produkte sind nicht kapitalgeschützt, im ungünstigsten Fall ist ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten bzw. des Garanten droht dem Anleger ein Geldverlust. Anleger sollten in jedem Fall beachten, dass vergangene Wertentwicklungen und/oder Analystenmeinungen kein hinreichender Indikator für künftige Wertentwicklungen sind. Die Wertentwicklung der Basiswerte hängt von einer Vielzahl wirtschaftlicher, unternehmerischer und politischer Faktoren ab, die bei der Bildung einer Markterwartung berücksichtigt werden sollten.

Allein maßgeblich sind die jeweiligen Wertpapierprospekte, die beim Emittenten, Vontobel Financial Products GmbH, Bockenheimer Landstraße 24, 60323 Frankfurt am Main, kostenlos erhältlich bzw. im Internet unter zertifikate.vontobel.com zum Download verfügbar sind. Anleger werden gebeten, die bestehenden Verkaufsbeschränkungen zu beachten.

18.10.2019 06:03:36

 
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