Thyssenkrupp: Finanzinvestor Elliott erwirbt Aktienpaket

Thyssenkrupp: Finanzinvestor Elliott erwirbt Aktienpaket

Dienstag, 29. Mai 2018Lesezeit: 3 Minuten

Der Finanzinvestor Elliott steigt bei Thyssenkrupp ein und will somit für operative Verbesserungen sorgen. Im 1. Halbjahr 2017/2018 konnte der Stahlkonzern bereits sein EBIT und sein Nettoergebnis steigern.

Der amerikanische Finanzinvestor Elliott hat ein größeres Aktienpaket des Essener Stahlkonzerns gekauft. Der Fonds habe somit eine „signifikante“ Position unterhalb der Meldeschwelle von 3% aufgebaut. Hinter Elliott steht der amerikanische Milliardär Paul Singer, der als aktivistischer Investor gilt: Er kauft Aktienpakete an Unternehmen, um die Konzerne zu Reformen zu bewegen. Auch Thyssenkrupp habe seiner Meinung nach erheblichen Spielraum für Verbesserungen im operativen Geschäft.

Regelmäßig springen Aktienkurse in die Höhe, sobald über einen Einstieg des Finanzinvestors spekuliert wird. Auch die Thyssenkrupp-Aktie stieg um fast 10%, nachdem der Erwerb bekannt wurde. Eine positive Nachricht für die Aktionäre von Thyssenkrupp. Die anfängliche Reaktion der Märkte fiel jedoch so heftig aus, dass sich nun die Bafin mit dem Fall beschäftigt. Der Kurssprung innerhalb eines Tages ist kein Wunder, denn unter den Anlegern ist die Hoffnung groß, dass der Investor beim Konzernumbau durchgreift, berichtete das Handelsblatt.

Unternehmenskennzahlen positiv

Trotz gegenläufiger Währungseffekte und gestiegener Materialkosten bei den Industriegütergeschäften steigerte der Konzern das bereinigte EBIT im 1. Halbjahr 2017/2018 gegenüber dem Vorjahr deutlich um 34% auf EUR 944 Mio. (EUR 704 Mio. im 1. Halbjahr 2016/2017). Damit verzeichnete der Industriekonzern das beste 1. Halbjahr seit Beginn des Konzernumbaus. Auch der Free Cashflow (vor M&A) hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert und bereits im 2. Quartal 2017/2018 mit EUR 168 Mio. einen positiven Wert erreicht. Thyssenkrupp konnte das Nettoergebnis im 1. Halbjahr 2017/2018 gegenüber 2016/2017 von EUR 58 Mio. auf EUR 344 Mio. deutlich steigern.

„Mit dem 1. Halbjahr sind wir insgesamt zufrieden und damit auf einem sehr guten Weg, unsere Jahresziele zu erreichen“, erklärte CEO Dr. Heinrich Hiesinger. Für das laufende Geschäftsjahr 2017/2018 soll das bereinigte EBIT auf EUR 1,8-2,0 Mrd. wachsen. Dazu prognostiziert das Unternehmen eine deutliche Steigerung des Jahresüberschusses gegenüber dem Vorjahr. Der Free Cashflow vor M&A wird wieder mit einem positiven Wert erwartet, berichtete der Konzern in seiner Pressemitteilung. Der weitere Verlauf bleibt jedoch abzuwarten.

Die Aktie im Überblick

Die Thyssenkrupp-Aktie wird aktuell bei EUR 22,43 (29.05.2018) gehandelt. Das Jahreshoch lag bei EUR 26,79 (13.07.2017). Das Jahrestief lag bei EUR 21,09 (23.03.2018). Bei Bloomberg setzen 13 Analysten die Aktie auf Kaufen, 7 auf Halten und zwei Analysten auf Verkaufen. Bloomberg Analysten setzen aktuell ein zwölf-Monats-Kursziel von EUR 27,20.

Da der weitere Kursverlauf der Aktie von einer Vielzahl konzernpolitischen, branchenspezifischen und ökonomischen Faktoren abhängig ist, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen können jederzeit anders verlaufen, als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können.

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Wichtige Risiken:

 

 

Marktrisiko: Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung des Aktienkurses von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig ist, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Der Aktienkurs kann sich immer auch anders entwickeln als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können. Zudem sind vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen kein Indikator für die Zukunft.

Emittenten- / Bonitätsrisiko: Anleger sind dem Risiko der Insolvenz, das heißt einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit des Emittenten (Vontobel Financial Products GmbH, Frankfurt am Main) ausgesetzt. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung.

 

 

 

 

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16.09.2019 16:02:09

 
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