Telekom und Deutsche Post auf Erfolgskurs

Telekom und Deutsche Post auf Erfolgskurs

Mittwoch, 10. Februar 2021Lesezeit: 4 Minuten

Die beiden DAX-Mitglieder Deutsche Telekom AG und Deutsche Post AG überzeugen die Anleger auch in der Krise. Der Deutschen Telekom gelingt es insbesondere von der starken US-Tochter T-Mobile und der gelungenen Übernahme des Rivalen Sprint zu profitiert. Aber auch im Bereich des Ausbaus von 5G zeigt sich das Unternehmen aus Bonn selbstbewusst. Von den aktuell stark steigenden E-Commerce-Aktivitäten partizipiert insbesondere die Deutsche Post. Die jüngsten Zahlen des Konzerns bestätigen die positive Entwicklung der Post.

Deutsche Telekom setzt auf T-Mobile US

Die Deutsche Telekom setzt schon seit Jahren auf ihr amerikanisches Tochterunternehmen T-Mobile US, welches sich mittlerweile als Wachstumstreiber für den Telekommunikationskonzern etabliert hat. Alleine im vierten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres 2020 konnte die US-Tochter ihre Erlöse im Vergleich zum Vorjahresquartal um stolze 70 Prozent auf knappe USD 20,3 Mrd. steigern. Auch konnte das Unternehmen rund 824.000 neue Verträge abschließen und somit einen Gewinn von rund USD 750 Mio. verzeichnen. Der Unternehmensgewinn blieb im Vergleich zum Vorjahr, trotz des großen Erlöszuwachses, gleich. Der Grund liegt in den gestiegenen Kosten für die Übernahme des Rivalen Sprint durch T-Mobile US. Der Zusammenschluss der beiden Telekommunikationsunternehmen, welcher rund USD 26 Mrd. gekostet hat, konnte nach unzähligen Verhandlungsrunden im vergangenen Jahr vollzogen werden. Im gleichen Jahr gelang es dadurch T-Mobile US erstmalig, die Konkurrenten AT&T und Verizon in den USA zu überholen. Trotz dieses Erfolgs auf dem wichtigen US-Markt legt Konzernchef Timotheus Höttges den Fokus des Unternehmens auf den Europäischen Markt. Während man in Deutschland laut Höttges bereits „Lichtjahre vor Vodafone im Ausbau von 5G“ sei, gebe es in anderen Teilen Europas noch deutlichen Handlungsbedarf. Dafür sollen vor allem Vorstandsmitglied Thorsten Langheim und die neue Europachefin des Konzerns, Dominique Leroy, sorgen. Gemeinsam sollen die beiden die Zukunftsstrategie des Konzerns in Europa definieren.

Deutsche Post profitiert vom E-Commerce-Boom

Die immer noch anhaltende Pandemie verhalf der Deutschen Post im abgelaufenen Jahr zu einem Rekordergebnis. Laut Angaben des Bonner Unternehmens stieg das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf EUR 4,8 Mrd. und übertraf damit die ursprüngliche Ergebnisprognose deutlich. Daraufhin erhöhte der Logistikriese die Ergebnisprognosen für die kommenden Jahre. Insgesamt profitiert die Post enorm von den weltweit gestiegenen E-Commerce-Aktivitäten während der Pandemie und folglich stieg der Konzernumsatz um fünf Prozent auf EUR 66,8 Mrd. im Geschäftsjahr 2020. Gerade die stark wachsenden Zahlen der Sendungen im Express- sowie im nationalen und internationalen Paketgeschäft, genauso wie die des sehr profitablen Weihnachtsgeschäfts, untermauen den Aufschwung der Deutschen Post. Konzernchef Frank Appel betonte jüngst, das Geschäftsmodell der Deutschen Post habe sich in dieser Krise als widerstandsfähiger erwiesen, als ursprünglich angenommen wurde. Auch wenn die Zahl der Briefsendungen mit einem Minus von sieben Prozent leicht rückläufig war, überzeugen die weiteren Geschäftsbereiche. So gelang es, den Umsatz des Bereichs Post & Paket auf EUR 16,5 Mrd. zu steigern, was im Vergleich zum Vorjahr einem Anstieg von sieben Prozent entspricht. Noch stärker als die Sparte Post & Paket Deutschland entwickelte sich das weltweite Express-Geschäft, welches zwölf Prozent zulegte und somit einen Umsatz von EUR 19,1 Mrd. generierte. Gerade das traditionell starke Weihnachtsquartal trug dazu bei, denn hier konnte das Logistikunternehmen 23 Prozent mehr Pakete transportieren als noch die Jahre zuvor. "Obwohl die gegenwärtige Gesundheitskrise viele Lebensbereiche zum Stillstand gebracht hat, gibt es beim Welthandel keine Pause", betonte DHL-Express-Chef John Pearson. Auch der Ausblick auf die Zeit nach der Pandemie scheint positiv zu sein, denn, wie CEO Appel verkündete, gelinge es dem Bonner Unternehmen in Asien, das hohe Niveau an Bestellvolumina zu halten – trotz der stark gesunkenen Infektionszahlen und der Teilöffnungen. In Europa verspricht man sich ebenso, durch den Zugewinn zahlreicher Kunden, eine profitable Zukunft auch nach der Krise. Der hierfür benötigte Impfstoff wird ebenfalls von der Deutschen Post in die ganze Welt transportiert werden, was somit das nächste erfolgsversprechende Großprojekt des Logistikunternehmens darstellt.

Die Aktien im Überblick


Die Aktie der Deutschen Telekom wird aktuell bei EUR 14,92 (09.02.2021) gehandelt. Das Jahreshoch wurde bei EUR 16,03 (22.02.2020) und das Jahrestief bei EUR 10,23 (16.03.2020) erreicht. Bei Bloomberg setzen 24 Analysten die Aktie auf BUY, 5 auf HOLD und 0 Analysten setzen sie auf SELL.


Die Aktie der Deutschen Post wird aktuell bei EUR 41,14 (09.02.2021) gehandelt. Das Jahreshoch wurde bei EUR 43,6 (14.01.2021) und das Jahrestief bei EUR 18,55 (18.03.2020) erreicht. Bei Bloomberg setzen 22 Analysten die Aktie auf BUY, 5 auf HOLD und 1 Analyst setzt sie auf SELL.

Ausgewählte Risiken

Korrelationsrisiko: Multi Aktienanleihen mit Barriere (Worst of): Dieser Typ der Aktienanleihen bezieht sich auf mehrere Basiswerte. Damit ist der Grad der Abhängigkeit der Wertentwicklung der Basiswerte voneinander (sog. Korrelation) wesentlich für die Beurteilung des Risikos, dass mindestens ein Basiswert seine Barriere erreicht. Anleger sollten beachten, dass bei mehreren Basiswerten für die Bestimmung des Auszahlungsbetrags der Basiswert maßgeblich ist, der sich während der Laufzeit der Wertpapiere am schlechtesten entwickelt hat (sog. Worst-of-Struktur). Das Risiko eines Verlusts des investierten Kapitals ist daher bei Worst-of-Strukturen wesentlich höher als bei Wertpapieren mit nur einem Basiswert.

Marktrisiko: Die Entwicklung der Aktienkurse der jeweiligen Unternehmen ist von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig, die der Anleger bei der Bildung seiner Marktmeinung zu berücksichtigen hat. Der Aktienkurs kann sich auch anders entwickeln als erwartet, wodurch Verluste entstehen können.

Emittenten- / Bonitätsrisiko: Anleger sind dem Risiko ausgesetzt, dass Emittent und Garant ihre Verpflichtungen aus dem Produkt und der Garantie - beispielsweise im Falle einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit / Überschuldung) oder einer behördlichen Anordnung von Abwicklungsmaßnahmen - nicht erfüllen können. Eine solche Anordnung durch eine Abwicklungsbehörde kann im Falle einer Krise des Garanten auch im Vorfeld eines Insolvenzverfahrens ergehen. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung.

Wichtige Hinweise: Diese Information ist weder eine Anlageberatung noch eine Anlagestrategie- oder Anlageempfehlung, sondern Werbung. Die vollständigen Angaben zu den Wertpapieren, insbesondere zur Struktur und zu den mit einer Investition verbundenen Risiken, sind in dem Basisprospekt, nebst etwaiger Nachträge, sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen beschrieben. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Es wird empfohlen, dass potenzielle Anleger diese Dokumente lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollständig zu verstehen. Die Dokumente sowie das Basisinformationsblatt sind auf der Internetseite des Emittenten, Vontobel Financial Products GmbH, Bockenheimer Landstraße 24, 60323 Frankfurt am Main, Deutschland, unter prospectus.vontobel.com veröffentlicht und werden beim Emittenten zur kostenlosen Ausgabe bereitgehalten. Die Billigung des Prospekts ist nicht als Befürwortung der angebotenen oder zum Handel an einem geregelten Markt zugelassenen Wertpapiere zu verstehen. Bei den Wertpapieren handelt es sich um Produkte, die nicht einfach sind und schwer zu verstehen sein können. In dieser Information sind Angaben enthalten, die sich auf die Vergangenheit beziehen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.

30.11.2021 10:20:55

 
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