T-Mobile US fusioniert mit Sprint

T-Mobile US fusioniert mit Sprint

Donnerstag, 17. Mai 2018Lesezeit: 3 Minuten

Die Deutsche Telekom und der japanische Sprint-Hauptgesellschafter Softbank wollen ihre beiden US-Mobilfunktöchter im Rahmen eines Aktientauschs zusammenzuführen. Für jeweils 9,75 Sprint-Anteile erhalten deren Aktionäre eine neue Aktie der T-Mobile US ohne bare Zuzahlung, teilte die Telekom mit.

T-Mobile US, ein Tochterunternehmen der Deutschen Telekom, und Sprint, ein Tochterunternehmen der Softbank, haben eine verbindliche Vereinbarung abgeschlossen, die beiden Gesellschaften zu einem größeren Unternehmen zusammen zu führen. Die T-Mobile US übernimmt hierbei alle Sprint-Anteile. Für jeweils 9,75 Sprint-Anteile erhalten deren Aktionäre im Gegenzug eine neue Aktie der T-Mobile US ohne bare Zuzahlung. Die Zahl der ausgegebenen T-Mobile US-Aktien wird folglich von ca. 865 Mio. auf ca. 1,29 Mrd. Aktien steigen, berichtete der Bonner Konzern in seiner Pressemitteilung Ende April.

Fusion verspricht Wachstum

Nach Abschluss der Transaktion hält die Deutsche Telekom ca. 42% der T-Mobile US-Aktien, die japanische Sprint-Mutter Softbank sei zu 27% beteiligt und freie Aktionäre zu ca. 31%. Die Softbank und die Telekom einigten sich darauf, dass die Telekom die Stimmrechtskontrolle haben wird. Die Telekom könnte damit die neue Gesellschaft in der Bilanz behalten, was für den Gesamtkonzern Wachstum verspricht, da sich das US-Geschäft zu einem Umsatz- und Gewinnbringer entwickelt hat.

Das Transaktionsvolumen soll sich auf USD 150 Mrd. belaufen, den Barwert der Synergien soll USD 43 Mrd. betragen. Die Kartellbehörden müssen dem Deal jedoch noch zustimmen. In der Vergangenheit scheiterten bereits zwei Anläufe zur Fusion der Telekom-Tochter mit dem kleineren Mobilfunk-Konzern Sprint: 2014 hatte die US-Regierung den Deal blockiert. Vor einigen Monaten misslang erneut eine Fusion, weil sie sich nicht auf Preis und Besitzverhältnisse einigen konnten.

Druck auf Verizon und AT&T

Aus dem Zusammenschluss entstünde ein Konzern mit ca. 127 Mio. Kunden, der den beiden US-Konzerne Verizon und AT&T härtere Konkurrenz bietet. Zusammen brächten die Unternehmen es auf einen Börsenwert von ca. USD 80 Mrd.. Eine Verbindung würde beiden Unternehmen auch zu einer besseren Position beim Aufbau der Netze für die Zukunftstechnologie 5G verhelfen. Dafür werden zwar hohe Investitionen fällig, gemeinsam könnten die Firmen jedoch ihren 5G-Aufbau deutlich beschleunigen, berichtete die Tagesschau.

Neben der Akquirierung muss die Telekom in den Ausbau seiner Netzinfrastruktur investieren, besonders in Deutschland. Ansonsten wandern Kunden an Anbieter mit schnelleren Internetleitungen ab. Die vereinbarte Übernahme des Kabelanbieters Unitymedia durch Vodafone erhöht hierbei den Druck. Vodafone hatte bereits angekündigt, Unitymedia und andere Töchter von Liberty Global für EUR 18,4 Mrd. übernehmen zu wollen, berichtete das Handelsblatt.

Die Aktie im Überblick

Die Telekom Aktie wird aktuell bei EUR 14,06 (17.05.2018) gehandelt. Das Jahreshoch lag bei EUR 17,40 (23.05.2017). Das Jahrestief lag bei EUR 12,85 (22.03.2018). Bei Bloomberg setzen 16 Analysten die Aktie auf Kaufen, 10 auf Halten und zwei auf Verkaufen. Bloomberg Analysten setzen aktuell ein zwölf-Monats-Kursziel von EUR 16,24.

Da der weitere Kursverlauf der Aktie von einer Vielzahl konzernpolitischen, branchenspezifischen und ökonomischen Faktoren abhängig ist, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen können jederzeit anders verlaufen, als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können.

 


Wichtige Risiken:

Marktrisiko: Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung des Aktienkurses von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig ist, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Der Aktienkurs kann sich immer auch anders entwickeln als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können. Zudem sind vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen kein Indikator für die Zukunft.

Emittenten- / Bonitätsrisiko: Anleger sind dem Risiko der Insolvenz, das heißt einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit des Emittenten (Vontobel Financial Products GmbH, Frankfurt am Main) ausgesetzt. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung.

 

Rechtliche Hinweise:
Bitte beachten Sie, dass bei einer Investition in diese Produkte keine laufenden Erträge anfallen. Die Produkte sind nicht kapitalgeschützt, im ungünstigsten Fall ist ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten bzw. des Garanten droht dem Anleger ein Geldverlust. Anleger sollten in jedem Fall beachten, dass vergangene Wertentwicklungen und/oder Analystenmeinungen kein hinreichender Indikator für künftige Wertentwicklungen sind. Die Wertentwicklung der Basiswerte hängt von einer Vielzahl wirtschaftlicher, unternehmerischer und politischer Faktoren ab, die bei der Bildung einer Markterwartung berücksichtigt werden sollten.

Allein maßgeblich sind die jeweiligen Wertpapierprospekte, die beim jeweiligen Emittenten, Vontobel Financial Products GmbH, Bockenheimer Landstraße 24, 60323 Frankfurt am Main, bzw. HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Königsallee 21/23, D-40212 Düsseldorf, kostenlos erhältlich bzw. im Internet unter www.vontobel-zertifikate.de bzw. www.hsbc-zertifikate.de zum Download verfügbar sind. Anleger werden gebeten, die bestehenden Verkaufsbeschränkungen zu beachten.
24.01.2020 00:30:02

 
So wollen wir miteinander diskutieren! Beachten Sie bitte unsere Blog-Netiquette.

 

Kommentar schreiben

 

  

 

  

 

* Pflichtfelder müssen ausgefüllt werden