Swatch Group weist höheren Gewinn im Halbjahr aus

Swatch Group weist höheren Gewinn im Halbjahr aus

Dienstag, 25. Juli 2017Lesezeit: 2 Minuten

Der weltgrößte Uhrenhersteller veröffentlichte vergangene Woche sein Halbjahresergebnis – die Aktie zieht deutlich an.

Das Schweizer Unternehmen konnte aufgrund von erhöhter Nachfrage aus China, Europa und dem Nahen Osten wieder zu Wachstum zurückfinden. Zwar litt die Swatch Group unter dem starken Franken, sodass der Nettoumsatz leicht um -0,3% sank, zu konstanten Wechselkursen stieg dieser jedoch um 1,2% auf CHF 3,75 Milliarden. Dabei verzeichnete der Bereich Uhren und Schmuck (ohne Produktion) ein Umsatzwachstum von 2,9% zu konstanten Wechselkursen. Die Operative Marge in diesem Bereich stieg um fast 25% von 10,7% auf 13,2% trotz negativer Währungseinflüsse.

Der Konzerngewinn belief sich in der ersten Hälfte 2017 auf CHF 281 Millionen (+6,8% YoY) mit einer Nettomarge von 7,6% (Vorjahr: 7,1%).

Der operative Cash Flow erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 14,7% auf CHF 437 Millionen. Das Unternehmen wolle den Cash-Bestand möglichst niedrig halten und Negativzinsen vermeiden. Daher wurde am 5. Februar 2016 ein dreijähriges Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von maximal CHF 1 Milliarden lanciert. Insgesamt wurde bisher ein Rückkaufvolumen von CHF 467 Millionen erreicht. Aktien mit einem Marktwert von CHF 135 Millionen wurden im ersten Halbjahr 2017 zurückgekauft.

 

Positiver Ausblick

 

Das Management der Swatch Group sieht dem zweiten Halbjahr optimistisch entgegen und erwartet ein "sehr positives" Wachstum in Lokalwährungen. So glaubt der Konzern, dass sich der Wholesale mit der schrittweisen Auflösung der Verunsicherung bei den einzelnen Händlern positiv entwickeln wird. Das weitere Wachstum werde zudem auch bei anderen Produktionsbereichen eine bessere Auslastung generieren.

Insgesamt tätigte die Swatch Group im 1. Semester Investitionen in Höhe von CHF 204 Millionen in Betriebsaktiven, um das Retailnetz gezielt mit neuen Boutiquen an guten Lagen in Wachstumsregionen zu erweitern, sowie die Produktion mit neusten Anlagen zu optimieren.

Zuletzt hatte Omega den Vertrag für die Zeitmessung der Olympischen Spiele um weitere 10 Jahre bis 2032 verlängert. So wird sich die Dauer der Swatch-Tochter als offizieller Zeitmesser auf insgesamt 100 Jahre belaufen. Des Weiteren kündigte Omega für die zweite Jahreshälfte bereits einige neue Modelle an: So werde die Seamaster Planet Ocean Big Blue, die Speedmaster Racing Co-Axial Chronometer, sowie die Speedmaster 38mm Kollektion auf den Markt kommen.

Außerdem lancierte Swatch vergangene Woche die Swatch Pay in Shanghai. Die Uhr soll bargeldloses Bezahlen ermöglichen und wird durch eine Partnerschaft mit UnionPay und 11 chinesischen Banken umgesetzt.

Investoren reagierten positiv auf die vorgelegten Zahlen: In einem rückläufigen Markt konnte die Swatch-Inhaberaktie am Freitag ein Plus von ca. 2,4% vorweisen.

Derzeit notiert die Aktie mit einem KGV von 33,05 um CHF 367,30 und weist eine Marktkapitalisierung von CHF 20,27 Milliarden auf. Sechs Bloomberg-Analysten setzen die Aktie auf BUY, 16 auf HOLD und acht raten zu SELL. Mit einem durchschnittliche Kursziel von CHF 345,97 sehen sie den fairen Preis unter dem derzeitigen.

 

Da der weitere Kursverlauf der Aktien von einer Vielzahl konzernpolitischen, branchenspezifischen und ökonomischen Faktoren abhängig ist, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen können jederzeit anders verlaufen als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können.

 

 

 

Wichtige Risiken:

Marktrisiko: Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung des Aktienkurses des o.g. Unternehmens von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig ist, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Der Aktienkurs kann sich immer auch anders entwickeln als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können. Zudem sind vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen kein Indikator für die Zukunft.

 

Emittenten- / Bonitätsrisiko: Anleger sind dem Risiko der Insolvenz, das heißt einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit des Emittenten (Vontobel Financial Products GmbH, Frankfurt am Main) ausgesetzt. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung. Anleger sollten beachten, dass es sich bei Faktorzertifikaten um besonders risikoreiche Finanzinstrumente handelt.

22.06.2018 22:52:37

 
So wollen wir miteinander diskutieren! Beachten Sie bitte unsere Blog-Netiquette.

 

Kommentar schreiben

 

  

 

  

 

* Pflichtfelder müssen ausgefüllt werden