Streamingdienste blicken auf ein erfolgreiches Jahr zurück

Streamingdienste blicken auf ein erfolgreiches Jahr zurück

Dienstag, 15. Dezember 2020Lesezeit: 4 Minuten

Streamingdienste haben ein sehr bemerkenswertes Jahr hinter sich. Auf der einen Seite sind trotz eines hart umkämpften Marktes neue prominente Unternehmen auf den Streaming-Trend aufgesprungen und sind bereit um Marktanteile zu kämpfen. Auf der anderen Seite hatten Nutzer, bedingt durch Ausgangsperren ausreichend Zeit, um die Dienste der Anbieter in Anspruch zu nehmen.

Streaming-Plattformen so beliebt wie nie zuvor

Egal, ob Musik, Filme oder Videospiele. Quasi jede digitale Unterhaltungsform lässt sich mittlerweile über das Internet streamen. Pioniere auf diesem Gebiet, wie Netflix haben es mithilfe ihrer Plattformen geschafft, innerhalb weniger Jahre ihren Marktwert zu vervielfachen. Nach Quellen der ARD belief sich der globale Streaming Markt 2018 auf USD 8 Mrd. Durch ein jährliches Wachstum von 13,2 Prozent soll dieser bis 2027 auf USD 19 Mrd. steigen. Dabei ist gerade der Videostreaming Markt hart umkämpft. Hier genügt es längst nicht mehr möglichst viele Filme und Serien anzubieten. Branchengrößen, wie Netflix, Amazon und Apple haben mittlerweile eigene Studios gegründet und produzieren exklusive Inhalte, um Kunden an die eigene Plattform zu binden.

Disney gibt es sich kämpferisch

Der 1932 gegründete Konzern blieb vom Angriff der Streaminganbieter nicht verschont. Während Netflix anfänglich stets Filme und Serien von Disney im Angebot hatte, schaffte es der Konzern in diesem Mai, Disney gemessen an der Marktkapitalisierung zu überholen. Darauf wollte es der auf Kinderfilme spezialisierte Mediengigant nicht beruhen lassen und beendete die Lizenzvergabe der eigenen Produktionen an Streamingplattformen. Gleichzeitig wurde mit Disney+ eine eigene Plattform auf den Markt gebracht. Aufgrund wegbrechender Umsätze, verursacht durch das coronabedingte fernbleiben von Besuchern in Kinos und Themenparks, hat das neue Standbein für den Konzern enorm an Bedeutung gewonnen. Auf dem diesjährigen Investoren Tag zeigte sich Disney kämpferisch. Dabei betonte das Management, das es den Ausbau des Streamingdiensts weiter vorantreiben wird. So sollen nach eigenen Angaben zukünftig rund 100 neue Titel pro Jahr produziert werden. Allein zehn neue „Star Wars“-Serien seien in Planung. Dafür erhöht Disney ab März kommenden Jahres die monatliche Abogebühr um zwei Euro. Das Angebot von Disney+ scheint potentielle Kunden zu überzeugen. So verzeichnet die Plattform derzeit 86 Mio. Abonnenten. Mit dieser Nachfrage hatte der Konzern eigentlich erst im Jahr 2024 gerechnet. Nun erwartet der CEO Bob Chapek bis 2024 zwischen 230 und 260 Mio. Abonnenten und damit mehr, als der derzeitige Branchenprimus Netflix, welcher momentan rund 195 Mio. Kunden vorweisen kann.

Spotify erreicht Rekordhoch

Ebenso kann der Musik-Streaming-Markt weiteres Wachstum verzeichnen. So gelang es Spotify auch in diesem Jahr den bisherigen Erfolgskurs fortsetzen. Durch eine konsequente Expansion in andere Länder, wie jüngst nach Russland und in die Ukraine. Mittlerweile Nutzen weltweit mehr als 320 Mio. Kunden das Angebot von Spotify. Dabei kann sich auch die Zahlungsbereitschaft der Nutzer sehen lassen. Obwohl der Dienst grundsätzlich kostenlos ist, zahlen fast die Hälfte der Nutzer für die Premiumversion. Damit hat die Spotify einen enormen Vorsprung gegenüber seinem Konkurrenten Apple, der mit seinem Dienst Apple Music einen vergleichbaren Service anbietet.

Die Aktien im Überblick

Die Aktie der Netflix Inc. wird aktuell bei USD 522,42, gehandelt (15.12.2020) gehandelt. Das Jahreshoch wurde bei USD 556,55 (01.09.2020) und das Jahrestief bei USD 298,44 (12.12.2019) erreicht. Bei Bloomberg setzen 27 Analysten die Aktie auf BUY, zehn auf HOLD und sechs Analysten setzen sie auf SELL.

Die Aktie der Disney Co. wird aktuell bei USD 169,30, gehandelt (15.12.2020) gehandelt. Das Jahreshoch wurde bei USD 175,72 (01.09.2020) und das Jahrestief bei USD 85,76 (23.03.2020) erreicht. Bei Bloomberg setzen 24 Analysten die Aktie auf BUY, sieben auf HOLD und zwei Analysten setzen sie auf SELL.

Die Aktie der Spotify Technology S.A. wird aktuell bei EUR 320,34 gehandelt (15.12.2020) gehandelt. Das Jahreshoch wurde bei EUR 343,30 (10.12.2020) und das Jahrestief bei EUR 117,64 (16.03.2020) erreicht. Bei Bloomberg setzen 16 Analysten die Aktie auf BUY, zehn auf HOLD und sechs Analysten setzen sie auf SELL.

Ausgewählte Risiken

Korrelationsrisiko: Multi Aktienanleihen mit Barriere (Worst of): Dieser Typ der Aktienanleihen bezieht sich auf mehrere Basiswerte. Damit ist der Grad der Abhängigkeit der Wertentwicklung der Basiswerte voneinander (sog. Korrelation) wesentlich für die Beurteilung des Risikos, dass mindestens ein Basiswert seine Barriere erreicht. Anleger sollten beachten, dass bei mehreren Basiswerten für die Bestimmung des Auszahlungsbetrags der Basiswert maßgeblich ist, der sich während der Laufzeit der Wertpapiere am schlechtesten entwickelt hat (sog. Worst-of-Struktur). Das Risiko eines Verlusts des investierten Kapitals ist daher bei Worst-of-Strukturen wesentlich höher als bei Wertpapieren mit nur einem Basiswert.

Marktrisiko: Die Entwicklung der Aktienkurse der jeweiligen Unternehmen ist von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig, die der Anleger bei der Bildung seiner Marktmeinung zu berücksichtigen hat. Der Aktienkurs kann sich auch anders entwickeln als erwartet, wodurch Verluste entstehen können.

Emittenten- / Bonitätsrisiko: Anleger sind dem Risiko ausgesetzt, dass Emittent und Garant ihre Verpflichtungen aus dem Produkt und der Garantie - beispielsweise im Falle einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit / Überschuldung) oder einer behördlichen Anordnung von Abwicklungsmaßnahmen - nicht erfüllen können. Eine solche Anordnung durch eine Abwicklungsbehörde kann im Falle einer Krise des Garanten auch im Vorfeld eines Insolvenzverfahrens ergehen. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung.

Wichtige Hinweise: Diese Information ist weder eine Anlageberatung noch eine Anlagestrategie- oder Anlageempfehlung, sondern Werbung. Die vollständigen Angaben zu den Wertpapieren, insbesondere zur Struktur und zu den mit einer Investition verbundenen Risiken, sind in dem Basisprospekt, nebst etwaiger Nachträge, sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen beschrieben. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Es wird empfohlen, dass potenzielle Anleger diese Dokumente lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollständig zu verstehen. Die Dokumente sowie das Basisinformationsblatt sind auf der Internetseite des Emittenten, Vontobel Financial Products GmbH, Bockenheimer Landstraße 24, 60323 Frankfurt am Main, Deutschland, unter prospectus.vontobel.com veröffentlicht und werden beim Emittenten zur kostenlosen Ausgabe bereitgehalten. Die Billigung des Prospekts ist nicht als Befürwortung der angebotenen oder zum Handel an einem geregelten Markt zugelassenen Wertpapiere zu verstehen. Bei den Wertpapieren handelt es sich um Produkte, die nicht einfach sind und schwer zu verstehen sein können. In dieser Information sind Angaben enthalten, die sich auf die Vergangenheit beziehen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.

25.10.2021 12:08:04

 
So wollen wir miteinander diskutieren! Beachten Sie bitte unsere Blog-Netiquette.

 

Kommentar schreiben

 

  

 

  

 

* Pflichtfelder müssen ausgefüllt werden