Smart Farming und die Digitalisierung der Landwirtschaft

Smart Farming und die Digitalisierung der Landwirtschaft

Dienstag, 11. Mai 2021Lesezeit: 4 Minuten

Die Landwirtschaft steht vor der großen Herausforderung, eine wachsende Weltbevölkerung zu ernähren und dies bei abnehmenden Anbauflächen. Unter dem Begriff Smart Farming zusammengefasste moderne Technologien sollen Abhilfe schaffen, die Effizienz in der Landwirtschaft steigern und gleichzeitig für mehr Nachhaltigkeit sorgen.

Die Zukunft ist schon da

Viele Bereiche unseres Alltags werden digitalisiert. So auch die Landwirtschaft. Diese ist längst im 21. Jahrhundert angekommen: Datenbrillen ermöglichen es, die Anzahl der Körner eines Maiskolbens zu zählen und den Grad des Schädlingsbefalls zu analysieren. Drohnen vermessen Anbauflächen und versprühen Pflanzenschutzmittel, während autonome Traktoren die Äcker pflügen. Moderne Melkroboter können wesentlich mehr als nur die Kühe zu melken. Sie reinigen den Euter und beugen somit Krankheiten vor. Gleichzeitig sammeln sie Unmengen von Daten zu dem Gesundheitszustand der Kühe. Mithilfe von Bodenproben und des Einsatzes der GPS­Technik können Landwirte heutzutage exakte Karten ihrer Felder erstellen. Damit sehen sie, welche Bereiche bereits mit genügend Nährstoffen versorgt sind und welche zusätzlich gedüngt werden müssen. Dies sorgt für einen deutlich effizienteren Ressourceneinsatz und schont den Boden.

Solche Beispiele zeigen, dass die Landwirtschaft heutzutage immer weniger mit der körperlich anstrengenden Arbeit von früher zu tun hat. Zumal autonom fahrende Agrarmaschinen Einzug in den Arbeitsalltag gehalten haben. Immer wichtiger werden zudem die angehäuften Datenmengen. Neben den Bodenproben und dem Gesundheitszustand der Tiere kommen diese unter anderem von den mit immer mehr Technik ausgestatteten Maschinen. Ihre Sensoren liefern wichtige Daten, genauso wie Satelliten oder Wetterstationen. Entwicklungen wie ein schnelleres mobiles Internet, das sich nun am Beginn der 5. Generation (5G) befindet, sorgen dafür, dass immer mehr Daten immer schneller verarbeitet werden können. Damit können Landwirte wichtige Entscheidungen datengestützt in Echtzeit treffen und nicht nur für mehr Effizienz und Nachhaltigkeit, sondern auch für höhere Einnahmen sorgen. Solche Entwicklungen fallen unter den Begriff Smart Farming oder Landwirtschaft 4.0.

Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung

Während Landwirte heutzutage neue Technologien in der Landwirtschaft einsetzen, um ihre Arbeit zu vereinfachen, werden in Zukunft das Maschinelle Lernen und die Künst­liche Intelligenz (KI) immer wichtiger. Diese machen sich die stark wachsenden Datenmengen, Stichwort „Big Data", und Technologien, wie ein schnelleres mobiles Internet, zunutze. Durch gezielte Datenanalyse werden Roboter in die Lage versetzt, autonom Entscheidungen zu treffen. Auf diese Weise sollte der Einsatz von Arbeitskräften in der Landwirtschaft abnehmen. Die Effizienzgewinne wären enorm. Sie sind aber auch nötig. Die Weltbevölkerung wächst. Mitte 2020 lebten etwa 7.8 Mrd. Menschen auf diesem Planeten. Laut UNO­-Schätzungen soll die Weltbevölkerung bis 2050 auf knapp 10 Mrd. Menschen anwachsen. Diese Menschen müssen ernährt werden. Wie schwer dies wird, zeigt allein der Umstand, dass die Menschen in vielen Gegenden der Welt heute Hunger leiden müssen.

Zudem sorgen Entwicklungen wie der wirtschaftliche Aufstieg der Schwellenländer, der unter anderem einen erhöhten Fleischkonsum mit sich bringt, dafür, dass die Anforderungen an die Landwirtschaft, genügend Nahrungsmittel bereitzustellen, größer werden. Gleichzeitig nehmen Anbauflächen aufgrund des Klimawandels und der demografischen Entwicklung ab. Daher gilt es, aus den weniger werdenden Anbauflächen noch mehr herauszuholen. Dies soll mit dem Einsatz von moderner Technik gelingen. Auf diese Weise soll nicht nur der Ressourceneinsatz deutlich effizienter erfolgen und den Landwirten eine höhere Profitabilität bescheren. Die enormen Datenmengen und die zunehmende Vernetzung in der Landwirtschaft erhöhen die Transparenz. Dies ist insbesondere in einer Zeit wichtig, in der Labels wie „Bio“ und „nachhaltig“ immer wichtiger werden und sich die Menschen bewusster ernähren. Angesichts der gesammelten Daten lassen sich Produktionsketten nun noch besser nachverfolgen, so dass ein Kunde im Supermarkt tatsächlich erkennen kann, ob ein Produkt sein „Bio“-Label verdient.

John Deere & Co.

Immer mehr Anleger und Unternehmen wollen von den Zukunftsaussichten im Bereich Smart Farming profitieren. Zumal dieser Bereich dazu beitragen soll, die Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung sicherzustellen. Aus diesem Grund ist er auch für Regierungen von großer Bedeutung und daher auch förderungswürdig. Dies kommt Unternehmen wie John Deere & Co. zugute. Der US-­Konzern gehört zu den absoluten Branchengrößen im Bereich Landtechnik. Neben Traktoren, Mähdreschern, selbstfahrenden Feldhäckslern, Sähmaschinen oder Ballenpressen hat Deere auch allerhand Technologie für die Präzisionslandwirtschaft im Angebot.

Trimble Navigation hat sich auf die Herstellung von geodätischen Messinstrumenten spezialisiert. Diese helfen den Landwirten mithilfe von Satellitendaten bei der Positionsbestimmung und damit unter anderem bei einer effizienteren Düngung des Bodens. Andere Unternehmen wie Zoetis Inc. kümmern sich um Tierarzneimittel und Impfstoffe für Haus­ und Nutztiere. Schließlich werden die Gesundheitsdaten der Tiere nicht nur gesammelt und aufbereitet. Krankheiten müssen bekämpft und Seuchen vorgebeugt werden. Bei diesen Unternehmen handelt es sich um Vertreter aus dem Smart Farming & FoodTech Index. In diesem sind derzeit insgesamt zehn Werte ent­halten, die sich mit modernen Technologien und Dienstleistungen rund um die Landwirtschaft beschäftigen und vom Megatrend Smart Farming profitieren könnten.

Ausgewählte Risiken

Marktrisiko: Die Entwicklung der Aktienkurse der jeweiligen Unternehmen ist von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig, die der Anleger bei der Bildung seiner Marktmeinung zu berücksichtigen hat. Der Aktienkurs kann sich auch anders entwickeln als erwartet, wodurch Verluste entstehen können.

Emittenten- / Bonitätsrisiko: Anleger sind dem Risiko ausgesetzt, dass Emittent und Garant ihre Verpflichtungen aus dem Produkt und der Garantie - beispielsweise im Falle einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit / Überschuldung) oder einer behördlichen Anordnung von Abwicklungsmaßnahmen - nicht erfüllen können. Eine solche Anordnung durch eine Abwicklungsbehörde kann im Falle einer Krise des Garanten auch im Vorfeld eines Insolvenzverfahrens ergehen. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung.

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21.09.2021 06:56:19

 
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