SAP: Wertpapier knackt die nächste Hürde

SAP: Wertpapier knackt die nächste Hürde

Dienstag, 12. Juni 2018 Autor Maciej GajLesezeit: 2 Minuten

Gastbeitrag von Maciej Gaj

In der ersten Jahreshälfte präsentierte sich das Wertpapier der Softwareschmiede SAP noch zaghaft auf einem Niveau von rund 82,00 Euro, in dieser Woche gelang es aber bereits über die Vorgängerhochs und die Marke von rund 100,00 Euro anzusteigen, das nun eine mittelfristige Signalwirkung entfalten könnte.

Denn der gesamte Kursverlauf seit etwa November 2015 lässt auf eine größere Bodenbildungsphase bei SAP schließen. Der Rückläufer zu Beginn dieses Jahres auf das Niveau von rund 82,00 Euro kann unterdessen als klassische W-Formation kategorisiert werden, der Sprung über das Niveau von 89,25 Euro war die Bestätigung hierfür. Im weiteren Verlauf brachte dies der SAP-Aktie einen deutlichen Käuferzulauf ein und bescherte zu Beginn dieser Handelswoche einen Kurssprung über die Vorhochs aus 2017 sowie die runde Marke von 100,00 Euro.

Viel wichtiger ist jedoch die mittelfristige Aussagekraft der Formation seit November letzten Jahres, weil in dem Wertpapier der Softwareschmiede dadurch größere Kurssprünge auf Sicht der kommenden Monate erfolgen könnten und ein weiterer Zulauf von Käufern möglich wäre. Bestehende Long-Positionen können unterdessen jetzt enger abgesichert werden, aber auch frische Engagements sind im aktuellen Bereich durchaus lohnenswert.


Befreiungsschlag muss noch bestätigt werden

Die Ausgangslage für ein mittelfristiges Kaufsignal ist nach dieser Auswertung hervorragend, erste Ziele lassen sich um 106,00 Euro ableiten. Spätestens ab diesem Niveau muss jedoch mit einem kleineren, aber regelkonformen Pullback zurück auf das Ausbruchsniveau von 100,70 Euro gerechnet werden, bevor es auf 117,00 Euro weiter rauf geht. Also können sich Investoren für einen Einstieg auf aktuellem Kursniveau entscheiden, oder aber warten noch den anstehenden Rücklauf erst noch ab. Für beide Fälle können Anleger auf das Faktor-Zertifikat auf SAP mit einem fest eingebauten Hebel zurückgreifen. Eine Haltedauer von einigen Monaten sollte bei einem mittelfristigen Engagement aber schon einkalkuliert werden.

Long-Strategie braucht Zeit

Sollte es Investoren jedoch nicht gelingen den zu Beginn dieser Woche etablierten Ausbruch per Wochenschlusskurs zu bestätigen, könnte sich der Verdacht eines Fehlausbruches breitmachen. In diesem Fall wäre ein rascher Rückzug der SAP-Aktie zunächst auf das Niveau von 97,90 Euro zu erwarten. Sogar ein Rücklauf an den 50-Tage-Durchschnitt um 94,60 Euro wäre im Zuge dessen durchaus vorstellbar. Insgesamt müsse aber noch mit einem Test der darunterliegenden 200-Tage-Durchschnittslinie sowie der dort befindlichen Horizontalunterstützung um 90,00 Euro gerechnet werden.

Rechtlicher Hinweis

Diese Informationen stammen alleine vom Gastautor und müssen nicht der Einschätzung der Bank Vontobel Europe AG oder einer anderen Gesellschaft der Vontobel-Gruppe entsprechen. Die weitere Unternehmensentwicklung ebenso wie der Kursverlauf der Aktien ist von einer Vielzahl unternehmensinterner, branchenspezifischer & ökonomischer Faktoren abhängig. Jeder Anleger muss das Risiko entsprechender Kursverluste bei seinen Anlageentscheidungen mitberücksichtigen.

Bitte beachten Sie, dass bei einer Investition in diese Produkte keine laufenden Erträge anfallen. Die Produkte sind nicht kapitalgeschützt, im ungünstigsten Fall ist ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten bzw. des Garanten droht dem Anleger ein Geldverlust. Anleger sollten in jedem Fall beachten, dass vergangene Wertentwicklungen und/oder Analystenmeinungen kein hinreichender Indikator für künftige Wertentwicklungen sind. Die Wertentwicklung der Basiswerte hängt von einer Vielzahl wirtschaftlicher, unternehmerischer und politischer Faktoren ab, die bei der Bildung einer Markterwartung berücksichtigt werden sollten.

19.11.2018 13:01:15

 
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