SAP: Steigendes Wachstum trotz stagnierender Profitabilität

SAP: Steigendes Wachstum trotz stagnierender Profitabilität

Dienstag, 29. Januar 2019Lesezeit: 3 Minuten
Deutschlands wertvollstes Tech-Unternehmen konnte durch gute Ergebnisse im letzten Jahr die Anleger zunächst erfreuen. Für 2018 wurden jegliche Zielprognosen erreicht und übertroffen. Der Dax Konzern konnte seinen währungsbereinigten Jahresumsatz um 11% zum Vorjahr auf 25,96 Mrd. EUR steigern. Auch im Betriebsergebnis konnte ein zweistelliges Wachstum erreicht werden – im Vergleich zum Vorjahr stieg dieses um 10% auf 7,48 Mrd. EUR.

Auch im letzten Quartal konnte SAP überzeugen. Besonders stark konnte im vierten Quartal das Lizenzgeschäft zulegen. Im Gegensatz zum sonst sehr profitablen Cloud-Computing Geschäft, welches im Vergleich mit dem 37%igen Wachstum im Vorjahresquartal in diesem Jahr lediglich ein Wachstum von 23% aufweisen konnte.

Im Cloud-Computing nach wie vor die Nase vorn

Trotz offensichtlicher Fluktuation und geringerem Wachstum im Cloud Bereich, ist SAP noch immer einer der weltweit größten Anbieter im Cloud-Geschäft. Eng im Kopf-an-Kopf Rennen mit den US-Konzernen Salesforce und Oracle, versucht SAP verstärkt durch Konsolidierung weiterhin an der Spitze mitzuspielen. Durch die erst kürzlich abgeschlossene Übernahme des „Experience-Management“-Riesen Qualtrics zu einem Preis von 8 Mrd. EUR, verspricht sich SAP-Chef Bill McDermott ein zukünftig stark wachsendes Expansionsgeschäft und sieht seine Firma im Rennen um die Spitze in der Geschäftsprozesssoftware als weltweiten Langzeitsieger.

Margen als Sorgenkind im Cloud Geschäft

Einer der wenigen negativen Punkte des letzten Jahres ist die Entwicklung der Profitabilität. In 2018 war es SAP kaum noch möglich die Profitabilität weiter zu steigern. Durch starke Konkurrenz im Bereich der monatlich kündbaren und bezahlbaren Web-Abonnements werden teurerer Software-Lizenz Anbieter wie SAP, welche in der Regel einmal jährliche Abbuchungen durchführen, zusätzlich attackiert. Zusammen mit gestiegenen Investitionen führte das in den letzten fünf Jahren zu stagnierenden operativen Margen.

Auch im letzten Quartal von 2018 fiel die operative Marge von 34,7 Prozent im Vorjahreszeitraum auf 33,2 Prozent ab. Finanzchef Luka Mucic versprach das sofortige Einleiten der „Trendwende“ und steigende Margen und eine Erhöhung der Profitabilität für 2019.

Ausblick für die Zukunft

Aktuell befindet sich SAP mit Vollgas im Wandel zur vollkommenen Cloud-Company. Die aktuelle Strategie wird von der Unternehmensleitung als „starke Wachstumsdynamik“ beschrieben und Prognosen für das kommende Zukunftsgeschäft werden klar angehoben.

Die Aktie im Überblick

Die SAP Aktie wird aktuell bei EUR 90,28 (29.01.2019) gehandelt. Das Jahreshoch lag bei EUR 108,52 (26.09.2018), das Jahrestief bei EUR 82,05 (02.03.2018). Bei Bloomberg setzen 30 Analysten die Aktie auf BUY, 8 Analysten auf HOLD und zwei Analysten auf SELL. Das zwölf-Monats-Kursziel wird aktuell auf EUR 112,22 gesetzt.

Da der weitere Kursverlauf der Aktie von einer Vielzahl konzernpolitischer, branchenspezifischer und ökonomischer Faktoren abhängig ist, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen können jederzeit anders verlaufen, als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können.


Wichtige Risiken:

Marktrisiko: Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung des Aktienkurses von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig ist, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Der Aktienkurs kann sich immer auch anders entwickeln als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können. Zudem sind vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen kein Indikator für die Zukunft.

Emittenten- / Bonitätsrisiko: Anleger sind dem Risiko der Insolvenz, das heißt einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit des Emittenten (Vontobel Financial Products GmbH, Frankfurt am Main) ausgesetzt. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung.

Korrelationsrisiko: Da sich die Tilgung der Wertpapiere nach der Wertentwicklung mehrerer Basiswerte richtet, ist der Grad der Abhängigkeit der Wertentwicklung der Basiswerte voneinander (sog. Korrelation) wesentlich für die Beurteilung des Risikos, dass mindestens ein Basiswert seine Barriere erreicht. Das Risiko eines Kapitalverlustes ist bei einer Anlage in Protect Multi Aktienanleihen daher höher als bei Aktienanleihen mit nur einem Basiswert.

Rechtliche Hinweise:
Bitte beachten Sie, dass bei einer Investition in diese Produkte keine laufenden Erträge anfallen. Die Produkte sind nicht kapitalgeschützt, im ungünstigsten Fall ist ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten bzw. des Garanten droht dem Anleger ein Geldverlust. Anleger sollten in jedem Fall beachten, dass vergangene Wertentwicklungen und/oder Analystenmeinungen kein hinreichender Indikator für künftige Wertentwicklungen sind. Die Wertentwicklung der Basiswerte hängt von einer Vielzahl wirtschaftlicher, unternehmerischer und politischer Faktoren ab, die bei der Bildung einer Markterwartung berücksichtigt werden sollten.

Allein maßgeblich sind die jeweiligen Wertpapierprospekte, die beim Emittenten, Vontobel Financial Products GmbH, Bockenheimer Landstraße 24, 60323 Frankfurt am Main, kostenlos erhältlich bzw. im Internet unter zertifikate.vontobel.com zum Download verfügbar sind. Anleger werden gebeten, die bestehenden Verkaufsbeschränkungen zu beachten.
16.07.2019 08:04:33

 
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