Rohöl: Berg- und Talfahrt

Rohöl: Berg- und Talfahrt

Dienstag, 28. Mai 2019Lesezeit: 3 Minuten

Der Ölmarkt steckt in einer labilen Lage. Abzulesen ist die derzeitige Unruhe an den Terminpreisen. Binnen weniger Handelstage fielen die Notierungen um sechs Dollar/Barrel zurück, bevor es Wochenbeginn wieder steil nach oben ging. Das Edelmetall setzt seinen Seitwärtstrend der letzten Wochen anhaltend fort. Dass das gelbe Metall so lange schon auf der Stelle tritt, könnte am Verhalten der spekulativen Finanzinvestoren liegen. Der Preis hat in den letzten Monaten eine Seitwärtsbewegung verzeichnet, in der er nicht über die Marke von 2.500 Dollar/Tonne hinauskam. Hintergrund der preislichen Ruhephase ist die Unsicherheit bezüglich des künftigen Angebots.

Rohöl: Berg- und Talfahrt

Die dynamische Kursrally seit Ende vergangenen Jahres, welche dem Ölpreis in der Spitze einen Kursanstieg um rund 50 Prozent bescherte, ist in den letzten Wochen ins Stocken geraten. Der Ölmarkt wirkt labil. Einerseits schränken die OPEC und Russland die Produktion ein, andererseits fördern die USA auf Teufel komm raus. Welthandel und Konjunktur stehen auf wackeligen Beinen, dagegen droht durch die Krisen im Nahen Osten und in Venezuela eine weitere Verknappung des Angebots.

Viele Analysten haben zuletzt bis zu 100 Dollar je Barrel als künftigen Ölpreis prognostiziert. Doch dieses Szenario ist angesichts der jüngsten Entwicklungen wieder unwahrscheinlicher geworden. Abzulesen ist die momentane Marktunruhe an der aktuellen Berg- und Talfahrt der Ölpreise. Binnen weniger Handelstage fiel die Brent-Notiz um sechs Dollar je Barrel zurück, bevor es Wochenbeginn wieder in Richtung 70 Dollar/Barrel steil nach oben ging.

Zuletzt haben Wachstumsängste, die vor allem auf den Handelskonflikt zwischen den USA und China zurückgehen, dominiert und die Befürchtungen einer deutlich fallenden Öl-Nachfrage verstärkt, was den jüngsten Preissturz teilweise erklären mag. Stützend auf die Notierungen wirkten zu Wochenbeginn hingegen neue Zahlen zu den aktiven Bohrlöchern in den USA. Laut Baker Hughes setzte sich der Rückgang der Bohraktivität fort. Erstmals seit März 2018 sank die Zahl der aktiven Rigs in der letzten Woche unter 800. Seit Jahresbeginn kam es zu einem Rückgang um 88 Ölbohrungen. Einen ins Auge springenden Einfluss auf die Ölproduktion hatte dies bislang aber nicht.

5-Jahres-Chart Brent, Quelle: Bloomberg Finance L.P.

 

 

Gold bleibt als ‚sicherer Hafen‘ gefragt

Gold handelte zu Wochenbeginn stabil bei gut 1.286 US-Dollar je Feinunze und setzte damit seinen Seitwärtstrend der letzten Wochen zwischen 1.270 und 1.325 US-Dollar weiter fort. Dass das Edelmetall so lange schon auf der Stelle tritt, liegt weiter an den Finanzinvestoren, die sich gegensätzlich verhalten.

Die ETF-Anleger haben vor dem Wochenende rund fünf Tonnen Gold abgestoßen. Die spekulativen Finanzinvestoren zeigten sich hingegen zwiegespalten. Laut CFTC-Statistik haben in der Woche zum 21. Mai die großen Terminspekulanten (Non-Commercials) ihre Netto-Long-Positionen um fast ein Drittel auf 88.800 Kontrakte reduziert, während kleine Terminspekulanten (Non-Reportables) deutlich optimistischer wurden und ihre Netto-Long-Positionen von 12.600 auf 19.100 Kontrakte ausbauten.

Der Goldmarkt habe sich als sicherer Hafen für Investoren erwiesen, wenn die Zeiten unberechenbar wurden, hieß es von ETF Trends. „Aktuell können wir Käufe sicherer Häfen beobachten, da die Handelsgespräche zwischen Washington und Peking scheiterten und China von einen Gegenschlag spricht“, zitierte das Portal goldseiten.de den Rohstoffstrategen Phillip Streible von RJO Futures. „Die geopolitischen Risiken nehmen zu, die Handelsspannungen eskalieren, der Dollar sinkt und die Aktien stehen unter Druck. All diese Faktoren stützen den Goldpreis aktuell.“

5-Jahres-Chart Gold, Quelle: Bloomberg Finance L.P.

Kakao: Unsicherheitbezüglich des Angebots

Der Preis für Kakao hat in den letzten Monaten eine Seitwärtsbewegung verzeichnet, in der er nicht über die Marke von 2.500 Dollar pro Tonne hinauskam. Hintergrund der preislichen Stagnation ist die Unsicherheit bezüglich des weltweiten Angebots von Kakao, der nur in ganz bestimmten Klimazonen geerntet werden kann. Aus der Elfenbeinküste, dem größten Produzentenland, das für 46 Prozent der weltweiten Exporte steht, wird zunehmende Trockenheit gemeldet. Fehlender Regen hat dazu geführt, dass die geernteten Bohnen von minderwertiger Qualität sind.

Bereits jetzt ist klar, dass auch in Ghana in der laufenden Saison weniger geerntet werden wird. In diesem Umfeld will nun Nigeria ein neues Programm zur Kakao-Produktion auflegen. Kurzfristig Abhilfe wird dies jedoch nicht bringen. Und auch der langfristige Erfolg ist alles andere als sicher. Das Land versucht bereits seit 20 Jahren ohne großen Erfolg, den Anbau von Kakao zu fördern.

5-Jahres-Chart Kakao, Quelle: Bloomberg Finance L.P.

Aktienanleihen

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02.12.2021 10:56:00

 
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