ProSiebenSat.1 und Discovery verbünden sich für neue Streaming-Plattform

ProSiebenSat.1 und Discovery verbünden sich für neue Streaming-Plattform

Dienstag, 26. Juni 2018Lesezeit: 3 Minuten

Der Münchner Fensehkonzern ProSiebenSat.1 baut gemeinsam mit dem US-Medienkonzern Discovery eine neue Streaming-Plattform für deutsche Kunden auf und will US-Anbietern wie Netflix und Amazon Konkurrenz bieten.

Seit der Einführung seiner Online-Videothek Maxdome im Jahre 2006 versucht ProSiebenSat.1 vergebens die Wohnzimmer in Deutschland zu erobern. Jetzt startet Deutschlands größte private Senderkette den nächsten Versuch, den Marktführern Netflix und Amazon die Kunden abzujagen.

Der MDAX-Konzern teilte am Montag mit, in Zusammenarbeit mit dem US-Medienkonzern Discovery den gemeinsamen Aufbau einer „führenden lokalen Streaming-Plattform“ zu planen. Die Plattform will das Unternehmen auf die „Wünsche der Zuschauer“ zuschneiden. So soll die neue Plattform gleich mehrere Dienste vereinen. Zum einen wird die 7TV-App, mit der man verpasste Sendungen der Sendergruppe ProSiebenSat.1 nachholen kann, enthalten sein. Auch soll der Video-on-Demand-Dienst Maxdome integriert werden. Schließlich bringt der US-Medienkonzern Discovery den Eurosport Player ein, der unter anderem Übertragungen der Freitagsspiele der Fußball-Bundesliga enthält.

Der Mitteilung zufolge soll die Plattform in der ersten Jahreshälfte 2019 an den Start gehen. Als Ziel setzt sich der Konzern zehn Millionen Nutzer in den ersten zwei Jahren. Im Gegensatz zum Flatrate-Modell der US-Anbieter, wollen die Partner neben einem werbefinanzierten Angebot ein werbefreies Paket zu „attraktiven Preisen“ anbieten.

Aufruf an alle anderen Sender mitzumachen

Der neue ProSiebenSat.1-Chef Max Conze erklärte mit Blick auf die Wettbewerber: “Ich lade hiermit RTL , ARD und ZDF ein, mit uns gemeinsam einen deutschen Champion zu schaffen“. RTL-Chef Bert Habert erklärte der Frankfurter Allgemeinen Zeitung am Montag: "Wir sind für Partnerschaften in einzelnen Bereichen sehr offen." Mit Google , Facebook und Netflix als Konkurrenten in Europa sollten sich die Sender gemeinsam Optionen erarbeiten. Bereits vor einem halben Jahr sprach sich der ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm für eine deutsche oder europäische Internet-Allianz von öffentlich-rechtlichen und privaten Fernsehsendern aus. Im Mai lobte ProSiebenSat.1-Vorstandsmitglied Conrad Albert den Vorstoß des ARD-Vorsitzenden und erklärte: “Wir brauchen deutsche und europäische Alternativen zu Netflix, Amazon Prime oder YouTube. Wir müssen mehr gemeinsam Hand in Hand machen, gerade auf der Inhaltsebene."

Die Aktie im Überblick

Die ProSiebenSat.1 Aktie wird aktuell bei EUR 24,02 (26.06.2018) gehandelt. Das Jahreshoch lag bei EUR 37,85 (26.06.2017), das Jahrestief bei EUR 23,28 (19.06.2018). Bei Bloomberg setzen 13 Analysten die Aktie auf Kaufen, neun auf Halten und sechs Analysten auf Verkaufen. Bloomberg Analysten setzen aktuell ein zwölf-Monats-Kursziel von EUR 32,11.

Da der weitere Kursverlauf der Aktie von einer Vielzahl konzernpolitischen, branchenspezifischen und ökonomischen Faktoren abhängig ist, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen können jederzeit anders verlaufen, als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können.

 

 

Wichtige Risiken:

Marktrisiko: Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung des Aktienkurses von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig ist, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Der Aktienkurs kann sich immer auch anders entwickeln als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können. Zudem sind vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen kein Indikator für die Zukunft.

Emittenten- / Bonitätsrisiko: Anleger sind dem Risiko der Insolvenz, das heißt einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit des Emittenten (Vontobel Financial Products GmbH, Frankfurt am Main) ausgesetzt. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung.

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24.01.2020 00:44:22

 
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