PayPal investiert in Weltsparen.de

PayPal investiert in Weltsparen.de

Donnerstag, 21. Dezember 2017Lesezeit: 2 Minuten

In der Vergangenheit wurde schon länger darüber spekuliert, dass US-Technologiekonzerne in das Bankengeschäft einsteigen. PayPal, Marktführer für digitales Bezahlen, machte kürzlich den ersten Schritt und investiert in das Fintech Raisin, welches in Deutschland unter Weltsparen.de bekannt ist.

Das junge Unternehmen Weltsparen bietet seinen Kunden europaweit Sparprodukte an. Über das Zinsportal ist es somit möglich sein Vermögen in Tagesgelder oder langfristigen Spareinlagen von 40 verschieden Banken zu investieren. PayPal hat mit der Investition von einem zweistelligen Millionenbetrag nun Zugang ins Bankgeschäft erhalten.

Die Banken fürchten sich schon seit längerem vor Angriffen der großen US-Technologie Unternehmen wie PayPal, Google oder Amazon. Mit der getätigten Investition wird es jetzt ernst. An der Börse ist PayPal mehr wert als alle börsennotierten deutschen Geldhäuser zusammen.

Beteiligung von PayPal nicht das erste Investment

In der Vergangenheit konnte das Unternehmen Raisin (Weltsparen.de) aus drei Finanzierungsrunden bereits 60 Millionen Euro Wagniskapital einsammeln. Die Investition von PayPal ist somit nicht die erste strategische Beteiligung für das Unternehmen. Die genauen Ausgestaltungen der Kooperationspläne sind derzeit noch nicht bekannt.

Der Gründer Dr. Tamaz Georgadze teilte hierzu lediglich mit: „Eine Partnerschaft mit PayPal wird unser Wachstum weiter beschleunigen und die Funktionalität unserer Produkte verbessern". Angesichts der Tatsache, dass PayPal allein in Deutschland rund 19 Millionen Nutzer hat, klingen die Erwartungen hier sehr bescheiden. Der Werbeeffekt dürfte dementsprechend enorm ausfallen.

PayPal übertraf Erwartungen der Analysten

Im dritten Quartal konnte PayPal den Überschuss auf 380 Millionen US-Dollar weiter ausbauen. Verglichen zum Vorjahreswert war dies eine Steigerung von rund 18 Prozent. Auch der Umsatz konnte gesteigert werden und erreichte hier einen Wert von 3,23 Milliarden US-Dollar – dem Gegenüber stand ein Vorjahreswert von 2,67 Milliarden US-Dollar. Wie sich die neue Kooperation zukünftig auswirken wird bleibt weiter abzuwarten.

Die PayPal-Aktie wird aktuell bei USD 74,10 (21.12.2017) gehandelt. Das Jahreshoch lag bei USD 78,57 (24.11.2017), das Jahrestief bei USD 39,31 (02.01.2017). Bei Bloomberg setzen 35 Analysten die Aktie auf Kaufen und 13 auf Halten. Bloomberg Analysten setzen aktuell ein zwölf-Monats-Kursziel von USD 80,98.

Da der weitere Kursverlauf der Aktie von einer Vielzahl konzernpolitischen, branchenspezifischen und ökonomischen Faktoren abhängig ist, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen können jederzeit anders verlaufen, als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können.

Wichtige Risiken:

Marktrisiko: Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung des Aktienkurses des o.g. Unternehmens von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig ist, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Der Aktienkurs kann sich immer auch anders entwickeln als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können. Zudem sind vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen kein Indikator für die Zukunft.

Emittenten- / Bonitätsrisiko: Anleger sind dem Risiko der Insolvenz, das heißt einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit des Emittenten (Vontobel Financial Products GmbH, Frankfurt am Main) ausgesetzt. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung.

24.10.2019 02:47:55

 
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