Novartis Spin-off: Alcon

Novartis Spin-off: Alcon

Donnerstag, 11. April 2019Lesezeit: 3 Minuten

Der Pharmakonzern Novartis hat die Augenheilkunde-Sparte per 9. April 2019 als eigenständige Gesellschaft mit dem Namen Alcon abgespaltet. Das Spin-off erfolgt durch ein Double Listing an der Schweizer Börse, sowie in den USA unter dem Ticker-Symbol «ALC». Die Aktionäre, welche bei Börsenschluss am 8. April 2019 im Besitz von Novartis–Aktien waren, haben für je 5 Novartis-Aktien je eine Alcon-Aktie erhalten.

Die Geschichte von Alcon

Alcon wurde 1945 in Forth Worth in Texas, USA, von den Apothekern Robert Alexander und William Conner gegründet. Bereits kurz nach der Gründung fokussierten sie sich auf Augenheilkunde und das Unternehmen begann seinen Expansionskurs. Im Jahr 1971 erfolgte der Börsengang an der New York Stock Exchange. Zu diesem Zeitpunkt erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von USD 31 Mio. 1978 wurde Alcon von Nestlé übernommen, welche durch die Akquisition den Einstieg in das Pharmageschäft wagte. Ab Dezember 2008 erfolgte schrittweise die Veräußerung an Novartis, welche im Jahr 2011 abgeschlossen war. Durch den Zusammenschluss von Alcon mit der Novartis-Sparte CIBA Vision, welche sich auf die Forschung, Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Kontaktlinsen und Kontaktlinsenpflegemitteln spezialisierte, entstand der Weltmarktführer in der Augenheilkunde.

Die aktuellen Geschäftsfelder

Die auf Augenheilkunde spezialisierte Tochter der Novartis bietet eines der umfassendsten Portfolios von Produkten zur Behandlung von Augenerkrankungen und -beschwerden. Die Sparte ist dabei in drei Geschäftsbereiche gegliedert:

Der Bereich «Surgical» beinhaltet Technologien und Geräte für die chirurgische Behandlung von Augenerkrankungen. Etwas mehr als die Hälfte aller Umsätze werden in diesem Segment generiert, in welchem Alcon die weltweite Nummer eins ist.

Der Bereich «Vision Care» ist das zweite wichtige Standbein des Unternehmens. Hier werden Kontaktlinsen sowie dazugehörige Pflegeprodukte produziert und vertrieben.

Der dritte Bereich «Pharma» umfasst das pharmazeutische Portfolio von Alcon, sowie Behandlungsoptionen für okulare und nasale Allergien sowie rezeptfreie Augentropfen und Vitaminpräparate für die Augen.

Der Börsengang

Am 9. April ist Alcon mit einer Bewertung von ca. CHF 27 Mrd. (EUR 24 Mrd.) an die Börse gegangen. Der Eröffnungskurs lag bei CHF 55,00. Die meisten Analysten hatten vor dem Börsendebüt mit einer Bewertung zwischen CHF 19 und 25 Mrd. gerechnet und der Eröffnungskurs der knapp 490 Millionen Alcon-Aktien wurde zwischen CHF 40,00 und 45,00 erwartet.

Mit dieser Marktkapitalisierung zählt Alcon von Beginn an zu den Blue Chips am Schweizer Aktienmarkt und wurde, wie der Börsenbetreiber SIX schon im Vorfeld ankündigte, in den Leitindex SMI® aufgenommen. Die Privatbank Julius Bär hat den Index dafür verlassen müssen.

Die Aktien im Überblick

Die Novartis-Aktie wird aktuell bei CHF 82,24 (10.04.2019) gehandelt. Das Jahreshoch lag bei CHF 87,65 (01.04.2018), das Jahrestief bei CHF 64,03 (28.06.2018). Bei Bloomberg setzen 14 Analysten die Aktie auf BUY, 13 Analysten auf HOLD und drei Analysten auf SELL.

Die Alcon-Aktie wird aktuell bei CHF 57,64 (10.04.2019) gehandelt. Bei Bloomberg setzen drei Analysten die Aktie auf BUY, acht Analysten auf HOLD und ein Analyst auf SELL.

Da der weitere Kursverlauf der Aktie von einer Vielzahl konzernpolitischen, branchenspezifischen und ökonomischen Faktoren abhängig ist, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen können jederzeit anders verlaufen, als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können.

Wichtige Risiken:

Marktrisiko: Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung des Aktienkurses von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig ist, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Der Aktienkurs kann sich immer auch anders entwickeln als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können. Zudem sind vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen kein Indikator für die Zukunft.

Emittenten- / Bonitätsrisiko: Anleger sind dem Risiko der Insolvenz, das heißt einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit des Emittenten (Vontobel Financial Products GmbH, Frankfurt am Main) ausgesetzt. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung.

Rechtliche Hinweise:

Bitte beachten Sie, dass bei einer Investition in diese Produkte keine laufenden Erträge anfallen. Die Produkte sind nicht kapitalgeschützt, im ungünstigsten Fall ist ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten bzw. des Garanten droht dem Anleger ein Geldverlust. Anleger sollten in jedem Fall beachten, dass vergangene Wertentwicklungen und/oder Analystenmeinungen kein hinreichender Indikator für künftige Wertentwicklungen sind. Die Wertentwicklung der Basiswerte hängt von einer Vielzahl wirtschaftlicher, unternehmerischer und politischer Faktoren ab, die bei der Bildung einer Markterwartung berücksichtigt werden sollten.

Allein maßgeblich sind die jeweiligen Wertpapierprospekte, die beim Emittenten, Vontobel Financial Products GmbH, Bockenheimer Landstraße 24, 60323 Frankfurt am Main, kostenlos erhältlich bzw. im Internet unter zertifikate.vontobel.com zum Download verfügbar sind. Anleger werden gebeten, die bestehenden Verkaufsbeschränkungen zu beachten.

14.12.2019 01:11:16

 
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