Nordex - Großaufträge und Energiewende

Nordex - Großaufträge und Energiewende

Dienstag, 18. Juni 2019Lesezeit: 3 Minuten

Die Grünen sind laut aktuellen Umfragen mehrerer Meinungsforschungsinstitute, wie z.B. Forsa oder YouGov, die stärkste Kraft in Deutschland. Das Umweltbewusstsein hat in der Bevölkerung spätestens seit der Europa-Wahl und den Fridays for Future Protesten deutlich zugenommen. Kann der drittgrößte deutsche Windkraftanlagen Hersteller Nordex davon profitieren?

Darüber, dass es notwendig ist zukünftig den Großteil der Energie aus erneuerbaren Energien zu beziehen besteht im politischen Mainstream mittlerweile ein weitgehender Konsens. Hierbei denken viele zuerst an Solar- und Windenergie, wobei erstere mit dem immer wiederkehrenden Tag- und Nacht Zyklus deutlich schwankender in der Versorgung ist. Um einen Ausstieg aus den konventionellen Energiequellen zu realisieren ist es notwendig kontinuierliche Energiequellen zu haben mit denen Beispielsweise die Industrie planen kann.

Ein Baustein für den Mix zur nachhaltigen emissionsfreien Energieerzeugung sind unumstritten Windkraftanlagen. Laut Frauenhofer Institut machte Strom aus Windenergie 2018 bereits 23,9% der deutschen Nettostromproduktion aus. Einer der größten Hersteller von Onshore-Windenergieanlagen hierzulande ist das SDax Unternehmen Nordex, welches außerhalb von China zu den weltweiten Top 5 der Branche zählt. Seit über 30 Jahren fertigen, errichten und warten die Rostocker Windkraftanlagen. In manchen Märkten bietet das Unternehmen auch die vollständige Planung von Windparks an. Neben der Produktion am Stammsitz gehören weitere Standorte in China und den USA zum Portfolio. Durch ein stetig wachsendes Servicegeschäft sind die Erlöse der Nordex SE langfristig planbar. Weltweit sind über 4200 Windkraftanlagen des Unternehmens in Betrieb, diese erzeugen mehr als 6000 Megawatt Strom.     

Zu den wichtigsten Projekten in diesem Jahr gehört die Markteinführung neuen Turbinenvarianten. Damit steigt Nordex in das Marktsegment mit Windkraftturbinen die eine Leistung über 5 Megawatt bieten ein, die größten Rotorblätter im Angebot sind bis zu 45 Meter lang. Der Start der neuen Turbinen verlief gut und die Auftragsbücher sind gefüllt. Am 18.6. kam ein Großauftrag der amerikanischen Tochter von Engie hinzu. Sie beauftragten das Unternehmen mit dem Bau von 100 Windturbinen, die es auf eine Gesamtkapazität von 300 Megawatt bringen sollen. Auch in Osteuropa läuft das Geschäft sehr gut, so wurde zum Beispiel ein Wartungsauftrag mit Innogy abgeschlossen.  

Die Zahlen zum ersten Quartal waren recht ernüchternd: Der Umsatz lag bei EUR 398,9 Mio. und die EBITDA-Marge betrug 7%. Das Jahr 2020 soll nach drei schwachen Jahren dann die Wende für Nordex bringen, während 2019 noch eine Art „Übergangsjahr“ bleibe. Trotzdem plant man in diesem Jahr dank der vollen Auftragsbücher ein Umsatz von EUR 3,25 Mrd. zu erreichen. Außerdem sollen die Aufträge wieder profitabler werden: Für das operative Ergebnis wird in diesem Jahr eine EBITDA-Marge von 5% erwartet. Im Vorjahr lag die Marge bei 4,1%. Die Schätzung für den Buchwert pro Aktie liegt laut Reuters für dieses Jahr bei 8,07 EUR und 8,49 EUR für das kommende Jahr. Der weitere Verlauf bleibt noch abzuwarten.

Die gute Auftragslage, das gesteigerte öffentliche Interesse sowie die starke Stellung könnte Nordex auch in Zukunft zu einem erfolgreichen Geschäft verhelfen.

Die Aktie im Überblick

Die Aktie von Nordex wird aktuell bei EUR 12,13 (18.06.2019) gehandelt. Das Jahreshoch lag bei EUR 15,75 (03.04.2019), das Jahrestief bei EUR 7,11 (16.11.2018). Bei Bloomberg setzen 4 Analysten die Aktie auf BUY, 6 Analysten auf HOLD und 4 Analysten auf SELL.

Da der weitere Kursverlauf der Aktien von einer Vielzahl konzernpolitischer, branchenspezifischer und ökonomischer Faktoren abhängig ist, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen können jederzeit anders verlaufen, als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können.

Wichtige Risiken:
Marktrisiko: Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung des Aktienkurses von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig ist, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Der Aktienkurs kann sich immer auch anders entwickeln als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können. Zudem sind vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen kein Indikator für die Zukunft.

Emittenten- / Bonitätsrisiko: Anleger sind dem Risiko der Insolvenz, das heißt einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit des Emittenten (Vontobel Financial Products GmbH, Frankfurt am Main) ausgesetzt. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung.

Rechtliche Hinweise:
Bitte beachten Sie, dass bei einer Investition in diese Produkte keine laufenden Erträge anfallen. Die Produkte sind nicht kapitalgeschützt, im ungünstigsten Fall ist ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten bzw. des Garanten droht dem Anleger ein Geldverlust. Anleger sollten in jedem Fall beachten, dass vergangene Wertentwicklungen und/oder Analystenmeinungen kein hinreichender Indikator für künftige Wertentwicklungen sind. Die Wertentwicklung der Basiswerte hängt von einer Vielzahl wirtschaftlicher, unternehmerischer und politischer Faktoren ab, die bei der Bildung einer Markterwartung berücksichtigt werden sollten.

Allein maßgeblich sind die jeweiligen Wertpapierprospekte, die beim Emittenten, Vontobel Financial Products GmbH, Bockenheimer Landstraße 24, 60323 Frankfurt am Main, kostenlos erhältlich bzw. im Internet unter zertifikate.vontobel.com zum Download verfügbar sind. Anleger werden gebeten, die bestehenden Verkaufsbeschränkungen zu beachten.

22.09.2019 22:23:54

 
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