Nach dem Börsengang: Spotify kauft Loudr und möchte die Erfolgsstory von Netflix nachahmen

Nach dem Börsengang: Spotify kauft Loudr und möchte die Erfolgsstory von Netflix nachahmen

Mittwoch, 18. April 2018Lesezeit: 3 Minuten

Spotify ist Marktführer im Musikstreaming, doch trotz des Umsatzwachstums, stieg der operative Verlust. Dennoch berichtet Spotify über die Übernahme des Musikrechte-Lizensierers Loudr.

Spotify kauft Loudr

Nach dem Börsengang berichtet Spotify über die Übernahme des Musikrechte-Lizensierers Loudr.fm. Dieser vergütet Rechteinhaber für die Nutzung ihrer Musikstücke auf automatisierter Basis. Das schwedische Unternehmen nannte jedoch keinen Kaufpreis. Erst vor Kurzem wurde der weltgrößte Musikstreaming-Anbieter von dem US-Label Wixen Music Publishing auf Schadenersatz von ca. USD 1,6 Milliarden verklagt. Dieser warf Spotify vor, Tausende Lieder ohne deren Lizenz verwendet zu haben, berichtete das Handelsblatt.

Wird Spotify zum nächsten Netflix?

Nach dem Börsengang möchte Spotify das profitable Unternehmen Netflix nachahmen. Die Ausgangssituation ist jedoch unterschiedlich: Spotify ist zwar Marktführer im Musikstreaming, doch trotz des Umsatzwachstums im Jahr 2017 um ca. 39% gegenüber 2018, stieg der operative Verlust von USD 349 Mio. in 2016 auf USD 378 Mio. in 2017. Ende 2017 hatte Spotify 71 Mio. zahlende Abo-Kunden und insgesamt 159 Mio. Nutzer. 2018 will Spotify die Marke von 200 Millionen Nutzern knacken, prognostiziert jedoch einen operativen Verlust von USD 230-330 Mio.

Spotify verglich sich gerne mit Netflix, um Anleger vor dem Börsengang zu überzeugen. Deshalb holte der CEO Daniel Ek Barry McCarthy als Finanzchef, der bereits 2002 Netflix an die Börse brachte. Bevor Netflix zum heutigen Marktführer im Videostreaming wurde, schrieb das Unternehmen ebenfalls lange Zeit rote Zahlen. Heute ist Netflix profitabel und an der Börse mehr als USD 130 Mrd. wert. Analysten bewerten Spotify mit ca. USD 20 Mrd..

Während sich Netflix mit Eigenproduktionen zum großen Konkurrenten für Disney und Time Warner etablierte, ist Spotify abhängig von den großen Labels wie Sony Music, Warner und Universal Music. Spotify soll jedoch schon gelungen sein, niedrigere Lizenzgebühren herauszuholen. Spotify hat aber bislang keine Pläne, den Plattenfirmen Konkurrenz durch eigene Musik zu machen. McCarthy erklärte, dass höhere Gewinnspannen durch die Erschließung anderer Umsatzquellen erreicht werden müssten. Beispielsweise durch Werbe-Deals mit Promotern oder der Verkauf von Daten an Musiker, Plattenfirmen und Konzertveranstalter. Bislang erzielt Spotify 90 % seiner Erlöse mit kostenpflichtigen Premium-Abos, berichtet die IT-Nachrichtenseite Heise online.

Die Spotify-Aktie im Überblick

Die Spotify-Aktie wird aktuell bei USD 148,49 (17.04.2018) gehandelt. Das Jahreshoch lag bei USD 169,00 (03.04.2018), das Jahrestief bei USD 135,51 (04.04.2018). Bei Bloomberg setzen 6 Analysten die Aktie auf Kaufen, 4 auf Halten und ein Analyst auf Verkaufen. Bloomberg Analysten setzen aktuell ein zwölf-Monats-Kursziel von USD 166,22.

Da der weitere Kursverlauf der Aktie von einer Vielzahl konzernpolitischen, branchenspezifischen und ökonomischen Faktoren abhängig ist, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen können jederzeit anders verlaufen, als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können.

Wichtige Risiken

Marktrisiko: Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung des Aktienkurses von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig ist, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Der Aktienkurs kann sich immer auch anders entwickeln als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können. Zudem sind vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen kein Indikator für die Zukunft.

Emittenten- / Bonitätsrisiko: Anleger sind dem Risiko der Insolvenz, das heißt einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit des Emittenten (Vontobel Financial Products GmbH, Frankfurt am Main) ausgesetzt. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung.

Rechtliche Hinweise:
Bitte beachten Sie, dass bei einer Investition in diese Produkte keine laufenden Erträge anfallen. Die Produkte sind nicht kapitalgeschützt, im ungünstigsten Fall ist ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten bzw. des Garanten droht dem Anleger ein Geldverlust. Anleger sollten in jedem Fall beachten, dass vergangene Wertentwicklungen und/oder Analystenmeinungen kein hinreichender Indikator für künftige Wertentwicklungen sind. Die Wertentwicklung der Basiswerte hängt von einer Vielzahl wirtschaftlicher, unternehmerischer und politischer Faktoren ab, die bei der Bildung einer Markterwartung berücksichtigt werden sollten.

Allein maßgeblich sind die jeweiligen Wertpapierprospekte, die beim jeweiligen Emittenten, Vontobel Financial Products GmbH, Bockenheimer Landstraße 24, 60323 Frankfurt am Main, bzw. HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Königsallee 21/23, D-40212 Düsseldorf, kostenlos erhältlich bzw. im Internet unter www.vontobel-zertifikate.de bzw. www.hsbc-zertifikate.de zum Download verfügbar sind. Anleger werden gebeten, die bestehenden Verkaufsbeschränkungen zu beachten.
07.10.2022 21:10:17

 
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