Milliarden sprechen gegen "Bubble 2.0"

Milliarden sprechen gegen "Bubble 2.0"

Freitag, 13. November 2015Lesezeit: 2 Minuten

Gastbeitrag von Thomas Rappold

Nachdruck aus Börse Online «Silicon Valley Inside»

 

Erfahrene Investoren erinnern sich noch gut, als der NASDAQ-Index im März 2000 zum ersten Mal die Marke von 5000 Punkten überschritt. Damals war dies der Beginn vom Ende.

Thomas Rappold,

geboren 1971, ist Internetunternehmer und Investor. Bereits mit 14 Jahren erlernte er die ersten Programmiersprachen im Selbststudium auf dem damaligen Kultcomputer Commodore C64. Als einer der ersten Absolventen des europaweit ersten Studiengangs Medieninformatik trug er als Mitarbeiter der Strategiegruppe Internet bei Allianz SE maßgeblich zu damals bahnbrechenden neuen Finanzportalen für Privat- und Geschäftskunden bei.

Seit über zehn Jahren erfolgreicher Unternehmer einer Internet-Beratungs- und Beteiligungsgesellschaft und Gründer von zahlreichen Internet-Start-ups ist Thomas Rappold ein profunder Kenner des Silicon Valley und dort als Investor an verschiedenen Start-ups beteiligt.
Mehr über Thomas Rappold und das Silicon Valley finden Sie auf seiner Homepage silicon-valley.de .

Im Finanzbuchverlag München veröffentlichte Thomas Rappold jüngst "Silicon Valley Investing. Investieren in die Superstars von heute, morgen und übermorgen".

Die dot.com Blase platzte und zwei Jahre später stand die NASDAQ mehr als 75% tiefer. Nachdem die NASDAQ nun erneut die Marke von 5000 Punkten überschritten hat stellt man sich im Silicon Valley die Frage ob man wieder mitten in einer neuen Bubble 2.0 ist? Immerhin können die Bären unter den Anlegern anführen, dass die Wall Street das schlechteste Quartal innerhalb der letzten vier Jahre hinter sich hat und dieses Jahr nur sehr wenige Technologie-IPOs zu verzeichnen waren. Erstmalig seit längerer Zeit regiert in den erfolgsverwöhnten Tech-Companies zudem der Rotstift. Bestes Beispiel dafür war die Ankündigung vom neuen Twitter CEO Jack Dorsey insgesamt 300 Mitarbeiter zu entlassen.

 

Doch 2015 ist anders als 2000.

Das Internet ist heute das Rückgrat der Globalisierung und zentraler Bestandteil der Wertschöpfungsketten in der Wirtschaft. Gerade die aktuellen Quartalszahlen der großen Tech-Unternehmen unterstreichen dies eindrucksvoll. Google, Amazon aber auch das soziale Netzwerk LinkedIn oder die beiden FinTech Unternehmen PayPal und LendingClub haben sehr gute Geschäftszahlen gemeldet. Diese Unternehmen verfügen über starke Marken und herausragende Technologieplattformen. Gleichzeitig generieren die großen Tech-Unternehmen des Valleys gigantische Cash-Bestände in ihren Bilanzen. Allein Apple und Google zusammen verfügen über rund $300 Milliarden. an Cash - und die Mittelakkumulation dürfte noch größer werden.

 

Genau hierin dürfte der Schlüssel für eine noch rosigere Zukunft für Investoren liegen.

Die meist auf niedrig verzinsten Konten liegenden Milliarden Dollarbeträge können für Akquisitionen in aufstrebende Startups investiert werden. Das Valley hat davon reichlich, immerhin ist der Club der vorbörslichen Unternehmen mit einer Bewertung von jeweils über $1 Milliarden auf mehr als 100 Unternehmen angeschwollen. Facebook hat mit seinen Milliarden-Akquisitionen in Instagram und What's App gezeigt wie das Kerngeschäft zum Nutzen der Aktionäre befeuert werden kann. Mehr davon werden wir in den nächsten Monaten sehen.

 

 

 

 

 

 

Rechtlicher Hinweis

Diese Informationen stammen alleine vom Gastautor und müssen nicht der Einschätzung der Bank Vontobel Europe AG oder einer anderen Gesellschaft der Vontobel-Gruppe entsprechen. Die weitere Unternehmensentwicklung ebenso wie der Kursverlauf der Aktien ist von einer Vielzahl unternehmensinterner, branchenspezifischer & ökonomischer Faktoren abhängig. Jeder Anleger muss das Risiko entsprechender Kursverluste bei seinen Anlageentscheidungen mitberücksichtigen.

Bitte beachten Sie, dass bei einer Investition in diese Produkte keine laufenden Erträge anfallen. Die Produkte sind nicht kapitalgeschützt, im ungünstigsten Fall ist ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten bzw. des Garanten droht dem Anleger ein Geldverlust. Anleger sollten in jedem Fall beachten, dass vergangene Wertentwicklungen und/oder Analystenmeinungen kein hinreichender Indikator für künftige Wertentwicklungen sind. Die Wertentwicklung der Basiswerte hängt von einer Vielzahl wirtschaftlicher, unternehmerischer und politischer Faktoren ab, die bei der Bildung einer Markterwartung berücksichtigt werden sollten.

01.08.2021 06:11:26

 
So wollen wir miteinander diskutieren! Beachten Sie bitte unsere Blog-Netiquette.

 

Kommentar schreiben

 

  

 

  

 

* Pflichtfelder müssen ausgefüllt werden