Microsoft, Apple und Alphabet – Die wertvollsten Unternehmen der Welt

Microsoft, Apple und Alphabet – Die wertvollsten Unternehmen der Welt

Donnerstag, 3. Januar 2019Lesezeit: 4 Minuten

Die wertvollsten Konzerne weltweit kommen weiterhin aus Amerika, vor allem die Techunternehmen lassen alle hinter sich. Von den Top 10 haben acht ihren Sitz in Nordamerika und zwei in China. Mit SAP (Platz 61) stammt das teuerste Unternehmen aus Deutschland. Deutschlands Gewicht unter den Top 100 hat jedoch weiter abgenommen.

Microsoft, Apple und Alphabet sind die wertvollsten Unternehmen

Microsoft, Apple und Alphabet sind laut einer Studie des Beratungsunternehmens EY die wertvollsten Unternehmen der Welt. An der Spitze liegt Microsoft mit einer Marktkapitalisierung von USD 754 Mrd. (Stichtag 21.12.2018). Der Softwarekonzern hat seinen Börsenwert innerhalb eines Jahres im Vergleich zur Top 100 Studie 2017 um 14% oder USD 94 Mrd. erhöht. Damit verdrängte Microsoft den iPhone-Hersteller Apple auf Rang zwei (USD 715 Mrd. Börsenwert). Die Google-Holding Alphabet (USD 685 Mrd. Börsenwert) kam auf Platz drei, nach dem zweiten Rang im Jahr 2017. Allein diese drei Konzerne sind mit EUR 1,85 Billionen eine Dreiviertelbillion mehr wert als alle 30 Dax-Konzerne zusammen, berichtete das Handelsblatt.

Von den 100 höchstbewerteten Unternehmen haben 57 ihren Sitz in Nordamerika (Vorjahr: 55), so viele wie noch nie. Demnach machen die amerikanischen Unternehmen mit ca. USD 11,5 Billionen (ca. EUR 10,1 Billionen) 63% des Gesamtvolumens der Marktkapitalisierung aus. Aufgrund der Kursturbulenzen an den Börsen ist das ein Rückgang von 7% verglichen mit dem Vorjahr.

Dominanz amerikanischer Konzerne im Top 100 Ranking

Nur 22 europäische Unternehmen schaffen es in die Liste der Top 100 (Vorjahr: 24). Die europäischen Unternehmen machen 16% des Gesamtwerts aus, ein Verlust von 10% gegenüber dem Vorjahr. Das teuerste Unternehmen in Europa ist der Lebensmittelkonzern Nestlé mit einem Börsenwert von USD 252 Mrd. auf Platz 15 (Vorjahr: 18). 21 Unternehmen kommen aus Asien und dem pazifischen Raum und umfassen 19% der Gesamtmarktkapitalisierung der Top 100. Nach einem starken Vorjahr verloren sie 15% an Wert. Die wertvollsten chinesischen Unternehmen sind Tencent und Alibaba, die mit USD 381 Mrd. und 339 Mrd. auf Rang sechs und neun stehen.

Die Dominanz der amerikanischen Konzerne hat mehrere Gründe: Die Aktienkurse vieler amerikanischer Unternehmen profitierten von der sehr positiven Konjunkturentwicklung auf dem Heimatmarkt. Auch dank Trumps USD 1,5 Billionen schweren Steuerentlastungen haben die US-Konzerne ihre Gewinne um mehr als 20% gegenüber 2017 gesteigert. Des Weiteren dominieren die USA dank der guten Aufstellung im Technologiesektor: Unter den 100 höchstbewerteten Unternehmen der Welt sind 21 US-amerikanische Internet- und Technologiekonzerne platziert und nur zwei europäische. Die Bedeutung klassischer Industrieunternehmen nimmt dagegen weiter ab: Nur noch sechs Industrieunternehmen sind unter den 100 größten zu finden (Vorjahr: 8), berichtet die FAZ.

US-Unternehmen sind profitabler

Amerikas Dominanz beschränkt sich aber nicht allein auf den hohen Börsenwert vieler Konzerne. 20 der US-Unternehmen im Top 100 Ranking verdienten im Jahr 2018 mehr als EUR 10 Mrd., am meisten Apple mit EUR 50 Mrd., JP Morgan Chase mit EUR 28 Mrd. und Alphabet mit EUR 26 Mrd. In Deutschland hat nur Volkswagen die Schwelle von EUR 10 Mrd. erreicht. Insgesamt kommen die US-Konzerne auf Nettoumsatzrenditen von durchschnittlich ca. 15%, die Europäer erreichten nur 7%. Die vergleichsweise mangelnde Profitabilität gilt als wichtigste Ursache für den schwachen Börsenwert europäischer Unternehmen.

 

SAP ist wertvollstes deutsches Unternehmen

Die Zahl der deutschen Unternehmen ist von sechs auf zwei gesunken. Als wertvollstes deutsches Unternehmen liegt SAP auf Rang 61 mit einem Börsenwert von EUR 107 Mrd. (Vorjahr: 63). Zweitteuerstes deutsches Unternehmen ist Siemens mit EUR 83 Mrd. auf Platz 89 (Vorjahr: 73). Allianz, Volkswagen, Bayer und BASF sind dagegen nicht mehr unter den Top 100.

Aufgrund der starken Ausrichtung auf ausländische Märkte litten deutsche Konzerne eher unter den aktuellen handelspolitischen Spannungen und Strafzöllen als die amerikanischen Unternehmen, erklärte Hubert Barth, Vorsitzender der EY-Geschäftsführung in Deutschland. «Zudem verliert derzeit die europäische Wirtschaft insgesamt an Fahrt, während die Konjunktur in den USA nach wie vor brummt». Hinzu komme der Umbruch in der für Deutschland so wichtigen Autoindustrie.

Die Aktien im Überblick

Die Microsoft Aktie wird aktuell bei USD 99,58 (02.01.2019) gehandelt. Das Jahreshoch lag bei USD 115,09 (01.10.2018), das Jahrestief bei USD 83,54 (08.02.2018). Bei Bloomberg setzen 33 Analysten die Aktie auf BUY und ein Analyst auf HOLD, zwei Analysten setzen die Aktie auf SELL. Das zwölf-Monats-Kursziel wird aktuell auf USD 124,71 gesetzt.

Die Apple Aktie wird aktuell bei USD 154,70 (02.01.2019) gehandelt. Das Jahreshoch lag bei USD 231,25 (03.10.2018), das Jahrestief bei USD 146,59 (24.12.2018). Bei Bloomberg setzen 26 Analysten die Aktie auf BUY, 21 auf HOLD und zwei Analysten auf SELL. Das zwölf-Monats-Kursziel wird aktuell auf USD 216,45 gesetzt.

Die Alphabet Aktie wird aktuell bei USD 1.030,00 (02.01.2019) gehandelt. Das Jahreshoch lag bei USD 1.285,25 (26.07.2018), das Jahrestief bei USD 984,10 (24.12.2018). Bei Bloomberg setzen 40 Analysten die Aktie auf BUY und 4 auf HOLD. Kein Analyst setzt die Aktie auf SELL. Das zwölf-Monats-Kursziel wird aktuell auf USD 1.343,38 gesetzt.

Da der weitere Kursverlauf der Aktie von einer Vielzahl konzernpolitischer, branchenspezifischer und ökonomischer Faktoren abhängig ist, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen können jederzeit anders verlaufen, als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können.


Wichtige Risiken:

Marktrisiko: Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung des Aktienkurses von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig ist, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Der Aktienkurs kann sich immer auch anders entwickeln als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können. Zudem sind vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen kein Indikator für die Zukunft.

Emittenten- / Bonitätsrisiko: Anleger sind dem Risiko der Insolvenz, das heißt einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit des Emittenten (Vontobel Financial Products GmbH, Frankfurt am Main) ausgesetzt. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung.

Rechtliche Hinweise:

Bitte beachten Sie, dass bei einer Investition in diese Produkte keine laufenden Erträge anfallen. Die Produkte sind nicht kapitalgeschützt, im ungünstigsten Fall ist ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten bzw. des Garanten droht dem Anleger ein Geldverlust. Anleger sollten in jedem Fall beachten, dass vergangene Wertentwicklungen und/oder Analystenmeinungen kein hinreichender Indikator für künftige Wertentwicklungen sind. Die Wertentwicklung der Basiswerte hängt von einer Vielzahl wirtschaftlicher, unternehmerischer und politischer Faktoren ab, die bei der Bildung einer Markterwartung berücksichtigt werden sollten.

Allein maßgeblich sind die jeweiligen Wertpapierprospekte, die beim Emittenten, Vontobel Financial Products GmbH, Bockenheimer Landstraße 24, 60323 Frankfurt am Main, kostenlos erhältlich bzw. im Internet unter zertifikate.vontobel.com zum Download verfügbar sind. Anleger werden gebeten, die bestehenden Verkaufsbeschränkungen zu beachten.
26.06.2019 20:29:16

 
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