Merck: Schwaches erstes Quartal

Merck: Schwaches erstes Quartal

Dienstag, 15. Mai 2018 Autor Maciej GajLesezeit: 2 Minuten

Gastbeitrag von Maciej Gaj

Der Chemie- und Pharmakonzern Merck legte am Dienstag sein Zahlenwerk fürs erste Quartal vor und konnte nicht positiv überraschen. Dabei hat das Darmstädter Unternehmen die Analystenschätzung verfehlt, das dem Wertpapier heute keinen guten Start erlaubt – aber auch technisch bewegt sich die Aktie derzeit in einem schwierigen Kursniveau.

Für das erste Quartal weist Merck KGaA einen Umsatz von 3,7 Mrd. Euro, dieser liegt somit 4,4 Prozent niedriger als noch ein Jahr zuvor. Zum einen belasten weiterhin der schwache US-Dollar und Marktanteilsverluste bei Flüssigkristallen das Geschäft. Zum anderen war der operative Gewinn im Vorjahresquartal wegen Sondereffekten im Healthcare-Geschäft vergleichsweise hoch. Merck wuchs aber in allen Regionen organisch. Die Belastung insbesondere durch die Abwertung des US-Dollars bezifferte Merck am Dienstag mit 7,9 Prozent. Der bereinigte Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) ging um 18,2 Prozent auf rund 1 Mrd. Euro zurück. Der Konzerngewinn brach um mehr als ein Drittel gegenüber dem Vorjahresquartal auf 341 Mio. Euro ein.

Technisch lief es für den DAX-Konzern in den letzten Monaten nicht besonders gut, das Papier fiel in eine tiefe Korrektur, nachdem zuvor bei 115,20 Euro im April 2017 das letzte größere Hoch markiert wurde. Abgaben auf das Niveau von 74,54 Euro lasteten bis März dieses Jahres auf dem Papier. Aber in den letzten Wochen stellte sich wieder reges Kaufinteresse seitens der Investoren ein, die in dieser Woche sogar einen Durchbruch über den vorherrschenden Abwärtstrend schafften. Noch aber könnte der 200-Wochen-Durchschnitt für einen leichten Dämpfer sorgen, die heute vorgelegten Zahlen helfen der Merck-Aktie nicht wirklich.


Abwärtstrend im Fokus

Als kritische Marke auf der Unterseite ist das Niveau von 82,00 Euro zu nennen. Taucht die Aktien von Merck signifikant darunter ab, so müssen zunächst Abgaben auf das runde Niveau von 80,00 Euro einkalkuliert werden. Mit jedem weiteren Rückschritt steigt dann aber auch die Wahrscheinlichkeit auf einen Fehlerausbruch sowie Rücklauf der Kursnotierungen an die aktuellen Jahrestiefs von 74,54 Euro spürbar an, bis dahin kann aber über ein entsprechendes Investment in das Faktor-Zertifikat Short auf Merck mit einem fest eingebauten Hebel von 8,0 partizipiert werden. Für das vorgestellte Short-Szenario muss jedoch eine Haltedauer von einigen Wochen eingeplant werden.

Gelingt es dem Wertpapier von Merck in dieser Woche hingegen weiter zuzulegen, dürfte der Weg oberhalb von 85,00 Euro bis in den Bereich von zunächst 88,51 Euro und somit der 50-Wochen-Durchschnittslinie aufwärts führen. Spätestens an der Marke von 90,00 Euro müssen Investoren jedoch mit einem leichten Dämpfer rechnen.

Rechtlicher Hinweis

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24.05.2018 17:38:12

 
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