Lufthansa mit Rückenwind dank billigem Öl und starkem 2018

Lufthansa mit Rückenwind dank billigem Öl und starkem 2018

Mittwoch, 16. Januar 2019Lesezeit: 3 Minuten

Die erfolgreiche Eingliederung von Air Berlin sowie zuletzt gesunkene Ölpreise verhelfen dem deutschen Luftfahrtgiganten weiter zur globalen Stärke. Vor allem eine Zunahme der Passagierzahlen als auch die Aussicht auf geringere Kerosinkosten erfreuen die Anleger.

Lufthansa weiterhin größte Fluggesellschaft Europas

Die erfolgreiche Eingliederung von Teilen der im August 2017 insolvent gegangenen Fluggesellschaft Air Berlin, verhalf der Lufthansa zu einem erfolgreichen Ergebnis in 2018. Die Sitzplatzauslastung aller Airlines des Konzerns verbesserte sich im vollem Umfang um 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf einen neuen Rekordwert von 81,4 Prozent. Insgesamt flogen im letzten Jahr 142,3 Millionen Passagiere in Flugzeugen des Lufthansa-Konzerns, zu dem Töchter wie Eurowings, Germanwings und Swiss miteinbezogen werden. Im Gegensatz zum Vorjahr ergab dies ein Anstieg um 10 Prozent.

Beim Konkurrenten Ryanair kam es im letzten Jahr zu einem eher schwachen Ergebnis. Eine europaweite Streikwelle führte zu zahlreichen Flugausfällen und einem schwachen Passagierwachstum. Insgesamt flogen 2018 rund 139 Millionen Menschen mit Flugzeugen von Ryanair. Der Konzern positionierte sich damit im letzten Jahr deutlich hinter Lufthansa.

Euphorie dank billigerem Kerosin

Am gestrigen Tage erfreuten sich die Anleger positiver Nachrichten und verhalfen der Aktie im Tagesverlauf über die 20 Euro Marke. Grund für die Euphorie der Marktteilnehmer waren positive Aussichten auf einen geringeren Anstieg der Treibstoffkosten. Aufgrund der zuletzt abgenommenen Ölpreise kalkuliert der deutsche Luftfahrt Konzern in diesem Jahr mit Kerosinkosten von 6,3 Mrd. Euro, im Gegensatz zu den bisher angenommenen 7 Mrd. Euro.

Darüber hinaus weisen Analysten auf die sich stetig bessernden Margen der Eurowings-Tochter als auch auf die voraussichtlich sinkenden Integrationskosten der Air Berlin Übernahme hin. Alles in Allem erwarten die Marktteilnehmer mindestens eine Verteidigung des Vorjahresgewinnns.

Interesse an Norwegian Airlines

Bereits seit Mitte letzten Jahres äußerte sich die Lufthansa Leitung interessiert an der Übernahme des finanziell angeschlagenen Billigfliegers Norwegian. Mit Blick auf die weitere Konsolidierung existiert in Europa demnach nur eine sehr begrenzte Anzahl an Kandidaten, welche der Lufthansa größentechnisch einen strategischen Vorteil verschaffen kann. Bei einer Übernahme von Norwegian hofft Lufthansa vor allem auf Synergien im Bereich der Mittelstreckenflieger. Seit einigen Wochen rechnet die Lufthansa AG neben der geplanten Aufstockung der A350 Modelle, ebenfalls mit einer Integration der von Norwegian benutzten Boeing 787-Modelle.

Ganz problemlos wäre die Übernahme des norwegischen Luftfahrtkonzerns jedoch nicht. Der Schuldenberg von Norwegian häufte sich im Jahr 2018 auf eine Nettofinanzverschuldung in Höhe von knapp 3 Mrd. Euro an.

 

Die Aktie im Überblick

Die Lufthansa Aktie wird aktuell bei EUR 19,68 (15.01.2019) gehandelt. Das Jahreshoch lag bei EUR 30,51 (15.01.2018), das Jahrestief bei EUR 17,35 (30.10.2018). Bei Bloomberg setzen 12 Analysten die Aktie auf BUY und 16 Analysten auf HOLD. Zwei Analysten setzen die Aktie auf SELL. Das zwölf-Monats-Kursziel wird aktuell auf EUR 23,21 gesetzt.

Da der weitere Kursverlauf der Aktie von einer Vielzahl konzernpolitischer, branchenspezifischer und ökonomischer Faktoren abhängig ist, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen können jederzeit anders verlaufen, als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können.


Wichtige Risiken:

Marktrisiko: Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung des Aktienkurses von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig ist, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Der Aktienkurs kann sich immer auch anders entwickeln als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können. Zudem sind vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen kein Indikator für die Zukunft.

Emittenten- / Bonitätsrisiko: Anleger sind dem Risiko der Insolvenz, das heißt einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit des Emittenten (Vontobel Financial Products GmbH, Frankfurt am Main) ausgesetzt. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung.

Korrelationsrisiko: Da sich die Tilgung der Wertpapiere nach der Wertentwicklung mehrerer Basiswerte richtet, ist der Grad der Abhängigkeit der Wertentwicklung der Basiswerte voneinander (sog. Korrelation) wesentlich für die Beurteilung des Risikos, dass mindestens ein Basiswert seine Barriere erreicht. Das Risiko eines Kapitalverlustes ist bei einer Anlage in Protect Multi Aktienanleihen daher höher als bei Aktienanleihen mit nur einem Basiswert.

Rechtliche Hinweise:

Bitte beachten Sie, dass bei einer Investition in diese Produkte keine laufenden Erträge anfallen. Die Produkte sind nicht kapitalgeschützt, im ungünstigsten Fall ist ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten bzw. des Garanten droht dem Anleger ein Geldverlust. Anleger sollten in jedem Fall beachten, dass vergangene Wertentwicklungen und/oder Analystenmeinungen kein hinreichender Indikator für künftige Wertentwicklungen sind. Die Wertentwicklung der Basiswerte hängt von einer Vielzahl wirtschaftlicher, unternehmerischer und politischer Faktoren ab, die bei der Bildung einer Markterwartung berücksichtigt werden sollten.

Allein maßgeblich sind die jeweiligen Wertpapierprospekte, die beim Emittenten, Vontobel Financial Products GmbH, Bockenheimer Landstraße 24, 60323 Frankfurt am Main, kostenlos erhältlich bzw. im Internet unter zertifikate.vontobel.com zum Download verfügbar sind. Anleger werden gebeten, die bestehenden Verkaufsbeschränkungen zu beachten.
21.10.2021 17:16:41

 
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