Lufthansa erwägt Börsengang der Wartungssparte LH Technik

Lufthansa erwägt Börsengang der Wartungssparte LH Technik

Freitag, 24. Januar 2020Lesezeit: 3 Minuten

Erfolgt Börsengang der Lufthansa Technik?

Eine Abspaltung der Sparte Lufthansa Technik solle den Börsenwert des Konzerns nach oben treiben, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg und beruft sich dabei auf mit der Sache vertraute Personen. Die Prüfung sei noch in einem frühen Stadium, es gebe allerdings noch keine Entscheidung. Ein Lufthansa-Sprecher wollte die Angelegenheit nicht kommentieren. Analysten sahen die Sparte Lufthansa Technik als lukrativsten Geschäftsbereich des Luftfahrtkonzerns. In der Vergangenheit habe das Unternehmen einen Börsengang immer ausgeschlossen und das Wartungsgeschäft als Kernbereich des Unternehmens identifiziert. Sollte es zu einem Börsengang kommen, wäre Lufthansa Technik aus Sicht der Bloomberg-Experten ein starker Konkurrent für MTU und Safran Aircraft Engines. 

Lufthansa Technik: Ein lukrativer Geschäftsbereich

Wie Bloomberg berichtet, stehe bei den Überlegungen die Variante im Fokus, dass der Konzern Teile von Lufthansa Technik an die Börse bringt. Allerdings sei auch die Alternative durchgespielt worden, dass Lufthansa-Aktionären in einem sogenannten Spin-off Aktien der Tochter zugeteilt würden, die dann an der Börse separat gehandelt werden könnten. In beiden Fällen wolle der Lufthansa-Konzern die Mehrheit an dem Wartungsgeschäft behalten. Laut Bloomberg-Intelligence-Analyst George Ferguson habe die Sparte einen Unternehmenswert von rund EUR 7,5 Milliarden. Der Lufthansa-Konzern insgesamt wird an der Börse derzeit mit nur EUR 6,9 Milliarden bewertet.  

Lufthansa plant in diesem Jahr 4500 Neueinstellungen

Die Lufthansa will im neuen Jahr in Deutschland, Österreich und der Schweiz mehr als 4500 Mitarbeiter einstellen. Zum Teil handle es sich dabei um fluktuationsbedingte Nachbesetzungen, also um den Ersatz ausscheidender Mitarbeiter, teilte der Konzern am Freitag mit. Bei der Kernmarke Lufthansa sollen 2020 etwa 1000 Mitarbeiter eingestellt werden, auf Deutschland entfallen rund 3000 Stellen. Der Großteil der neuen Beschäftigten soll mit 2500 Menschen am Boden zum Einsatz kommen. Deutschlands größte Airline sucht etwa IT-Spezialisten und Fachkräfte in der Administration. Zudem sollen knapp 1300 Flugbegleiter eingestellt werden. Dabei liege der Fokus der Ausbildung auf dem Drehkreuz München. Die Lufthansa-Gruppe beschäftigt inklusive ihrer Tochter-Airlines rund 138.000 Mitarbeiter, davon rund 34.000 Flugbegleiter. Der Großteil der Neueinstellungen betrifft die Lufthansa-Kernmarke, wie es weiter hieß. (Quelle: Handelsblatt)

Lufthansa AG

Die Deutsche Lufthansa AG ist weltweit eine der größten Luftfahrtgesellschaften mit den Schwerpunkten Passagierbeförderung und Logistik sowie den ergänzenden Geschäftsbereichen Technik und Catering. Außerdem hält Lufthansa Beteiligungen an diversen Service- und Finanzgesellschaften. Insgesamt bedienten die Airlines der Lufthansa Group im Sommerflugplan 2017 ein Streckennetz von 308 Destinationen in 103 Ländern. Für den Bereich Passagierbeförderung ist der internationale Airline-Verbund Star Alliance von erheblicher strategischer Bedeutung. Größere Akquisitionen der jüngeren Vergangenheit betrafen die Austrian Airlines (2009) sowie die Brussels Airlines und deren Tochter SN Airholding SA/NV (2016). Das operative Geschäft gliedert sich in die Segmente "Network Airlines", "Point-to-Point Airlines", "Logistik", "Technik" und "Catering". Lufthansa Technik beschäftigte Ende September 2019 weltweit rund 26.000 Menschen. Im Gesamtjahr 2018 kam das Unternehmen auf einen Umsatz von EUR 5,9 Milliarden und einen bereinigten operativen Gewinn (bereinigtes Ebit) von EUR 425 Millionen. (Quelle: Focus)

 

 

Die Aktie im Überblick

Die Lufthansa Aktie wird aktuell bei EUR 14,46 (23.01.2020) gehandelt. Das Jahreshoch lag bei EUR 23,51 (26.02.2019), das Jahrestief bei EUR 12,48 (15.08.2019). Bei Bloomberg setzen 8 Analysten die Aktie auf BUY, 12 auf HOLD und 8 Analysten setzen sie auf SELL. 

Da der weitere Kursverlauf der Aktie von einer Vielzahl konzernpolitischen, branchenspezifischen und ökonomischen Faktoren abhängig ist, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen können jederzeit anders verlaufen, als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können. 

Ausgewählte Risiken:

Marktrisiko: Die Entwicklung der Aktienkurse der jeweiligen Unternehmen ist von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig, die der Anleger bei der Bildung seiner Marktmeinung zu berücksichtigen hat. Der Aktienkurs kann sich auch anders entwickeln als erwartet, wodurch Verluste entstehen können.

Wichtige Hinweise: Diese Information ist weder eine Anlageberatung noch eine Anlagestrategie- oder Anlageempfehlung, sondern Werbung. Die vollständigen Angaben zu den Wertpapieren, insbesondere zur Struktur und zu den mit einer Investition verbundenen Risiken, sind in dem Basisprospekt, nebst etwaiger Nachträge, sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen beschrieben. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Es wird empfohlen, dass potenzielle Anleger diese Dokumente lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollständig zu verstehen. Die Dokumente sowie das Basisinformationsblatt sind auf der Internetseite des Emittenten, Vontobel Financial Products GmbH, Bockenheimer Landstraße 24, 60323 Frankfurt am Main, Deutschland, unter prospectus.vontobel.com veröffentlicht und werden beim Emittenten zur kostenlosen Ausgabe bereitgehalten. Die Billigung des Prospekts ist nicht als Befürwortung der angebotenen oder zum Handel an einem geregelten Markt zugelassenen Wertpapiere zu verstehen. Bei den Wertpapieren handelt es sich um Produkte, die nicht einfach sind und schwer zu verstehen sein können. In dieser Information sind Angaben enthalten, die sich auf die Vergangenheit beziehen. Die frühere Wertentwicklung ist kein
verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.

26.02.2020 02:24:24

 
So wollen wir miteinander diskutieren! Beachten Sie bitte unsere Blog-Netiquette.

 

Kommentar schreiben

 

  

 

  

 

* Pflichtfelder müssen ausgefüllt werden