Lufthansa: Eckdaten schwach, aber…

Lufthansa: Eckdaten schwach, aber…

Dienstag, 16. April 2019 Autor Maciej GajLesezeit: 2 Minuten

Gastbeitrag von Maciej Gaj

Der größte deutsche Fluggesellschaft Lufthansa hat Montagabend vorläufige Eckdaten zum ersten Quartal herausgebracht und Anleger mit den Zahlen etwas verstört. Der Konzern flog im ersten Quartal nämlich einen Verlust ein, doch der Aktienkurs erholte sich in den ersten Stunden wieder und konnte somit das anfängliche Minus in ein Kursplus umdrehen.

Beim Kranichflieger Lufthansa ist der bereinigte Gewinn im ersten Quartal eingebrochen und weist einen Verlust von 336 Mio. Euro auf. Als Gründe werden hohe Treibstoffkosten und Überkapazitäten genannt. Der Aktienkurs der Fluggesellschaft geriet zu Handelsbeginn zwar merklich unter Druck, konnte sich aber wieder am gestrigen Schlusstand stabilisieren. Zuversicht strahlen allerdings die Prognosen für das nächste Quartal und Gesamtjahr aus. Wegen der guten Buchungslage und einer deutlichen Verlangsamung des marktweiten Kapazitätswachstums sei wieder mit einem Anstieg der Stückerlöse zum Vorjahr zu rechnen. Der Konzern bestätigte seine Prognose für die bereinigte EBIT-Marge von 6,5 bis 8,0 Prozent für das Gesamtjahr.

Zwar hat es das Wertpapier zu Beginn des Handels auf 21,00 Euro abwärts gedrückt, zur Stunde notiert die Aktie aber schon wieder im positiven Bereich. Glücklicherweise konnte die seit Ende Mai im Aufbau befindliche inverse SKS-Formation aufrechterhalten werden und bietet mittelfristig zuversichtliche Trendwendechancen. Die dazugehörige Nackenlinie um 23,50 Euro müsste hierzu aber erst noch nachhaltig überwunden werden. Bei der an den Tag gelegten Kursstärke könnte sich durchaus ein Long-Investment für die nächsten Wochen und Monate auszahlen.

Aktie geht gestärkt hervor

Aktuell erscheint ein Long-Einstieg durchaus reizvoll, allerdings kann erst oberhalb der Marke von mindestens 22,20 Euro kurzfristiges Aufwärtspotenzial in Richtung 23,00 Euro, darüber an die Nackenlinie bei 23,50 Euro abgeleitet werden. Ein Ausbruch darüber dürfte schließlich zu einer Vervollständigung der inversen SKS-Bodenformation führen und auf mittelfristiger Basis deutlich höheres Kurspotenzial sogar bis 28,00 Euro freisetzen. Als Zugvehikel kann in diesem Fall beispielsweise auf ein Faktor-Zertifikat auf Lufthansa zurückgegriffen werden.

Rücksetzer unter die Marke von rund 20,00 Euro hätten hingegen einen direkten Test der rechten Schulter um 19,17 Euro zur Folge. Tiefer als 18,70 Euro und somit die Dezembertiefs sollte es nach Möglichkeit nicht mehr abwärts gehen, weil sonst die inverse SKS-Formation tatsächlich in Gefahr geraten würde.

5-Jahres-Chart Lufthansa


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24.05.2019 23:32:08

 
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