Iran-Sanktionen und Venezuela-Krise befeuern Ölpreise

Iran-Sanktionen und Venezuela-Krise befeuern Ölpreise

Mittwoch, 23. Mai 2018Lesezeit: 3 Minuten

Angesichts der angespannten geopolitischen Lage haben die Ölpreise ihre Rally zuletzt fortgesetzt. Sowohl die Nordseesorte Brent als auch die US-Leichtölsorte WTI kletterten nach Pfingsten auf den höchsten Stand seit November 2014.

Iran-Sanktionen und Venezuela-Krise befeuern Ölpreise

Angesichts der angespannten geopolitischen Lage haben die Ölpreise ihre Rally zuletzt fortgesetzt. Sowohl die Nordseesorte Brent als auch die US-Leichtölsorte WTI kletterten nach Pfingsten auf den höchsten Stand seit November 2014. Bereits die einseitige Aufkündigung des Atomabkommens mit dem Iran durch die USA und die Verhängung neuer Sanktionen hatte die Ölpreise in die Höhe getrieben.

Nun wird der Preisanstieg zudem durch die wirtschaftliche und politische Krise im wichtigen Ölförderland Venezuela befeuert. Am Wochenende hatte sich Amtsinhaber Nicolas Maduro zum Wahlsieger bei den Präsidentschaftswahlen erklärt, während die Opposition Maduro Wahlbetrug vorwirft. Die USA kündigten umgehend neue Sanktionen gegen Venezuela an. So dürfen US-Firmen nicht mehr dabei behilflich sein, Besitz- oder Anlagegüter in Venezuela zu verkaufen. Bereits wegen der schweren Wirtschaftskrise waren die Ölexporte Venezuelas deutlich eingebrochen. Angesichts der neuen Sanktionen und der sich zuspitzenden politischen Lage könnten die Exporte weiter sinken, so die Befürchtung am Markt. Venezuela ist Mitglied der OPEC und verfügt nach Einschätzung von Experten über die größten Ölreserven der Welt.

Auch im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt zeichnet sich bislang keine Entspannung ab. Zu Beginn der neuen Woche drohte US-Außenminister Mike Pompeo mit den „härtesten Sanktionen der Geschichte“ gegen den Iran, sollte die Regierung in Teheran ihren Kurs nicht ändern. Der finanzielle Druck werde so hoch sein wie nie zuvor, kündigte Pompeo an.

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Dollar und Zinsen halten Gold in Schach

Der Goldpreis bleibt unter Druck. Zu Beginn der neuen Woche markierte das Edelmetall mit 1.282,13 US-Dollar je Feinunze ein frisches 2018er-Tief, konnte sich anschließend aber wieder erholen. Neben dem starken Dollar und den weiter zulegenden Zinsen belastet seit dem Wochenende auch die Grundsatzeinigung im Handelsstreit zwischen den USA und China die Notierungen des Edelmetalls. China will in Zukunft deutlich mehr amerikanische Waren und Dienstleistungen erwerben und so dabei helfen, das US-Handelsbilanzdefizit zu reduzieren.

Wegen der anziehenden Zinsen und dem stärkeren US-Dollar tendiert der Goldpreis bereits seit der zweiten Aprilhälfte schwächer. Das Edelmetall verliert mit steigenden Zinsen an Attraktivität, weil es selbst keine Zinsen abwirft. Da Gold in der US-Währung gehandelt wird, lastet der durch den Zinsanstieg in den USA stärker werdende Dollar zusätzlich auf den Notierungen. Durch den stärkeren Dollar wird der Erwerb für Anleger außerhalb des Dollarraums künstlich verteuert und die Nachfrage damit gedämpft.

Wegen der zahlreichen geopolitischen Risiken hatten viele Analysten zuletzt mit einem weiteren Goldpreisanstieg gerechnet. Denn Gold gilt bei vielen Anlegern weiter als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten. Die US-Investmentbank Goldman Sachs hatte noch im Februar ihre Goldpreisprognose um 200 Dollar auf 1.450 US-Dollar/Unze per Jahresende angehoben. Nach Angaben des World Gold Council, einer internationalen Lobby-Organisation der Goldbranche, ist die Nachfrage nach Gold im ersten Quartal dieses Jahres gesunken. Nur Notenbanken kaufen im Jahresvergleich mehr von dem Edelmetall. Die Nachfrage aus den Bereichen Schmuck, Industrie sowie Investment ging hingegen zurück.

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Sanktionen lassen Notierungen von Aluminium und Nickel steigen

Die US-Sanktionen gegen Stahl- und Alumniumimporte, die auch nach der jüngsten Grundsatzeinigung mit China im Handelsstreit in Kraft bleiben sollen, haben die Notierungen insbesondere von Aluminium und Nickel seit Anfang April in die Höhe getrieben. Nachdem der russische Aluminium-Oligarch und Putin-Vertraute Oleg Deripaska allerdings Ende April angekündigt hatte, die Kontrolle über seinen Konzern abzugeben, kam der Aluminiumpreis von seinen Höchstständen zuletzt wieder etwas zurück.

Anders die Entwicklung bei Nickel: Auch hier hatten Spekulationen auf einen Angebotsengpass im Zuge der US-Sanktionen zu einem deutlichen Preisanstieg geführt. Doch anders als bei Aluminium hat sich der Preisanstieg auch zuletzt fortgesetzt. Nickel wird in erster Linie zur Stahlveredelung eingesetzt. Die Nachfrage nach Nickel für die Edelstahlproduktion dürfte dabei dieses Jahr deutlich anziehen. So gehen Schätzungen davon aus, dass die weltweite Edelstahlproduktion 2018 um fünf Prozent auf ein neues Rekordhoch von 50,5 Millionen Tonnen zulegen dürfte. Damit fällt der Anstieg zwar nicht mehr so hoch wie in den beiden Vorjahren aus, dennoch könnte die weiterhin anziehende Nachfrage für einen Boden bei den Nickel-Notierungen sorgen.

Nach Einschätzung der International Nickel Study Group (INSG) dürfte das Nickel-Angebot auf dem Weltmarkt auch 2018 deutlich hinter der Nachfrage zurückbleiben. Erst im April erhöhte die INSG ihre Prognose für das erwartete Angebotsdefizit deutlich auf 117.000 Tonnen. Damit dürfte sich das Angebotsdefizit anders als bisher erwartet nicht deutlich reduzieren, sondern ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres verharren.

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02.12.2021 10:44:29

 
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