Infineon hervorragend aufgestellt

Infineon hervorragend aufgestellt

Dienstag, 27. Februar 2018Lesezeit: 3 Minuten

Der Dax-Konzern setzt seine Erfolgsgeschichte der vergangenen Jahren fort: Infineon konnte die Umsätze in allen vier Geschäftsbereichen Automotive, Industrial Power Control, Power Management & Multimarket und Chip Card & Security steigern. Eine gestiegene Netto-Cash-Position verschafft zudem größeren Spielraum für weitere Zukäufe, berichtet das Handelsblatt.

Seit der Vorstandschef Reinhard Ploss vor sieben Jahren die Führung von Infineon übernahm, ging es bergauf. Im Geschäftsjahr 2017, welches am 30. September endete, lag die operative Rendite bei 17,1%. In den zwei Jahren zuvor erreichte der Konzern ca. 15%. Die Anleger profitieren: Die Dividende stieg dieses Jahr um 14% auf EUR 0,25 je Aktie. Auch der Umsatzerlös wuchs um 9% auf ca. EUR 7 Mrd.. Der Jahresüberschuss liegt bei EUR 790 Mio. und legte somit um 6% ggü. dem Vorjahr (EUR 743 Mio.) zu. Aufgrund der gestiegenen Steuern, wuchs der Gewinn jedoch nicht so stark wie der Umsatz.

Umsätze stiegen in jedem Segment

Alle vier Segmente Automotive, Industrial Power Control, Power Management & Multimarket und Chip Card & Security haben im abgelaufenen Jahr zugelegt.

Das Segment Automotive erzielte ein Umsatzplus von 13%. 42% aller Erlöse kommen aus diesem Geschäftsbereich. Mit einer Marge von 15,9% hat das Autogeschäft deutlich zugelegt, bleibt aber weiterhin unter dem Konzerndurchschnitt, da viel Geld in Forschung und Entwicklung gesteckt wird. So möchte der Konzern gut aufgestellt sein, um im Geschäft mit Chiptechnologie für selbstfahrende Autos und Elektrofahrzeuge eine führende Marktposition zu erreichen. 2021 rechnet Infineon mit einem Aufschwung in diesem Gebiet, wenn die strengen Abgasrichtlinien der EU gelten.

Die Sparte Industrial Power Control produziert Halbleiter und deren wuchs 13%. Die Marge stieg um fast 3% auf 15,2% aufgrund von höheren Erlösen sowie geringeren Anlaufkosten der Fabrik in Malaysia.

Das Segment Power Management & Multimarket vertreibt Komponenten für den Mobilfunk und für Computerhersteller. Es erzielte einen Umsatzwachstum von 5% und ist für fast ein Drittel des Konzernumsatzes verantwortlich. Die Marge stieg stark auf 19,9% und liegt somit deutlich über der aller anderen Segmente.

Das kleinste Segment Chip Card & Security konnte seinen Umsatz nur um 1% steigern. Das liegt daran, dass die wichtigen Märkte USA und China mit chipbasierten Bezahlkarten langsam gesättigt sind. Die Marge sinkte von 19,2% auf 17,5%. Gründe hierfür sind Neueinstellungen in der Forschung, höhere Entwicklungskoten und ein vergrößertes Kundenportfolio.

Investitionen steigen

Im Geschäftsjahr 2016 verbuchte das Unternehmen aufgrund der größten Akquisition der Firmengeschichte von International Ratifier lediglich eine Netto-Cash-Position von EUR 471 Mrd.. Dieser stieg im vergangenen Geschäftsjahr auf EUR 618 Mrd. Dies verschafft größeren Spielraum für weitere Zukäufe. Ploss packt ca. eine Milliarde Euro in Investitionen, was vor allem in die Werke floss. Somit stieg die Investitionsquote um 14%. Ein Viertel des Umsatzes stammt aus China. Sollte dessen Konjunktur abkühlen, könnte es das Unternehmen beeinträchtigen. Auch der momentan schwache Dollar stellt eine Herausforderung dar, da die Branche überwiegend in US-Währung abrechnet und der Konzern so unter dem starken Euro leidet.

Die Infineon-Aktie wird aktuell bei EUR 22,36 (27.02.2018) gehandelt. Das Jahreshoch lag bei EUR 25,02 (19.01.2018), das Jahrestief bei EUR 16,59 (28.02.2017). Bei Bloomberg setzen 17 Analysten die Aktie auf Kaufen, 10 auf Halten und 3 auf Verkaufen. Bloomberg Analysten setzen aktuell ein zwölf-Monats-Kursziel von EUR 24,60.

Da der weitere Kursverlauf der Aktie von einer Vielzahl konzernpolitischen, branchenspezifischen und ökonomischen Faktoren abhängig ist, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen können jederzeit anders verlaufen, als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können.

 

Wichtige Risiken:

Marktrisiko: Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung des Aktienkurses von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig ist, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Der Aktienkurs kann sich immer auch anders entwickeln als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können. Zudem sind vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen kein Indikator für die Zukunft.

Emittenten- / Bonitätsrisiko: Anleger sind dem Risiko der Insolvenz, das heißt einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit des Emittenten (Vontobel Financial Products GmbH, Frankfurt am Main) ausgesetzt. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung.

02.03.2021 02:11:16

 
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