Infineon: Aktie vorbörslich unter Druck

Infineon: Aktie vorbörslich unter Druck

Dienstag, 5. Februar 2019 Autor Maciej GajLesezeit: 2 Minuten

Gastbeitrag von Maciej Gaj

Dienstag früh hat der Halbleiterhersteller Infineon seine Bücher geöffnet und überzeugt auf den ersten Blick. Die Vorgaben der Konkurrenz waren bislang gemischt, vorbörslich deutet sich ein merklich schwächerer Handelsstart für das Wertpapier an. Letztlich aber hängt der Kursverlauf vom Ausblick ab.

Ein ähnliches Szenario hat man bereits Montagabend bei Alphabet beobachten können, obwohl der Internetkonzern die Erwartungen der Analysten klar übertroffen hat, fiel das Wertpapier nachbörslich über 2 Prozent. Das muss nicht zwangsläufig auch für Infineon gelten, Investoren richten ihren Blick aber auf die zukünftige Geschäftsentwicklung. Passen diese Kennzahlen wie im vorliegenden Fall nicht, kann lediglich eine Abwärtsvariante für den Kursverlauf gezeichnet werden.

Die Quartalszahlen an sich fielen jedoch im Rahmen der gedämpften Erwartungen aus. Angesichts der Entwicklung in den ersten beiden Quartalen wird erwartet, dass ein Umsatzwachstum am unteren Ende der prognostizierten Spanne erreicht werden kann. Dieses liegt bei 9 Prozent Wachstum gegenüber dem Vorjahr bei einem unterstellten EUR/USD-Wechselkurs von 1,15. Die Segmentergebnis-Marge sollte dabei etwa 17,5 Prozent betragen. In Anbetracht der Abschwächung des Wachstums werden die bisher geplanten Investitionen um 100 bis 200 Millionen Euro gekürzt.

Interessant gestaltet sich aktuell das Kursniveau der Aktie dennoch. Infineon notiert seit Tagen knapp unter dem 200-Tage-Durchschnitt und konsolidiert seinen vorherigen Kurssprung darunter aus. Aufgrund des enttäuschenden Ausblicks dürfte jedoch ein merklicher Pullback zu Beginn des heutigen Handels anstehen. Dies würde sich nicht gerade positiv auf den Mehrfachboden im Bereich von 15,75 Euro auswirken. Auf mittelfristiger Sicht kann ein Trendwechsel aber erst über dem EMA 200 gelingen.


Hürde EMA 200

Technologietitel haben ihre Verluste in den letzten Wochen merklich aufgearbeitet, der Ausblick enttäuscht aber, Short-Positionen auf Infineon unter Beachtung der vorliegenden Zahlen und einer negativen Vorbörse sind möglich. Als kurzfristiger Zielhorizont ist der Bereich um 18,40 Euro zu nennen, darunter bestünde bei entsprechender Abgabebereitschaft der Käufer, die Möglichkeit bis an glatt 18,00 Euro abzugeben. Über ein Investment in das Faktor-Zertifikat auf Infineon mit einem fest eingebauten Hebel kann bei einer rückläufigen Kursentwicklung eine überdurchschnittliche Rendite erwirtschaftet werden. Eine hierzu passendes Stop-Management ist im Bereich von zunächst 19,85 Euro zu betreiben und stetig anzupassen.

Dynamische Kursschwankungen erwarten

Ein mögliches Gegenszenario sieht hingegen oberhalb der runden Kussmarke von 20,00 Euro einen anschließenden Lauf der Infineon-Aktie zum nächsthöheren Widerstand um 20,88 Euro vor. Sollte es unerwartet gelingen auch diesen zu durchbrechen, stünde einem weiteren Lauf bis ein 22,50 Euro nur wenig in Wege, der Dreifachboden im Bereich von 15,75 Euro könnte damit endlich einen Abschluss finden.

5-Jahres-Chart Infineon


Wichtige rechtliche Hinweise

Diese Information ist keine Finanzanalyse, sondern stellt Produktwerbung dar. Sie genügt daher auch nicht den gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit der Finanzanalyse und unterliegt keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen.

Um ausführliche Informationen, insbesondere zur Struktur und zu den mit einer Investition in die derivativen Finanzinstrumente verbundenen Risiken, zu erhalten, sollten potentielle Anleger den Basisprospekt lesen, der nebst den Endgültigen Angebotsbedingungen und etwaigen Nachträgen zu dem Basisprospekt auf der Internetseite des Emittenten, Vontobel Financial Products GmbH, Bockenheimer Landstraße 24, 60323 Frankfurt am Main, zertifikate.vontobel.com veröffentlicht ist. Darüber hinaus werden der Basisprospekt, etwaige Nachträge zu dem Basisprospekt, die Endgültigen Bedingungen sowie das Basisinformationsblatt beim Emittenten zur kostenlosen Ausgabe bereitgehalten.

Anleger werden gebeten, die bestehenden Verkaufsbeschränkungen zu beachten.

Näheres über Chancen und Risiken einer Anlage in derivative Finanzinstrumente erfahren Sie in der Broschüre "Basisinformationen über Wertpapiere und weitere Kapitalanlagen", welche Ihr Anlageberater Ihnen auf Wunsch gerne zur Verfügung stellt.

Im Zusammenhang mit dem öffentlichen Angebot und dem Verkauf der derivativen Finanzinstrumente können Gesellschaften der Vontobel-Gruppe direkt oder indirekt Provisionen in unterschiedlicher Höhe an Dritte (z.B. Anlageberater) zahlen. Solche Provisionen sind im Preis des Finanzinstruments enthalten. Weitere Informationen erhalten Sie auf Nachfrage bei Ihrer Vertriebsstelle.

Ohne Genehmigung darf diese Produktwerbung nicht vervielfältigt bzw. weiterverbreitet werden.

22.04.2019 02:14:20

 
So wollen wir miteinander diskutieren! Beachten Sie bitte unsere Blog-Netiquette.

 

Kommentar schreiben

 

  

 

  

 

* Pflichtfelder müssen ausgefüllt werden