Goldman Sachs, Apple, MasterCard – Die neue Apple Kreditkarte vereint gleich drei Powerhäuser

Goldman Sachs, Apple, MasterCard – Die neue Apple Kreditkarte vereint gleich drei Powerhäuser

Freitag, 30. August 2019Lesezeit: 5 Minuten

Apples Kreditkarte wurde vor einigen Tagen in den USA lanciert und ist bereits in aller Munde. Doch welchen Vorteil erhoffen sich die Kooperationspartner Apple, Goldman Sachs und MasterCard?

Apples lang ersehnte Kreditkarte ist endlich da. Seit Dienstag letzter Woche sind alle knapp 100 Mio. US-amerikanischen iPhone Nutzer zum Beantragen der Karte freigeschaltet. Innerhalb weniger Minuten kann die Apple-Karte völlig kostenfrei über die Wallet App beantragt werden.

Über die Wallet und die APP „Apple Pay“ strebt Apple die selbe Übersichtlichkeit bei Zahlungs- und den persönlichen Finanzdienstleistungen an, wie es Nutzer heute schon von Revolut oder Monzo kennen. Weiterhin wurde seitens Apple klargestellt, dass im Rahmen der Nutzung der Apple Card keine Daten mit dem Vertriebspartner Goldman Sachs noch mit dem vom Verbraucher genutzten Einzelhandel geteilt, ausgewertet oder für Marketingzwecke genutzt werden. Es wird keine Jahresgebühr geben, aber auch keinen Sign-on Bonus für den Kartennutzer.

Die Hoffnungen der Beteiligten

Apples Antrieb und Hintergründe liegen auf der Hand: Neben einem noch höheren Grad an Kundenbindung finden Apple Fans mit der Apple Karte ein edles Add-On für die Wallet App. Doch welchen Mehrwert erhofft sich Goldman Sachs? Die US Amerikanische Investmentbank feiert mit der Apple Karte auch eine Premiere in ihrer langjährigen Betriebsgeschichte: Noch nie hat Goldman Sachs eine Kreditkarte herausgebracht.

Vor kurzem veröffentliche Goldman eine neue Strategie, um die schwankenden Umsätze des Investmentbankings unterstützen zu können: Der Ausbau des Privatkundengeschäfts. Inwiefern Goldman Sachs die Apple Card hier helfend ins Spiel bringen kann, bleibt abzuwarten. Analysten zufolge kostet es Goldman USD 350 pro beantragter Kreditkarte. Die Skepsis der Analysten folgt aus aktuellen Zahlen und wirtschaftlichen Entwicklungen eines sowieso schwierigen, übersättigten Marktes. Die von Goldman berechneten Überziehungszinsen sind vergleichsweise niedrig und die Apple Card kommt völlig gebührenfrei – Analysten errechnen sich für GS bereits jetzt höhere Verluste in einem von großen Player wie JP Morgan Chase, American Express und Citigroup gesättigten Markt.

Laut Goldman Chef David Solomon ist ein mögliches erstes Verlustgeschäft mit der Karte ein nötiges Mittel zum baldigen Erreichen der Marktvorherrschaft im Privatkundengeschäft. Bereits vor drei Jahren wurde die Online-Kreditplattform „Marcus“ von Goldman Sachs eingeführt, um verzinste Sparbücher an klein- und mittelgroße Anleger zu vertreiben. Neben Apple Card und Marcus möchte Goldman in Zukunft ein vergrößertes Universum an Privatanlegerprodukte- und Dienstleistungen anbieten, wodurch Skalen- und Plattformeffekte zu höheren Margen führen könnten.

Mastercard mit gemischten Nachrichten

Mastercard dient Apple im Rahmen der Apple Card als Kreditkartenprovider. Mit mehr als 13.400 weltweit angestellten Mitarbeiter und einem Jahresumsatz von zuletzt knapp USD 12,5 Mrd. ist Mastercard neben VISA einer der großen internationalen Gesellschaften für Zahlungskarten.

Bei der Veröffentlichung der letzten Quartalszahlen am 30. Juli konnte Mastercard die Erwartungen der Analysten übertreffen. Insgesamt konnte der zweitgrößte Zahlungsdienstleister 26,8 Mrd. Transaktionen durchführen – 21% mehr verglichen mit dem Vorjahresquartal. In der globalen Übersicht wuchs die Anzahl der durchgeführten Transaktionen in den USA um 10% und im europäischen Raum um 31% im Vorjahresvergleich. Der Reingewinn konnte um 12,2% auf USD 4,11 Mrd. erhöht werden, was insgesamt über den durchschnittlichen Schätzungen der Analysten von USD 4,08 Mrd. liegt.

Vor einigen Tagen musste Mastercard unschöne Nachrichten veröffentlichen: Knapp 90.000 Kundendatensätze konnten gestohlen und von Dritten im Internet veröffentlicht werden. Und das gerade im Zusammenhang des neu aufgesetzten Bonusprogramms „Priceless Specials“, bei dem Kunden im Rahmen von Transaktionen Bonuspunkte sammeln und anschließend gegen Prämien eintauschen können. Es wurde eine Liste mit Namen, Anschriften, Telefonnummer, Geburtsdaten und teilweise kompletter Kreditkartennummer der Kunden im Internet veröffentlicht. Obwohl Mastercards Zahlungsnetzwerk nicht direkt betroffen ist, könnten allerlei Cyberkriminelle durch Phishing E-Mails versuchen an die Kreditkartenpasswörter der Betroffenen zu gelangen. Laut Mastercard kam es bei einem Dienstleister, der in der Wertschöpfungskette des Bonusprogramm involviert ist, zu einem Sicherheitsvorfall.

Neben alldem Chaos um das neue Bonusprogramm verblüffte Mastercard Analysten und Kunden mit einer anscheinend positiv aufgenommenen Neuigkeit: Laut Jobportal des Zahlungsdienstleisters will Mastercard ein Kyptowährungsteam aufbauen, welches sich um die Entwicklung und den Aufbau eigener Wallet- und Kryptowährungs-Produkte kümmern soll. Nachdem Mastercard bereits als einer der Initiatoren von Facebooks Libra Kryptowährung genannt wurde, ist es naheliegend, dass neben Libra noch weitere Projekte im Bereich der Kryptos anstehen könnten.

Die Aktien im Überblick

Die Apple Aktie wird aktuell bei USD 205,53 (29.08.2019) gehandelt. Das Jahreshoch lag bei USD 233,47 (03.10.2019), das Jahrestief bei USD 142,00 (03.01.2019). Bei Bloomberg setzen 23 Analysten die Aktie auf BUY, 21 auf HOLD und 5 Analysten auf SELL.

Die Goldman Sachs Aktie wird aktuell bei USD 199,17 (29.08.2019) gehandelt. Das Jahreshoch lag bei USD 242,79 (29.08.2018), das Jahrestief bei USD 151,70 (26.12.2019). Bei Bloomberg setzen 13 Analysten die Aktie auf BUY, 12 auf HOLD und 2 Analysten auf SELL.

Die Mastercard Aktie wird aktuell bei USD 278,24 (29.08.2019) gehandelt. Das Jahreshoch lag bei USD 283,33 (29.07.2019), das Jahrestief bei USD 171,89 (24.12.2018). Bei Bloomberg setzen 39 Analysten die Aktie auf BUY, 2 auf HOLD und 2 Analysten auf SELL.

Ausgewählte Risiken:

Korrelationsrisiko: Protect Multi Aktienanleihen beziehen sich auf mehrere Basiswerte, womit der Grad der Abhängigkeit der Wertentwicklung der Basiswerte voneinander (sog. Korrelation) wesentlich für die Beurteilung des Risikos ist, dass mindestens ein Basiswert seine Barriere erreicht. Anleger sollten auch beachten, dass bei mehreren Basiswerten für die Bestimmung des Auszahlungsbetrags in der Regel der Basiswert maßgeblich ist, der sich während der Laufzeit der Wertpapiere am schlechtesten entwickelt hat (sogenannte Worst-of-Strukur), das heißt, dass das Risiko eines Verlustes des investierten Kapitals bei Worst-of-Strukturen wesentlich höher ist als bei Wertpapieren mit nur einem Basiswert.

Marktrisiko: Die Entwicklung der Aktienkurse der jeweiligen Unternehmen ist von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig, die der Anleger bei der Bildung seiner Marktmeinung zu berücksichtigen hat. Der Aktienkurs kann sich auch anders entwickeln als erwartet, wodurch Verluste entstehen können.

Wichtige Hinweise:
Diese Information ist weder eine Anlageberatung noch eine Anlagestrategie- oder Anlageempfehlung, sondern Werbung. Die vollständigen Angaben zu den Wertpapieren, insbesondere zur Struktur und zu den mit einer Investition verbundenen Risiken, sind in dem Basisprospekt, nebst etwaiger Nachträge, sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen beschrieben. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Es wird empfohlen, dass potenzielle Anleger diese Dokumente lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollständig zu verstehen. Die Dokumente sowie das Basisinformationsblatt sind auf der Internetseite des Emittenten, Vontobel Financial Products GmbH, Bockenheimer Landstraße 24, 60323 Frankfurt am Main, Deutschland, unter prospectus.vontobel.com veröffentlicht und werden beim Emittenten zur kostenlosen Ausgabe bereitgehalten. Die Billigung des Prospekts ist nicht als Befürwortung der angebotenen oder zum Handel an einem geregelten Markt zugelassenen Wertpapiere zu verstehen. Bei den Wertpapieren handelt es sich um Produkte, die nicht einfach sind und schwer zu verstehen sein können. In dieser Information sind Angaben enthalten, die sich auf die Vergangenheit beziehen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.

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19.10.2019 06:55:53

 
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