Fresenius: Noch immer auf Kurs zum Rekordjahr – trotz mäßigem Quartalsergebnis

Fresenius: Noch immer auf Kurs zum Rekordjahr – trotz mäßigem Quartalsergebnis

Dienstag, 30. Oktober 2018Lesezeit: 3 Minuten

Nachdem der Gesundheitskonzern Fresenius bereits Mitte Oktober eine Gewinnwarnung ausgegeben hatte, signalisieren auch die aktuellen Quartalszahlen eher das Erreichen des unteren Endes der prognostizierten Bandbreite des Gesamtjahresumsatzes. Fresenius Kabi glänzt, Fresenius Medical Care lässt hingegen zu wünschen übrig.

Der Bad Homburger Medizinkonzern Fresenius musste durch eine schwache Performance der eigenen Tochter Fresenius Medical Care (FMC) im dritten Quartal Einbußen verzeichnen. Das erwartet zähe Geschäft des Dialyseanbieters drückte die Quartalsergebnisse des Konzerns, wodurch das bereinigte operative Ergebnis bei 1,11 Milliarden Euro lediglich stagnierte. Bereits Mitte Oktober hatte der Konzern seine Prognosen für die Ergebnisse des dritten Quartals gesenkt, was zu einem Einbruch der Fresenius Aktie um zeitweise zwölf Prozent führte. Auch das gut laufende Geschäft der auf Nachahmer-Medikamente spezialisierte Sparte Fresenius Kabi konnte die Ergebnisse nicht ausgleichend retten.

Rekordjahr weiterhin im Fokus

Stephan Sturm, Vorstandsvorsitzender von Fresenius, bleibt optimistisch: „Aus einer insgesamt starken Position heraus gehen wir in den Endspurt zu einem neuen Rekordjahr.“ Beflügelt wird diese Aussage durch die „ganz ausgezeichnete“ Entwicklung von Fresenius Kabi, Fresenius Vamed und der spanischen Krankenhauskette Quirónsalud. In Bezug auf die beiden Sorgenkinder Fresenius Medical Care und die Helios-Kliniken Deutschland äußerte sich Sturm vorrausschauend: „Wir arbeiten daran, uns noch besser auf sich verändernde Rahmenbedingungen einzustellen.“ Fresenius schätzt für 2018 nun mit einem fünf bis achtprozentigen Anstieg des Konzernumsatzes im Vergleich zum Vorjahr um das 15. Rekordjahr in Folge zu perfektionieren.

Die Quartalszahlen zusammengefasst

Der Umsatz von Fresenius Medical Care ging wie bereits angekündigt im dritten Quartal um sechs Prozent zum Vorjahr auf rund 4 Milliarden Euro zurück. Alles in Allem sank das Konzernergebnis verglichen zum Q3 2017 um acht Prozent auf 285 Millionen Euro ab.

Nichtsdestotrotz konnte Fresenius im dritten Quartal das bereinigte Konzernergebnis um acht Prozent zum Vorjahr auf 445 Millionen zu erhöhen. Die Erlöse konnten um knapp drei Prozent zum Vorjahr erhöht werden, was einem Gesamterlös von 8,2 Milliarden Euro gleichkommt.

Die Aktien im Überblick

Die Fresenius Aktie wird aktuell bei EUR 56,50 (30.10.2018) gehandelt. Das Jahreshoch lag bei EUR 70,94 (14.06.2018), das Jahrestief bei EUR 56,48 (30.10.2018). Bei Bloomberg setzen 17 Analysten die Aktie auf BUY, 8 auf HOLD und 1 Analyst auf SELL. Das zwölf-Monats-Kursziel wird aktuell auf EUR 74,14 gesetzt.

Die Dialysetochter Fresenius Medical Care notiert zurzeit bei EUR 69,22 (30.10.2018). Das Jahreshoch lag hier bei EUR 91,87 (31.01.2018) und das Jahrestief bei EUR 68.90 (25.10.2018). Bei Bloomberg wird das Unternehmen von 15 Analysten auf BUY, 13 Analysten auf HOLD und von keinem Analysten auf SELL gesetzt. Das zwölf-Monatskursziel wird aktuell auf 90,22 gesetzt.

Da der weitere Kursverlauf der Aktie von einer Vielzahl konzernpolitischer, branchenspezifischer und ökonomischer Faktoren abhängig ist, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen können jederzeit anders verlaufen, als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können.

 

Wichtige Risiken:
Marktrisiko: Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung des Aktienkurses von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig ist, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Der Aktienkurs kann sich immer auch anders entwickeln als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können. Zudem sind vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen kein Indikator für die Zukunft.

Emittenten- / Bonitätsrisiko: Anleger sind dem Risiko der Insolvenz, das heißt einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit des Emittenten (Vontobel Financial Products GmbH, Frankfurt am Main) ausgesetzt. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung.

Rechtliche Hinweise
Bitte beachten Sie, dass bei einer Investition in diese Produkte keine laufenden Erträge anfallen. Die Produkte sind nicht kapitalgeschützt, im ungünstigsten Fall ist ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten bzw. des Garanten droht dem Anleger ein Geldverlust. Anleger sollten in jedem Fall beachten, dass vergangene Wertentwicklungen und/oder Analystenmeinungen kein hinreichender Indikator für künftige Wertentwicklungen sind. Die Wertentwicklung der Basiswerte hängt von einer Vielzahl wirtschaftlicher, unternehmerischer und politischer Faktoren ab, die bei der Bildung einer Markterwartung berücksichtigt werden sollten.

Allein maßgeblich sind die jeweiligen Wertpapierprospekte, die beim jeweiligen Emittenten, Vontobel Financial Products GmbH, Bockenheimer Landstraße 24, 60323 Frankfurt am Main, bzw. HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Königsallee 21/23, D-40212 Düsseldorf, kostenlos erhältlich bzw. im Internet unter www.vontobel-zertifikate.de bzw. www.hsbc-zertifikate.de zum Download verfügbar sind. Anleger werden gebeten, die bestehenden Verkaufsbeschränkungen zu beachten.
04.10.2022 15:57:35

 
So wollen wir miteinander diskutieren! Beachten Sie bitte unsere Blog-Netiquette.

 

Kommentar schreiben

 

  

 

  

 

* Pflichtfelder müssen ausgefüllt werden