Food Delivery: Zu Hause wie im Restaurant essen

Food Delivery: Zu Hause wie im Restaurant essen

Mittwoch, 20. Mai 2020Lesezeit: 4 Minuten

Keine Lust zu kochen und dennoch frisch gekochtes Essen zu Hause genießen? Online-Lieferdienste erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Gemeinsam mit Solactive hat Vontobel einige vielversprechende Unternehmen dieses Segments in einem Index zusammengefasst.

Seit Pizza Hut 1994 den ersten Online-Bestelldienst für Pizza lancierte, ist aus dem Online-Lieferdienst ein Milliardengeschäft geworden. Gemäß Schätzungen von Statista wurden 2019 weltweit rund USD 107 Milliarden in diesem Segment umgesetzt. Bis zum Jahr 2024 soll der globale Umsatz im Online-Delivery-Segment auf USD 184 Milliarden wachsen. Die Folgen der Coronakrise sind in dieser Schätzung bereits berücksichtigt.

Geschätztes weltweites Wachstum von Food Delivery

In Millionen USD

Quelle: Statista.com (Folgen von COVID-19 berücksichtigt), Mai 2020

Gründe für das Wachstum sind zum einen zunehmende Komfortansprüche: Anstatt selbst nach einem langen Arbeitstag eine Mahlzeit am eigenen Herd zuzubereiten, ist es einfacher und bequemer, sich frisches Essen nach Hause liefern zu lassen. Es ist vor allem die Altersgruppe der 25 bis 34-Jährigen, die diese Dienstleistungen 2019 am häufigsten in Anspruch nahm.

Nutzer nach Altersgruppen

In Prozent

Quelle: Statista.com, Global Consumer Survey, Oktober 2019

Historisch gewann zunächst das Modell Restaurant-to-Consumer-Delivery an Bedeutung. Für Restaurants war es ein einfacher Schritt von Telefon auf Online-Bestellungen umzustellen. Unabhängige Online-Bestellplattform wie Delivery Hero erkannten diesen Trend und expandierten in den letzten zehn Jahren weltweit. Globale Fast-Food-Ketten wie Domino's bauten ihren digitalen Vertrieb ebenfalls aus.

Die Auswahl reicht mittlerweile weit über Pizza hinaus: Plattformen wie Just Eat und Takeaway.com, die vor kurzem in einer 6,2 Milliarden-£-Transaktion fusionierten, aggregieren die Angebote verschiedener Restaurants und nehmen die Bestellungen der Kunden entgegen. Für die Vermittlung der Bestellungerhebt der Plattformbetreiber eine Vermittlungsgebühr von den angeschlossenen Restaurants.

Lieferdienst inklusive

Plattformen wie Uber Eats, Grubhub und Deliveroo haben ihr Geschäftsmodell erweitert und bieten die Auslieferung der bestellten Mahlzeiten zum Kunden an (Platform-to-Consumer-Delivery). Für Restaurants hat das den Vorteil, dass unausgelastete Küchenkapazitäten für einen eigenen Lieferdienst genutzt werden können, ohne einen eigenen Lieferdienst aufbauen und unterhalten zu müssen. Dies eröffnet Restaurants einen neuen Absatzkanal mit zusätzlichem Umsatzpotenzial. Gemäß einer Deloitte Studie zu Uber Eats verzeichnete die Mehrheit der Restaurants eine Umsatzsteigerung, nachdem sich diese einer Lieferplattform angeschlossen haben.

Anfänglich hatte das Geschäftsmodell der Platform to Consumer Delivery Mühe Fuß zu fassen. Es birgt ein höheres Betriebsrisiko mit hohen Kosten für die Liefer- und Versorgungslogistik. Für einen rentablen Geschäftsbetrieb bedarf es einer ausreichenden Bevölkerungsdichte. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten ist dieses Segment mittlerweile fast größer als der Bereich des klasischen Bestellservices. Insbesondere in dicht besiedelten Gebieten und generell in Asien gewinnt dieses Geschäftsmodell zunehmend an Bedeutung.

Rege Übernahmeaktivitäten

Aktuell befindet sich die Branche in einer Konsolidierungsphase. Anscheinend versuchen sich viele Unternehmen mittels Zusammenschlüssen und Übernahmen für den Wettbewerb zu positionieren um vom Wachstumspotential der Branche optimal profitieren zu können. So haben beispielsweise Just Eat und Takeaway.com vor kurzem grünes Licht für ihre angestrebte Fusion erhalten. Zudem bewilligte die britische Kartellbehörde die Übernahme von Deliveroo durch Amazon. Laut einer Meldung der Nachrichtenagentur Bloomberg soll Uber Technologies Interesse an der Übernahme des US-Unternehmens Grubhub haben und ein entsprechendes Übernahmeangebot unterbreitet haben.

Solactive Food Delivery Index (NTR)

In Kooperation mit dem Indexanbieter Solactive hat Vontobel die wichtigsten Anbieter im Food-Delivery-Segment im Solactive Food Delivery Index (NTR) zusammengefasst. Die Auswahl erfolgt anhand eines Indexuniversums, welches sich aus börsennotierten Unternehmen aus Industrieländern zusammensetzt. Hierbei muss die Marktkapitalisierung der Unternehmen mindestens USD 750 Millionen betragen. Zudem muss das durchschnittliche tägliche Börsenhandelsvolumen mindestens USD 5 Millionen betragen.

Des Weiteren wird ein Sprachenalgorithmus zur Selektion der Indexmitglieder verwendet. Hierzu werden öffentlich verfügbaren Informationen nach Begriffen durchsucht, die das Indexthema umschreiben. Jedes Unternehmen des Indexuniversums erhält eine Punktzahl, welche vom Fokus des Unternehmens auf die Branche abgeleitet wird. Anschließend wird die Auswahl daraufhin überprüft, ob die Geschäftstätigkeiten einen wesentlichen Anteil im Food-Delivery-Bereich haben. Alle verbleibenden Unternehmen werden entsprechend ihrer Punktzahl eingeordnet. Die 20 Unternehmen mit der höchsten Punktzahl werden gleichgewichtet in den Index aufgenommen Die Anpassung der Indexmitglieder geschieht auf halbjährlicher Basis.

Initiale Indexzusammensetzung:

Das Open-End Partizipationszertifikat auf den Solactive Food Delivery Index (NTR) ermöglicht es Anlegern mit nur einer Investition an der Wertentwicklung des Index teilzuhaben.

Ausgewählte Risiken:

Korrelationsrisiko: Multi Aktienanleihen mit Barriere (Worst of): Dieser Typ der Aktienanleihen bezieht sich auf mehrere Basiswerte. Damit ist der Grad der Abhängigkeit der Wertentwicklung der Basiswerte voneinander (sog. Korrelation) wesentlich für die Beurteilung des Risikos, dass mindestens ein Basiswert seine Barriere erreicht. Anleger sollten beachten, dass bei mehreren Basiswerten für die Bestimmung des Auszahlungsbetrags der Basiswert maßgeblich ist, der sich während der Laufzeit der Wertpapiere am schlechtesten entwickelt hat (sog. Worst-of-Struktur). Das Risiko eines Verlusts des investierten Kapitals ist daher bei Worst-of-Strukturen wesentlich höher als bei Wertpapieren mit nur einem Basiswert.

Marktrisiko: Die Entwicklung der Aktienkurse der jeweiligen Unternehmen ist von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig, die der Anleger bei der Bildung seiner Marktmeinung zu berücksichtigen hat. Der Aktienkurs kann sich auch anders entwickeln als erwartet, wodurch Verluste entstehen können.

Emittenten- / Bonitätsrisiko: Anleger sind dem Risiko ausgesetzt, dass Emittent und Garant ihre Verpflichtungen aus dem Produkt und der Garantie - beispielsweise im Falle einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit / Überschuldung) oder einer behördlichen Anordnung von Abwicklungsmaßnahmen - nicht erfüllen können. Eine solche Anordnung durch eine Abwicklungsbehörde kann im Falle einer Krise des Garanten auch im Vorfeld eines Insolvenzverfahrens ergehen. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung.

Wichtige Hinweise: Diese Information ist weder eine Anlageberatung noch eine Anlagestrategie- oder Anlageempfehlung, sondern Werbung. Die vollständigen Angaben zu den Wertpapieren, insbesondere zur Struktur und zu den mit einer Investition verbundenen Risiken, sind in dem Basisprospekt, nebst etwaiger Nachträge, sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen beschrieben. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Es wird empfohlen, dass potenzielle Anleger diese Dokumente lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollständig zu verstehen. Die Dokumente sowie das Basisinformationsblatt sind auf der Internetseite des Emittenten, Vontobel Financial Products GmbH, Bockenheimer Landstraße 24, 60323 Frankfurt am Main, Deutschland, unter prospectus.vontobel.com veröffentlicht und werden beim Emittenten zur kostenlosen Ausgabe bereitgehalten. Die Billigung des Prospekts ist nicht als Befürwortung der angebotenen oder zum Handel an einem geregelten Markt zugelassenen Wertpapiere zu verstehen. Bei den Wertpapieren handelt es sich um Produkte, die nicht einfach sind und schwer zu verstehen sein können. In dieser Information sind Angaben enthalten, die sich auf die Vergangenheit beziehen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.

14.07.2020 19:21:53

 
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