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Finanzinnovationen für eine gerechtere Investmentwelt

19. Aug. 2021 | 4 Minuten zu lesen

Milliarden Menschen in Schwellenländern haben immer noch nur einen unzureichenden Zugang zu Bankgeschäften, während auch in den Industriestaaten einige Finanzdienstleistungen Individuen mit geringerem Einkommen nur schwer zugänglich sind. Fintech ist im Begriff dies zu ändern und für eine Demokratisierung von Finanzdienstleistungen zu sorgen.

Aktien für jedermann

Im vergangenen Jahr erlangte die mobile Trading App Robinhood auch abseits der Finanzmärkte Berühmtheit. Lockdowns und Kontaktbeschränkungen rund um COVID-19 zwangen viele Menschen zu Hause zu bleiben. Einige verloren ihre Jobs. Insbesondere junge, technologieaffine Menschen hatten nun viel mehr Zeit, sich intensiver mit dem Thema Aktien auseinanderzusetzen. Zudem wurden in den USA staatliche Hilfsprogramme ausgerollt und in Form von Schecks ausgezahlt. Dieses Geld, in Verbindung mit der neu gewonnen Zeit, wurde von vielen dazu genutzt, an den Finanzmärkten aktiv zu werden. Es wurde auch wild spekuliert. Dadurch bekam das Phänomen „Meme-Stocks“ einen wichtigen Schub. Auch wenn das auf diese Weise verstärkte wilde Spekulieren rund um Aktien wie GameStop oder die US-Kinokette AMC Entertainment kritisch gesehen werden kann, können gerade neue Dienstleistungsangebote wie die von Robinhood die Demokratisierung in der Finanzbranche weiter vorantreiben.

Parallel dazu ist die Digitalisierung bereits in vollem Gange. Neue Technologien erleichtern uns bereits in vielen Dingen den Alltag. So längst auch im Bereich Finanzdienstleistungen. Mithilfe neuer Technologien und innovativen Finanzprodukten erreichen sogenannte Fintechs gleich mehrere Dinge, während sie die klassische Finanzindustrie ordentlich durcheinanderwirbeln. Beispielsweise werden Finanzdienstleistungen einer deutlich breiteren Zahl von Menschen zugänglich gemacht. Man denke nur an einige abgelegene Gegenden in Afrika, in denen den Menschen zwar Mobilfunknetze und ein Handy zur Verfügung stehen, Bankfilialen jedoch kaum oder nur schwer zu finden sind. Neue Technologien im Finanzdienstleistungsbereich haben jedoch nicht nur das Potenzial, für eine größere Teilhabe zu sorgen. Neue Methoden der Verschlüsselung können Bankgeschäfte und andere Dienstleistungen noch sicherer machen, während diese deutlich schneller als in der Vergangenheit ausgeführt werden.

Ein schnell wachsender Markt mit vielen Möglichkeiten

Das Beratungs- und IT-Dienstleistungsunternehmen Capgemini hat im Jahr 2019 Verantwortliche im Bankensektor dazu befragt, in welchen Bereichen ihrer Branche Fintech den größten Einfluss in Zukunft haben sollte. Am häufigsten (67 Prozent) wurden virtuelle Geldbörsen (Wallets) und mobile Zahlungen genannt. Dahinter folgten mit 63 Prozent Karten und traditionelle Bezahlmethoden. Lediglich 8 Prozent der Verantwortlichen nannten dagegen den Bereich Wealth- und Asset-Management. Unabhängig davon, wer sich im Finanzsektor, in welchen Bereichen die größten Wirkungen von Fintech verspricht, sicher ist, dass Finanzinstitute laut Capgemini große Summen in digitale Lösungen investieren. Das müssen sie auch.

In vielen Fällen können Startups schon heute einige Finanzdienstleistungen wie Bezahlvorgänge- oder Geldüberweisungen schneller und effizienter als traditionelle Finanzhäuser abwickeln. Darüber hinaus besteht immer mehr die Notwendigkeit, in digitale Lösungen zu investieren, da junge, technologieaffine Gruppen diese verstärkt nachfragen. In dem schnell wachsenden Fintech-Markt ergeben sich viele Möglichkeiten. Laut Deloitte lag das Marktvolumen im Jahr 2019 bei etwa EUR 108 Mrd. Es wird geschätzt, dass dieses bis 2024 auf etwa EUR 188 Mrd. und damit im Schnitt um 11,7 Prozent pro Jahr anwachsen sollte. Dabei werden fünf Trends identifiziert, die die Finanzindustrie in den kommenden Jahren in besonderer Weise prägen sollten:

Einer dieser Bereiche ist Investments & Trading. Darunter fallen Themen wie Robo Advisors. Diese sollen mithilfe der Künstlichen Intelligenz Anlageentscheidungen automatisieren und optimieren. Auch Trading Apps wie Robinhood gehören zu diesem Feld. Die entsprechenden Trends werden vor allem von Millennials getrieben und sorgen dafür, dass auch Haushalte oder Individuen mit geringerem Einkommen, die bisher überhaupt keinen Zugang zu Aktien hatten, nun bequem, einfach und sicher Aktien, Optionen, Zertifikate oder Kryptowährungen handeln können. Laut des US-Aktienbrokers Charles Schwab haben 15 Prozent aller privaten Investoren ihren ersten Trade im Jahr 2020 durchgeführt. Schwab nennt diese neuen Markteilnehmer „Generation Investor“. Zu den weiteren Fintech-Trends zählen digitale Lösungen für Zahlungen & Geldtransfers, persönliche Finanzen, Steuern & Immobilien. Die Bereiche Blockchain & Kryptowährungen gehören ebenso dazu wie der Bereich der Finanzsoftware.

Fintech investierbar gemacht

Die globalen Wachstumsmöglichkeiten für Fintechs erscheinen enorm. Laut McKinsey könnten digitale Finanzdienstleistungen in Verbindung mit Smartphones dafür sorgen, dass rund 1,6 Milliarden Menschen aus Entwicklungsländern ohne Bankkonto ein Zugang zu entsprechenden Dienstleistungen gewährt wird. Dies würde bis 2025 laut Schätzungen das BIP in den Emerging Markets um 6 Prozent steigern. Aber nicht nur in den Emerging Markets, Fintechs haben das Potenzial, die Finanzindustrie auf der ganzen Welt zu verändern und auch in Europa oder in den USA ist das Potenzial groß. Die Gelegenheit ist günstig. Schließlich hat COVID-19 dafür gesorgt, dass sich digitale Trends, auch im Fintech-Bereich, nun noch schneller entwickeln. Die Wachstumspotenziale sind Börsianern nicht verborgen geblieben. So konnten Aktien von Fintechs, gemessen am STOXX Fintech Net Total Return Index, Bankaktien (MSCI World Banks Net Total Return Index) in den vergangenen Jahren klar outperformen.

Die Wachstums- und Renditemöglichkeiten im Fintech-Bereich werden auch immer mehr Privatanlegern zugänglich gemacht. Zum Beispiel mit einem Partizipationszertifikat auf den Vontobel FinTech Index. Dieser Index konzentriert sich auf die fünf Bereiche Payments & Money Transfer (z.B MercadoLibre Inc., PayPal, MasterCard, Adyen); Personal Finance, Tax & Real Estate (z.B Zillow Group, Intuit); Blockchain & Cryptocurrencies (z.B CME Group, Coinbase); Financial Software (z.B. Avalara Inc.) sowie Investment & Trading (z.B. Robinhood, flatexDEGIRO AG). Bei der Auswahl der Indexmitglieder spielen neben der Konzentration der Firmen auf die jeweiligen Megatrends im Fintech-Bereich, Umsätze, Gewinn oder der Marktmacht auch Aspekte wie ESG oder die Mitarbeiterzufriedenheit eine Rolle.

Währungsrisiken: Da die Währung des zugrundeliegenden Index US-Dollar ist und der Index Aktien und Wertpapiere enthält, die in Nicht-Euro Währungen notieren (z.B. US-Dollar), hängt der Wert des Zertifikats auch vom Umrechnungskurs zwischen der jeweiligen Fremdwährung (z.B. US-Dollar) und Euro (Währung des Zertifikats) ab. Dadurch kann der Wert des Zertifikats (in Euro) über die Laufzeit erheblich schwanken.

Die Entwicklung der Aktienkurse der jeweiligen Unternehmen ist von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig, die der Anleger bei der Bildung seiner Marktmeinung zu berücksichtigen hat. Der Aktienkurs kann sich auch anders entwickeln als erwartet, wodurch Verluste entstehen können.

Anleger sind dem Risiko ausgesetzt, dass Emittent und Garant ihre Verpflichtungen aus dem Produkt und der Garantie - beispielsweise im Falle einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit / Überschuldung) oder einer behördlichen Anordnung von Abwicklungsmaßnahmen - nicht erfüllen können. Eine solche Anordnung durch eine Abwicklungsbehörde kann im Falle einer Krise des Garanten auch im Vorfeld eines Insolvenzverfahrens ergehen. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung.

Diese Information ist weder eine Anlageberatung noch eine Anlagestrategie- oder Anlageempfehlung, sondern Werbung. Die vollständigen Angaben zu den Wertpapieren, insbesondere zur Struktur und zu den mit einer Investition verbundenen Risiken, sind in dem Basisprospekt, nebst etwaiger Nachträge, sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen beschrieben. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Es wird empfohlen, dass potenzielle Anleger diese Dokumente lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollständig zu verstehen. Die Dokumente sowie das Basisinformationsblatt sind auf der Internetseite des Emittenten, Vontobel Financial Products GmbH, Bockenheimer Landstraße 24, 60323 Frankfurt am Main, Deutschland, unter prospectus.vontobel.com veröffentlicht und werden beim Emittenten zur kostenlosen Ausgabe bereitgehalten. Die Billigung des Prospekts ist nicht als Befürwortung der angebotenen oder zum Handel an einem geregelten Markt zugelassenen Wertpapiere zu verstehen. Bei den Wertpapieren handelt es sich um Produkte, die nicht einfach sind und schwer zu verstehen sein können. In dieser Information sind Angaben enthalten, die sich auf die Vergangenheit beziehen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.

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