Nordex: Für 2019 deutliches Umsatzwachstum erwartet – dank gefüllter Auftragsbücher

Nordex: Für 2019 deutliches Umsatzwachstum erwartet – dank gefüllter Auftragsbücher

Mittwoch, 27. März 2019Lesezeit: 2 Minuten

Gut gefüllte Auftragsbücher stimmen den Hamburger Windkonzern Nordex zuversichtlich, den Umsatz 2019 auf EUR 3,2 bis 3,5 Mrd. zu steigern. Zudem sorgen die Markteinführung neuer Windturbinenvarianten und die Ausrichtung auf den internationalen Markt für Windkraftanlagen für einen positiven Ausblick.

Der vorgelegte Jahresabschluss bestätigte das Erreichen der Prognose für das Geschäftsjahr 2018. Für das letzte Jahr verbuchte Nordex einen Konzernumsatz von ca. EUR 2,46 Mrd. Dies entsprach einem Rückgang um 20% (EUR 3 Mrd. im Vorjahr). Mit EUR 102 Mio. halbierte sich das EBITDA, während sich das Konzernergebnis letztlich von einem kleinen Gewinn im Vorjahr auf einen Verlust von ca. EUR 84 Mio. hinbewegte. Neben fallenden Preisen für Windanlagen kämpft die Branche infolge der Strafzölle zwischen den Vereinigten Staaten und der Volksrepublik China mit steigenden Kosten für Stahl (dem wichtigsten Bestandteil für Windturbinen), was bei Nordex im Jahr 2018 für einen Gewinneinbruch gesorgt hat. CEO José Luis Blanco setzt seine Hoffnung nun auf das Jahr 2020, denn der Auftragseingang im Projektgeschäft wuchs um 64% auf EUR 3,6 Mrd.

Nordex setzt auf Internationalisierung und neue Windenergieanlage in der 5 Megawatt Klasse

Zu den wichtigsten Projekten in diesem Jahr gehört die Markteinführung einer neuen Turbinenvariante. Denn damit steigt Nordex in das Marktsegment mit Windkraftturbinen mit einer Leistung ab 5 Megawatt ein. Die entsprechende Präsentation ist schon für Anfang April geplant. Damit will das Unternehmen eine weitere Produktlücke schließen und für einen kräftigen Ergebnissprung sorgen.

Während der deutsche Windturbinenbauer 2017 hierzulande noch 282 Anlagen aufstellte, waren es im vergangenen Jahr gerade noch 72, schrieb das Handelsblatt. Der Marktanteil in Deutschland sank laut der Fachagentur Windenergie an Land daher um 5%. Das Unternehmen hat deswegen in den vergangenen Jahren stärker auf eine Internationalisierung gesetzt. Und es hat sich ausgezahlt: 2018 wurde erstmals mehr als die Hälfte der Anlagen außerhalb Europas installiert, größtenteils in den USA und Lateinamerika. „Dank unserer internationalen Ausrichtung können wir das Tief auf dem deutschen Markt mittlerweile wieder fast auffangen. In den USA gehören wir zu den Top drei Herstellern“, erklärte Blanco. Auch in Lateinamerika und Europa laufe es gut. „Global planen wir, unsere Marktanteile im nächsten Jahr weiter zu vergrößern“, meinte Blanco weiterhin.

Gefüllte Auftragsbücher: Nordex erwartet für 2019 deutliches Umsatzwachstum

Blanco setzt seine Hoffnungen vor allem auf ein deutlich gefülltes Auftragsbuch. Die Aufträge stiegen im Vergleich zum Vorjahr von EUR 2,2 Mrd. auf EUR 3,6 Mrd. Das Jahr 2020 soll nach drei schwachen Jahren nun die Wende für Nordex bringen, während 2019 noch eine Art „Übergangsjahr“ werde. Trotzdem planen die Hamburger in diesem Jahr dank der vollen Auftragsbücher ein Umsatzplus auf EUR 3,2 bis 3,5 Mrd. Außerdem sollen die Aufträge wieder profitabler werden: Für das operative Ergebnis wird in diesem Jahr eine EBITDA-Marge von 3-5% erwartet. Im Vorjahr lag die Marge bei 4,1%. Der weitere Verlauf bleibt dennoch abzuwarten.

Nordex Aktie nach Zahlen weiter im Aufwind: Ausblick überzeugt Anleger

Die gute Umsatzprognose beflügelte bereits die Aktie des Windturbinen-Herstellers. Das lag insbesondere am interessanten Ausblick, an den ambitionierten Wachstumszielen und am hohen Auftragsbestand. Die Aktie zählt bereits zu den Top-Gewinnern im TecDax und im Nebenwerte-Index SDax.

Die Nordex Aktie im Überblick

Die Nordex Aktie wird aktuell bei EUR 14,45 (27.03.2019) gehandelt, was dem Jahreshoch entspricht. Das Jahrestief lag bei EUR 7,07 (29.03.2018). Bei Bloomberg setzen 5 Analysten die Aktie auf BUY, 4 Analysten auf HOLD und 5 Analysten auf SELL.

Da der weitere Kursverlauf der Aktie von einer Vielzahl konzernpolitischen, branchenspezifischen und ökonomischen Faktoren abhängig ist, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen können jederzeit anders verlaufen, als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können.

13.11.2019 08:18:43

 
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