EU-Kommission stuft Atomkraft als nachhaltig ein

EU-Kommission stuft Atomkraft als nachhaltig ein

Donnerstag, 3. Februar 2022, 1 KommentarLesezeit: 3 Minuten

Europa soll bis 2050 klimaneutral werden. Bereits zum Jahre 2030 sollen 55 Prozent der Treibhausgase im Vergleich zu 1990 eingespart werden. Die Vorschläge, um die europäischen Klimaziele zu erreichen, sind zahlreich – dazu zählen unter anderem der Einsatz von erneuerbaren Energien, eine Verschärfung des bestehenden EU-Emissionshandelssystems oder CO2-Grenzwerte für Pkw. Weitaus kontroverser wird ein neuer Vorstoß der EU-Kommission zur Taxonomie diskutiert, Investitionen in Atomkraftwerke unter bestimmten Auflagen als klimafreundlich einzustufen.

 

Die Entscheidung der EU-Kommission

Die zuständige EU-Kommissarin Mairead McGuinness sprach von einem Rechtstext, der zwar nicht perfekt sei, jedoch eine echte Lösung biete. Die Kommissionsexperten sehen in der Atomkraft eine Möglichkeit, den Übergang hin zu erneuerbaren Energien zu gewährleisten. So sind Atomkraftwerke nun bis zum Jahr 2045 als nachhaltig klassifiziert, sofern ein konkreter Plan für die Endlagerung der radioaktiven Abfälle vorliegt. Auch Investitionen in Gaskraftwerke sollen bis zum Jahr 2030 als nachhaltig gelten, sofern sie „schmutzige“ Gaskraftwerke ersetzen und bis 2035 komplett mit klimafreundlicheren Gasen, wie Wasserstoff, betrieben werden. Kurz gesagt definiert die EU-Taxonomie, ob sich eine Investition nachhaltig nennen darf. Sie dient als Transparenzinstrument für Unternehmen und Investoren, damit diese in Zukunft bei Investitionen in klimafreundliche Projekte von der gleichen Grundlage ausgehen können.

 

 

 

Atomstrom rund um die Welt

Unabhängig davon, ob die Änderung umstritten ist, könnte sie der Kernkraft in Europa weiter Auftrieb verleihen. Während in Deutschland Ende des Jahres 2022 das letzte Atomkraftwerk vom Netz gehen soll, halten jedoch viele andere Länder am Atomstrom fest oder wollen dessen Anteil an ihrem Strommix sogar ausbauen. Vor allem Frankreich setzt in Europa auf Kernkraft. Doch insbesondere außerhalb von Europa werden Atomkraftwerke immer beliebter, um dem wachsenden Strombedarf der Schwellenländer gerecht zu werden.

Allen voran China plant, seine Umweltziele mit dem Bau neuer Atomkraftwerke zu erfüllen. Laut statistischem Bundesamt sind dort für die nächsten zehn Jahre ganze 44 neue Atomkraftanlagen geplant. Währenddessen sind in Russland 24 Atomkraftwerk-Bauprojekte geplant. Indien liegt mit 14 Anlagen auf dem dritten Platz. China und Indien haben eine rasant wachsende Nachfrage nach Strom, welche momentan noch überwiegend mit Kohlekraftwerken gedeckt wird. Überraschenderweise will auch Japan viele der einst abgeschalteten Atomkraftwerke wieder in Betrieb nehmen und so bis 2050 den Anteil des Atomstroms am Energiemix von den heutigen sechs Prozent auf 22 Prozent steigern und sich somit unabhängiger von Energieimporten machen.

Vontobel Nuclear Energy Index

Eine Möglichkeit, in das Thema Atomenergie zu investieren, stellt der neue Vontobel Nuclear Energy Index dar. Mithilfe des Open-End Partizipationszertifikats auf den Vontobel Nuclear Energy Index können interessierte Anleger an der Wertentwicklung von Unternehmen aus Industrie- und Schwellenländern teilhaben, die sich entweder mit der Förderung von Uran oder der Atomenergie beschäftigen sowie nuklear-nahe Technologien oder Dienstleistungen, zum Beispiel Ingenieurdienstleistungen rund um den Bau von Atomkraftwerken (der französische Baukonzern Vinci), anbieten. Die entsprechende Einteilung erfolgt entsprechend dem FactSet Revere Business Industry Classification System (RBICS). Der Index setzt sich aus 24 Branchenvertretern mit der höchsten Marktkapitalisierung zusammen. Für die Verwaltung des Index fällt eine Indexgebühr in Höhe von 1,25 Prozent p.a. an. Da der Index in US-Dollar berechnet wird, besteht ein Fremdwährungsrisiko für Anleger in einer abweichenden Produktwährung.

Ausgewählte Risiken:

Währungsrisiken: Da die Währung des zugrundeliegenden Index US-Dollar ist und der Index Aktien und Wertpapiere enthält, die in Nicht-Euro Währungen notieren (z.B. US-Dollar), hängt der Wert des Zertifikats auch vom Umrechnungskurs zwischen der jeweiligen Fremdwährung (z.B. US-Dollar) und Euro (Währung des Zertifikats) ab. Dadurch kann der Wert des Zertifikats (in Euro) über die Laufzeit erheblich schwanken.

Emittenten- / Bonitätsrisiko: Anleger sind dem Risiko ausgesetzt, dass Emittent und Garant ihre Verpflichtungen aus dem Produkt und der Garantie - beispielsweise im Falle einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit / Überschuldung) oder einer behördlichen Anordnung von Abwicklungsmaßnahmen - nicht erfüllen können. Eine solche Anordnung durch eine Abwicklungsbehörde kann im Falle einer Krise des Garanten auch im Vorfeld eines Insolvenzverfahrens ergehen. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung.

Wichtige Hinweise: Diese Information ist weder eine Anlageberatung noch eine Anlagestrategie- oder Anlageempfehlung, sondern Werbung. Die vollständigen Angaben zu den Wertpapieren, insbesondere zur Struktur und zu den mit einer Investition verbundenen Risiken, sind in dem Basisprospekt, nebst etwaiger Nachträge, sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen beschrieben. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Es wird empfohlen, dass potenzielle Anleger diese Dokumente lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollständig zu verstehen. Die Dokumente sowie das Basisinformationsblatt sind auf der Internetseite des Emittenten, Vontobel Financial Products GmbH, Bockenheimer Landstraße 24, 60323 Frankfurt am Main, Deutschland, unter prospectus.vontobel.com veröffentlicht und werden beim Emittenten zur kostenlosen Ausgabe bereitgehalten. Die Billigung des Prospekts ist nicht als Befürwortung der angebotenen oder zum Handel an einem geregelten Markt zugelassenen Wertpapiere zu verstehen. Bei den Wertpapieren handelt es sich um Produkte, die nicht einfach sind und schwer zu verstehen sein können. In dieser Information sind Angaben enthalten, die sich auf die Vergangenheit beziehen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.

27.11.2022 15:22:55

 
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1 Kommentar

Helmut Klotz

19. Februar 2022 um 17:40 Uhr

Der Ausstieg aus dem Atom-Strom in Deutschland ist eine

falsche Entscheidung. Die Alternative wird sein, in Europa Strom zu kaufen und der stammt dann auch wieder aus Atomkraftwerken oder noch schlimmer, aus unsauberer

Stromgewinnung.

 

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