Erfolgreiches Geschäftsjahr 2017 für Volkswagen trotz Dieselkrise

Erfolgreiches Geschäftsjahr 2017 für Volkswagen trotz Dieselkrise

Mittwoch, 14. März 2018Lesezeit: 2 Minuten

Der Volkswagen-Konzern präsentierte am Dienstag seinen Geschäftsbericht 2017 auf der Jahrespressekonferenz und meldete positive Kennzahlen: Die Anzahl der ausgelieferten Fahrzeuge, der Konzernumsatz und das operative Ergebnis stiegen im Geschäftsjahr 2017 auf Rekordniveau.

Der Volkswagen Konzern hat am Dienstag seinen Geschäftsbericht 2017 veröffentlicht und ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2017 präsentiert. Der deutsche Automobilhersteller konnte bei fast allen wesentlichen Kennzahlen Rekordwerte erreichen. Weltweit wurden 10,7 Mio. Fahrzeuge ausgeliefert, 4,3% mehr als im Jahr 2016 und mehr als je zuvor.

Die Umsatzerlöse stiegen 2017 auf EUR 230,7 Mrd. um 6,2 % gegenüber dem Vorjahreswert (EUR 217,9 Mrd.), und somit auf eine neue Bestmarke, berichtete Finanzvorstand Frank Witter auf der Jahrespressekonferenz. Das operative Ergebnis betrug EUR 13,8 Mrd. und ist laut Witter, das beste Ergebnis, das der VW Konzern je erreicht hat. Grund dafür sind positive Volumen-, Mix- und Margeneffekte sowie verbesserte Produktkosten.

Das Finanzergebnis 2017 ist von EUR 0,2 Mrd. im Jahr 2016 auf EUR 0,1 Mrd. gesunken. Das Ergebnis nach Steuern lag bei EUR 11,6 Mrd. (EUR 5,4 Mrd. im Vorjahr). Mit 16,3% war die Steuerquote 2017 erheblich geringer, verglichen zum Vorjahr mit 26,2%. Das lag an der beschlossenen US-Steuerreform, die zu einem einmaligen positiven, nicht liquiditätswirksamen Bewertungseffekt in Höhe von EUR 1,0 Mrd. führte.

Positiver Ausblick für 2018

Für das Jahr 2018 erwartet der deutsche Automobilhersteller einen Anstieg der Auslieferungen, die den Vorjahreswert moderat übertreffen werden. Es wird ein Anstieg der Umsatzerlöse um bis zu 5% über den Vorjahreswert erwartet. Herausforderungen ergeben sich besonders aus dem konjunkturellen Umfeld, der steigenden Wettbewerbsintensität, der volatilen Wechselkursverläufen sowie der Dieselthematik.

Vorstandsvorsitzender Matthias Müller kündigte an, das bis Ende 2022 an 16 Standorten weltweit batterieelektrische Fahrzeuge produziert werden sollen. Derzeit werden im Konzern an drei Standorten E-Fahrzeuge produziert. Um für den außerordentlichen Ausbau der umweltfreundlichen Elektromobilität die Batteriekapazitäten zu sichern, wurden bereits Partnerschaften mit Batterieherstellern für Europa und für China eingegangen.

Aktienkurs im Überblick

Stammaktionäre erhalten eine Dividende von EUR 3,90 je Aktie (Vorjahr: EUR 2,00) und Vorzugsaktionäre eine Dividende von EUR 3,96 je Aktie (Vorjahr: EUR 2,06). Die VW-Vorzugsaktie wird aktuell bei EUR 155,84 (13.03.2018) gehandelt. Das Jahreshoch lag bei EUR 188,44 (22.01.2018), das Jahrestief bei EUR 125,54 (31.08.2017). VW weist aktuell ein P/E Ratio von 6,90 und eine Marktkapitalisierung von EUR 79,28 Mrd. aus. Bei Bloomberg setzen 25 Analysten die Aktie auf Kaufen und jeweils 4 auf Halten und Verkaufen. Bloomberg Analysten setzen aktuell ein zwölf-Monats-Kursziel von EUR 193,63.

Da der weitere Kursverlauf der Aktie von einer Vielzahl konzernpolitischen, branchenspezifischen und ökonomischen Faktoren abhängig ist, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen können jederzeit anders verlaufen, als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können.

 

Wichtige Risiken:

Marktrisiko: Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung des Aktienkurses von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig ist, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Der Aktienkurs kann sich immer auch anders entwickeln als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können. Zudem sind vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen kein Indikator für die Zukunft.

Emittenten- / Bonitätsrisiko: Anleger sind dem Risiko der Insolvenz, das heißt einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit des Emittenten (Vontobel Financial Products GmbH, Frankfurt am Main) ausgesetzt. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung. Anleger sollten beachten, dass es sich bei Turbo-Optionsscheinen und Mini Futures um besonders risikoreiche Instrumente der Vermögensanlage handelt.

20.02.2019 05:52:31

 
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