E-Mobilität sorgt für florierende Geschäftsbereiche

E-Mobilität sorgt für florierende Geschäftsbereiche

Donnerstag, 8. April 2021Lesezeit: 6 Minuten

Die E-Mobilität und die Digitalisierung im Allgemeinen sind bedeutende globale Trends, die einigen Unternehmen und Branchen florierende Zeiten bescheren. Dazu zählt Deutschlands größter Halbleiterhersteller Infineon, denn die Mikrochips und Halbleiter sind aufgrund der beiden Megatrends aktuell gefragter denn je. Ebenso passen die Produkte des Batterieherstellers Varta optimal in den Zeitgeist und so war ausgerechnet das Krisenjahr 2020 das bisher beste Geschäftsjahr der Unternehmensgeschichte. Auch der größte deutsche Automobilkonzern Volkswagen legt den Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft und investiert in hohem Maße in die Bereiche E-Mobilität und Batterieentwicklung. So will CEO Herbert Diess den Automobilkonzern fit für die Zukunft machen, um auch nach der Ära der Verbrenner weiterhin einer der führenden Automobilhersteller zu sein.

Volkswagen setzt auf E-Mobilität

Wie kaum ein anderer Autohersteller treibt der größte deutsche Automobilkonzern Volkswagen die E-Mobilität konsequent voran. Die E-Mobilitäts-Offensive, welche insbesondere vom Vorstandsvorsitzenden Herbert Diess initiiert und stark gefördert wird, beinhaltet eine radikale Umstellung der bisherigen Produktpalette. Die Wolfsburger reduzieren massiv ihre Modellpalette und stellen ab 2026 die Produktion reiner Verbrennungsmotor ein. Der Kern der E-Offensive des Volkswagen Konzerns ist das E-Auto für alle, denn bis 2024 soll ein Elektroauto für unter EUR 20.000 auf den Markt kommen, sodass E-Mobilität für die breite Masse erschwinglich werden soll. Alleine bis 2025 will Volkswagen den Absatz reiner Elektro-Autos auf 3 Mio. Fahrzeuge pro Jahr steigern. Mehr als 70 neue, elektrifizierte Konzernmodelle sollen auf den Markt kommen, darunter 50 reine Elektrofahrzeuge. Für die E-Offensive investiert der Konzern mit rund EUR 30 Mrd. bis Ende 2022 kräftig in die Zukunft. Dazu kommen weitere EUR 15 Mrd., die das Joint Venture in China in den kommenden Jahren investiert. Unter anderem beinhaltet dies den Bau des neuen Kompetenzzentrums und E-Mobilitäts-Hub in der chinesischen Provinz Anhui. Hier soll die Produktion des modularen E-Antriebs-Baukasten, kurz MEB, entstehen, der ein zentraler Bestandteil des neuen und vollelektrischen Fahrzeugportfolios ist. Mit dem modularen E-Antriebs-Baukasten können die technischen Möglichkeiten der E-Mobilität voll ausgeschöpft werden und so ist es möglich, damit als Basis mehrere Modelle vom Kompaktauto über SUVs bis zum Bus zu produzieren. Bis 2028 sollen weltweit bis zu 15 Mio. E-Autos auf MEB-Basis hergestellt werden und erhebliche Skaleneffekte garantieren, sodass dadurch die Herstellung von E-Autos im Volumensegment ermöglicht wird. Erstes Modell auf MEB-Basis ist der kompakte Volkswagen ID.3, der letztes Jahr Premiere feierte.

Auch bei der Entwicklung der Batterien mischt der Autokonzern aus Wolfsburg mit, denn auch hier investiert Volkswagen im großen Stil in diverse Projekte. Eines dieser Investments in das bislang rund USD 300 Mio. flossen, ist das amerikanische Batterieunternehmen Quantumscape. Die Kalifornier forschen im Bereich der Festkörper-Akkus, welche Im Vergleich zu den herkömmlichen Lithium-Ionen-Akkus eine doppelt so hohe Energiedichte aufweisen. Dadurch sollen die Ladezeiten erheblich reduziert werden, was ein enormer Fortschritt für Volkswagen und deren E-Mobilitäts-Offensive wäre.

 

Enorme Nachfrage sorgt bei Infineon für Lieferengpässe

Aufgrund des anhaltenden Trends der E-Mobilität steigt infolgedessen die Nachfrage nach Elektronik-Chips und Halbleitern, wovon allen voran die Hersteller dieser, wie beispielsweise die Infineon Technologies AG, profitieren. Ohne die Halbleiter funktioniert in der digitalen und vernetzten Welt wenig, da sie ein Grundmaterial für Mikrochips sind, die in sämtlicher Elektronik stecken. Gerade die E-Mobilität aber auch die Corona-Krise und der daraus resultierende erhöhte Bedarf nach Digitalisierung und technologischen Neuerungen hat die Nachfrage nach Mikrochips und Halbleitern massiv erhöht. Dieser Bedarf nach Computerchips führte beim Hersteller Infineon zu Lieferengpässen. Unternehmenschef Reinhard Ploss erwartet weiterhin eine sehr hohe Nachfrage, weswegen Infineon noch Monate mit dem Chip-Mangel zu kämpfen haben wird. Dazu kam im Februar dieses Jahres der Ausfall des Werks im amerikanischen Austin (Texas). Denn ungewöhnlich tiefe Temperaturen im Süden der USA sorgten für großflächige Stromausfälle, wodurch die dort angesiedelte Chip-Produktion stark behindert wurde. Mittlerweile wird die Produktionskapazität sukzessive hochgefahren und soll ab Juni die ursprüngliche Fertigungskapazität erreichen. Infineon möchte deshalb weiter wachsen, um dem steigenden Bedarf nach ihren Produkten gerecht zu werden. Daher plant das Unternehmen Investitionen in Höhe von rund EUR 1,1 Mrd., um so die bestehenden Produktionskapazitäten am Standort Dresden in den nächsten fünf Jahren weiter auszubauen. Die hohe Nachfrage bzw. der hohe Absatz spiegelt sich ebenso im Aktienkurs des Unternehmens wider, denn seit Wochen steigt die Aktie stark und erreichte am 01.04.2021 das Jahreshoch von EUR 36,60. Insbesondere wegen der E-Mobilität und der Digitalisierung zeigt der langfristige Trend bei Infineon daher steil nach oben.

Varta setzt auf neue Batteriezellen

Dem deutsche Batteriehersteller Varta gelang es trotz Krise, das vergangene Geschäftsjahr 2020 sehr erfolgreich abzuschließen und damit war dies sogar das bisher beste in der 135-jährigen Unternehmensgeschichte. Demnach konnte das Unternehmen aus Ellwangen den Umsatz, im Vergleich zum Vorjahr, um stolze 140 Prozent steigern. Des Weiteren konnte Varta die Eigenkapitalquote auf rund 44 Prozent erhöhen und startet aufgrund eines immensen Investitionsprogrammes laut dem Finanzvorstand Armin Hessenberger „quasi schuldenfrei in das Jahr 2021.“ Dabei waren und sind immer noch die aufladbaren Lithium-Ionen-Zellen maßgeblich für das Umsatzwachstum verantwortlich. Auch die Expansionspläne lassen das Unternehmen zuversichtlich in die Zukunft blicken. Demnach liegt das Hauptaugenmerk des Unternehmens auf der E-Mobilität. Hierfür soll bis zum Ende des Jahres 2021 eine Pilotlinie zur Herstellung von hochleistungsfähigen Lithium-Ionen-Rundzellen und Batterien am Standort Ellwangen errichtet werden. Die Batterien sollen vor allem bei neuen und leistungsstarken Elektrofahrzeugen Verwendung finden. Mit diesem Schritt möchte das Unternehmen Batterien mit speziellen Eigenschaften an den Markt der E-Mobilität bringen. Laut dem Varta-Chef Herbert Schein soll es möglich sein, die Batteriezelle mit dem Namen V4Drive innerhalb von nur sechs Minuten aufzuladen. Als nächsten Schritt sieht Schein vor, die neuen Batteriezellen mit Brennstoffzellen oder optimierten Reichweiten-Verlängerung zu kombinieren, um somit noch effizientere und schnellere Ladekapazitäten zu ermöglichen.

Die Aktien im Überblick


Die Aktie der Volkswagen AG wird aktuell bei EUR 305,20 (07.04.2021) gehandelt. Das Jahreshoch wurde bei EUR 327,20 (18.03.2021) und das Jahrestief bei EUR 128,00 (24.04.2020) erreicht. Bei Bloomberg setzen 8 Analysten die Aktie auf BUY, 4 auf HOLD und ein Analyst setzt sie auf SELL.


Die Aktie der Infineon Technologies AG wird aktuell bei EUR 36,24 (07.04.2021) gehandelt. Das Jahreshoch wurde bei EUR 36,60 (01.04.2021) und das Jahrestief bei EUR 14,88 (07.04.2020) erreicht. Bei Bloomberg setzen 20 Analysten die Aktie auf BUY, 10 auf HOLD und 2 Analysten setzen sie auf SELL.


Die Aktie der Varta AG wird aktuell bei EUR 122,65 (07.04.2021) gehandelt. Das Jahreshoch wurde bei EUR 181,30 (28.01.2021) und das Jahrestief bei EUR 63,30 (07.04.2020) erreicht. Bei Bloomberg setzen 0 Analysten die Aktie auf BUY, 4 auf HOLD und 4 Analysten setzt sie auf SELL.

Ausgewählte Risiken

Korrelationsrisiko: Multi Aktienanleihen mit Barriere (Worst of): Dieser Typ der Aktienanleihen bezieht sich auf mehrere Basiswerte. Damit ist der Grad der Abhängigkeit der Wertentwicklung der Basiswerte voneinander (sog. Korrelation) wesentlich für die Beurteilung des Risikos, dass mindestens ein Basiswert seine Barriere erreicht. Anleger sollten beachten, dass bei mehreren Basiswerten für die Bestimmung des Auszahlungsbetrags der Basiswert maßgeblich ist, der sich während der Laufzeit der Wertpapiere am schlechtesten entwickelt hat (sog. Worst-of-Struktur). Das Risiko eines Verlusts des investierten Kapitals ist daher bei Worst-of-Strukturen wesentlich höher als bei Wertpapieren mit nur einem Basiswert.

Marktrisiko: Die Entwicklung der Aktienkurse der jeweiligen Unternehmen ist von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig, die der Anleger bei der Bildung seiner Marktmeinung zu berücksichtigen hat. Der Aktienkurs kann sich auch anders entwickeln als erwartet, wodurch Verluste entstehen können.

Emittenten- / Bonitätsrisiko: Anleger sind dem Risiko ausgesetzt, dass Emittent und Garant ihre Verpflichtungen aus dem Produkt und der Garantie - beispielsweise im Falle einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit / Überschuldung) oder einer behördlichen Anordnung von Abwicklungsmaßnahmen - nicht erfüllen können. Eine solche Anordnung durch eine Abwicklungsbehörde kann im Falle einer Krise des Garanten auch im Vorfeld eines Insolvenzverfahrens ergehen. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung.

Wichtige Hinweise: Diese Information ist weder eine Anlageberatung noch eine Anlagestrategie- oder Anlageempfehlung, sondern Werbung. Die vollständigen Angaben zu den Wertpapieren, insbesondere zur Struktur und zu den mit einer Investition verbundenen Risiken, sind in dem Basisprospekt, nebst etwaiger Nachträge, sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen beschrieben. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Es wird empfohlen, dass potenzielle Anleger diese Dokumente lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollständig zu verstehen. Die Dokumente sowie das Basisinformationsblatt sind auf der Internetseite des Emittenten, Vontobel Financial Products GmbH, Bockenheimer Landstraße 24, 60323 Frankfurt am Main, Deutschland, unter prospectus.vontobel.com veröffentlicht und werden beim Emittenten zur kostenlosen Ausgabe bereitgehalten. Die Billigung des Prospekts ist nicht als Befürwortung der angebotenen oder zum Handel an einem geregelten Markt zugelassenen Wertpapiere zu verstehen. Bei den Wertpapieren handelt es sich um Produkte, die nicht einfach sind und schwer zu verstehen sein können. In dieser Information sind Angaben enthalten, die sich auf die Vergangenheit beziehen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.

08.05.2021 08:36:24

 
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