Deutsche Post: Prognoseanhebung und gute Q-Zahlen heben Stimmung

Deutsche Post: Prognoseanhebung und gute Q-Zahlen heben Stimmung

Dienstag, 6. August 2019 Autor Maciej GajLesezeit: 2 Minuten

Gastbeitrag von Maciej Gaj

Höherer Portokosten und erfolgreiche Umstrukturierungsmaßnahmen haben der Deutschen Post eine positive Geschäftsentwicklung verschafft. Erwartungsgemäß konnte die Aktie von dieser Nachricht profitieren und legt nach den jüngsten Markturbulenzen merklich an Wert zu.

Im zweiten Quartal hat der global operierende Post und Paketzusteller Deutsch Post DHL Group seinen Umsatz und Ergebnis steigern können. Ersterer steigt um 3,0 Prozent auf 15,5 Mrd. Euro, beim operativen Ergebnis (EBIT) konnte eine Steigerung von 2,9 Prozent auf 769 Mio. Euro erzielt werden. Darüber hinaus hat der Konzern seine Jahresprognose für 2019 angehoben. Besonders erfreulich zeigt sich die Gewinnsteigerung beim Paketversand, nachdem letztes Jahr noch Rückgänge zu verzeichnen waren. Deutsche Post Vorstand Frank Appel sagte: „Wir erwarten für das zweite Halbjahr weitere Ergebnisverbesserungen, trotz des herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Umfelds“. Die Prognose für das Jahr 2020 hat die Deutsche Post DHL Group bestätigt.

Chart der Deutsche Post AG Aktie

Mittelfristiges Kaufsignal in Arbeit

Technisch präsentiert sich das Wertpapier der Deutschen Post seit Sommer letzten Jahres in einer Stabilisierungsphase, nachdem zuvor die Kursnotierungen Ende 2017 auf 41,36 Euro zurückgefallen waren. Interessant hierbei gestaltet sich die Form der bisherigen Konsolidierungsphase, hier ist eine eindeutige inverse SKS-Formation anzutreffen, die allerdings noch nicht aktiviert worden ist. Die dazugehörige blau gekennzeichnete Nackenlinie verläuft leicht abfallend um 31,00 Euro. Die deutlich besseren Quartalszahlen und vor allem Gewinnaussichten auch für das Jahr 2020 könnten dem Papier trotz widriger Marktgegebenheiten eine positive Tendenz für die nächsten Monate verleihen.

Besser als erwartet

Grundsätzlich müssen Investoren bei der Deutschen Post einen langen Atem haben. Die noch nicht aufgelöste inverse SKS-Formation könnte zunächst einmal eine Fortsetzung des Seitwärtstrends bereithalten. Erst bei einem nachhaltigen Ausbruch über die dazugehörige Nackenlinie um 31,00 Euro dürfte anschließendes Kurspotenzial in Richtung 32,20 Euro freigesetzt werden. Nach einem anschließenden Pullback würde die mittelfristige Zielzone bei 38,00 Euro in den Fokus der Käufer geraten und beispielsweise über ein mit einem konstanten Hebel von 8 ausgestattete Faktor Zertifikat Long auf Deutsche Post nachgehandelt werden. Auf der Unterseite gestaltet sich das Niveau der rechten Schulter bei 26,07 Euro als wichtige Schaltmarke. Ein Kursrutsch unter diese könnte den Bodenbildungsprozess seit Sommer letzten Jahres merklich in Gefahr bringen und Kursabschläge zunächst in den Bereich von 25,18 Euro hervorrufen, darunter sogar an die Jahrestiefs aus Anfang 2019 bei 23,36 Euro bereithalten. Die inverse SKS-Formation würde damit Geschichte werden.

Weitere Hebelzertifikate auf die Deutsche Post AG finden Sie hier

Wichtige rechtliche Hinweise

Da der weitere Kursverlauf der Aktie von einer Vielzahl konzernpolitischen, branchenspezifischen und ökonomischen Faktoren abhängig ist, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen können jederzeit anders verlaufen, als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können.

Diese Informationen stammen alleine vom Gastautor und müssen nicht der Einschätzung der Bank Vontobel Europe AG oder einer anderen Gesellschaft der Vontobel-Gruppe entsprechen. Die weitere Unternehmensentwicklung ebenso wie der Kursverlauf der Aktien ist von einer Vielzahl unternehmensinterner, branchenspezifischer & ökonomischer Faktoren abhängig. Jeder Anleger muss das Risiko entsprechender Kursverluste bei seinen Anlageentscheidungen mitberücksichtigen.

Bitte beachten Sie, dass bei einer Investition in diese Produkte keine laufenden Erträge anfallen. Die Produkte sind nicht kapitalgeschützt, im ungünstigsten Fall ist ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten bzw. des Garanten droht dem Anleger ein Geldverlust. Anleger sollten in jedem Fall beachten, dass vergangene Wertentwicklungen und/oder Analystenmeinungen kein hinreichender Indikator für künftige Wertentwicklungen sind. Die Wertentwicklung der Basiswerte hängt von einer Vielzahl wirtschaftlicher, unternehmerischer und politischer Faktoren ab, die bei der Bildung einer Markterwartung berücksichtigt werden sollten.

19.10.2019 06:25:21

 
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