Die Luxusgüterbranche boomt

Die Luxusgüterbranche boomt

Dienstag, 30. April 2019Lesezeit: 3 Minuten

Vor wenigen Tagen veröffentlichte Deloitte die neueste Ausgabe ihrer jährlichen Studie «Global Powers of Luxury Goods». Obwohl die Abschwächung des Wirtschaftswachstums in den wichtigsten Märkten in den letzten Jahren immer wieder thematisiert wurde, präsentierte sich der Luxusgütersektor robust. Mit besser als erwarteten Konjunkturdaten konnte China letzte Woche überaus positiv überraschen. Nimmt die chinesische Wirtschaft weiter Fahrt auf, dürften auch die Luxusgüterkonzerne profitieren.

Auftrieb dank chinesischen Konjunkturmaßnahmen

Am 5. März 2019 legte Chinas Premierminister Li Keqiang seinen jährlichen Arbeitsbericht vor, der als politische Agenda für das kommende Jahr dient. Als Reaktion auf die schwächelnde Konjunktur und internationalen Handelsspannungen kündigte Li eine Reihe von Kostensenkungsmaßnahmen zur Entlastung der Unternehmen an. Allen voran eine Senkung der Mehrwertsteuersätze, welche per 1. April effektiv wurde. Darüber hinaus wies Li darauf hin, dass die Steuerbehörden weitere Möglichkeiten prüfen würden, das Mehrwertsteuersystem zu straffen, indem die Anzahl der Mehrwertsteuerklassen von drei auf zwei reduziert wird.

Luxusmarken wie Gucci und Hermès reagierten umgehend und gaben die Steuererleichterungen an ihre Kunden weiter. Eine Sprecherin von Louis Vuitton bestätigte die Preisanpassungen und sagte, die Marke unterstütze «die laufenden Bemühungen der chinesischen Regierung, den Preisunterschied zwischen China und Übersee zu verringern. »

Mit dem Ziel, chinesische Kunden im inländischen Markt zu gewinnen, waren High-End-Label bereits in den letzten Jahren darum bemüht, die Preisdifferenz zwischen Europa und China allmählich zu reduzieren. Aufgrund hoher Importzölle können ihre Waren hier oft um 50 Prozent teurer sein, weshalb ein Großteil der Einkäufe chinesischer Luxusliebhaber noch immer in Shopping-Metropolen wie Paris, Mailand oder Hongkong erfolgen.

«Langfristig wird sich der Luxuskonsum im chinesischen Heimmarkt schrittweise steigern», folgern auch Analysten von HSBC. «Vor einigen Jahren fanden 75 Prozent der chinesischen Luxusverkäufe außerhalb Chinas statt. Wir sehen, dass sich das Verhältnis dieses Jahr oder nächstes Jahr auf 50:50 angleichen sollte. » (Quelle: Reuters).

Die Luxusgüterbranche boomt

«Der globale Luxusmarkt wächst trotz einer gewissen geopolitischen und wirtschaftlichen Unsicherheit wieder beträchtlich», kommentiert auch Karine Szegedi, Managing Partner und Head of Fashion & Luxury bei Deloitte Schweiz die neu erschienene Studie. «Die Nachfrage nach Luxusgütern bei der aufstrebenden Mittelschicht der großen Schwellenländer lässt keinerlei nachlassende Tendenzen erkennen. Insbesondere China wird als Markt für Luxusgüter immer noch wichtiger. Wir haben zudem festgestellt, dass die meisten Unternehmen ihre Marketingstrategie an die Besonderheiten des Landes anpassen. »

Mode und Kosmetik als Zugpferd der Luxusindustrie

Nicht nur gemessen am Umsatz (USD 27'995 Mrd.) führt LVMH das Ranking der Top 10 der Luxusgüterunternehmen an. Auch in Hinblick auf das Umsatzwachstum (17.2%) kann sich der Konzern sehen lassen. Unter den Spitzenreitern kann nur Kering, mit einem Zuwachs von 27.5%, ein besseres Umsatzwachstum ausweisen. Beide Unternehmen profitieren von florierenden Verkäufen teurer Mode, sowie starker Nachfrage nach Kosmetik und Parfum.

Die Luxus-Aktien im Überblick

Die Kering Aktie wird aktuell bei EUR 525,00 (30.04.2019) gehandelt. Das 52-Wochen-Hoch lag bei EUR 537,50 (17.04.2019), das 52-Wochen-Tief bei EUR 349,99 (23.10.2018). Bei Bloomberg setzen 23 Analysten die Aktie auf BUY, 5 auf HOLD und ein Analyst auf SELL.

Die L´Oréal Aktie wird aktuell bei EUR 242,00 (30.04.2019) gehandelt. Das 52-Wochen-Hoch lag bei EUR 242,90 (29.04.2019), das 52-Wochen-Tief bei EUR 181,09 (12.10.2018). Bei Bloomberg setzen 8 Analysten die Aktie auf BUY, 16 auf HOLD und 7 Analysten auf SELL.

Die LVMH Moët Hennessy Louis Vuitton Aktie wird aktuell bei EUR 345,75 (30.04.2019) gehandelt. Das 52-Wochen-Hoch lag bei EUR 348,28 (18.04.2019), das 52-Wochen-Tief bei EUR 240,48 (10.12.2018). Bei Bloomberg setzen 22 Analysten die Aktie auf BUY, 12 auf HOLD und 7 Analysten auf SELL.

Da der weitere Kursverlauf der Aktie von einer Vielzahl konzernpolitischen, branchenspezifischen und ökonomischen Faktoren abhängig ist, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen können jederzeit anders verlaufen, als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können.


Wichtige Risiken:

Marktrisiko: Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung des Aktienkurses von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig ist, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Der Aktienkurs kann sich immer auch anders entwickeln als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können. Zudem sind vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen kein Indikator für die Zukunft.

Emittenten- / Bonitätsrisiko: Anleger sind dem Risiko der Insolvenz, das heißt einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit des Emittenten (Vontobel Financial Products GmbH, Frankfurt am Main) ausgesetzt. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung.

Rechtliche Hinweise:
 
Bitte beachten Sie, dass bei einer Investition in diese Produkte keine laufenden Erträge anfallen. Die Produkte sind nicht kapitalgeschützt, im ungünstigsten Fall ist ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten bzw. des Garanten droht dem Anleger ein Geldverlust. Anleger sollten in jedem Fall beachten, dass vergangene Wertentwicklungen und/oder Analystenmeinungen kein hinreichender Indikator für künftige Wertentwicklungen sind. Die Wertentwicklung der Basiswerte hängt von einer Vielzahl wirtschaftlicher, unternehmerischer und politischer Faktoren ab, die bei der Bildung einer Markterwartung berücksichtigt werden sollten.

Allein maßgeblich sind die jeweiligen Wertpapierprospekte, die beim Emittenten, Vontobel Financial Products GmbH, Bockenheimer Landstraße 24, 60323 Frankfurt am Main, kostenlos erhältlich bzw. im Internet unter zertifikate.vontobel.com zum Download verfügbar sind. Anleger werden gebeten, die bestehenden Verkaufsbeschränkungen zu beachten.
02.12.2021 17:55:25

 
So wollen wir miteinander diskutieren! Beachten Sie bitte unsere Blog-Netiquette.

 

Kommentar schreiben

 

  

 

  

 

* Pflichtfelder müssen ausgefüllt werden