Telekom – Zustimmung für Mega-Deal beflügelt Aktie

Telekom – Zustimmung für Mega-Deal beflügelt Aktie

Dienstag, 30. Juli 2019Lesezeit: 5 Minuten

Die nun genehmigte Fusion war zwar absehbar, dennoch wird diese Nachricht an den Märkten sehr positiv aufgenommen und verhilft der Telekom-Aktie am Montag an die Spitze des DAX. Ein weiteres spannendes Thema ist weiterhin der 5G Ausbau im Kernmarkt, Deutschland.  

Europas größtes Telekommunikationsunternehmen profitiert weiter vom Wachstum des US-Geschäfts. T-Mobile US verkündete im letzten Jahr ein milliardenschweres Projekt zum Aufbau eines US-weiten 5G-Netzes in Kooperation mit dem Netzwerkausrüster Nokia. Ein weiterer Beleg für den Erfolg der Telekom-Tochter ist der Rekord-Quartalszuwachs im abgelaufenen 2. Quartal. Weiterhin bleibt jedoch das Geschäft in Deutschland die maßgebliche Determinante des Konzernerfolgs. Die Halbjahreszahlen auf Konzernebene werden am Donnerstag den 8. August vor Handelsbeginn veröffentlicht.  

T-Mobile US Chef John Legere kündigte an, dass die Fusion die US-Tochter zu einem „größeren und kühneren Wettbewerber als je zuvor“ heranwachsen lässt. Die Unternehmensführung betont besonders, dass dies den Verbrauchern zugutekäme, da Sie den Wettbewerb in den vereinigten Staaten fördere und so zu niedrigeren Preisen führe. Diese Sicht teilen Verbraucherschützer nicht, die Fusion von dem dritt- und viertgrößtem Mobilfunkanbieter wird laut der New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James zu steigenden Preisen führen.

Am Freitag erzielte T-Mobile die Einigung mit dem US-Justizministerium. Es müssen mehrere Unternehmensteile an den Satellitenbetreiber Dish verkauft werden, dieser zahlt USD 5 Mrd., für Funkfrequenzen und Prepaid-Kunden. Damit wird ein Teil der ca. USD 26 Mrd. die die Telekom Tochter für die Fusion mit Sprint aufwendet wieder in die Kasse gespült. Der Deal soll über einen Aktientausch abgewickelt werden, wobei die Telekom mit 42 % den größten Anteil am fusionierten Unternehmen übernehmen möchte. Aktuell hält der Deutsche Mutter Konzern noch 63 % der Aktien an T-Mobile US.

Weiterhin beinhaltet die Einigung das Versprechen den Ausbau des 5G-Netzes voranzutreiben. Die Telekom schätzt die Einsparungen durch Synergieeffekte auf knapp USD 6 Mrd. pro Jahr und insgesamt ca. USD 43 Mrd.. Diese sollen vor allem aufgrund von vermindertem Personalbedarf und geringerer Betriebs- und Investitionskosten für das Netz entstehen. Polo Tang, Analyst bei der UBS, hält eine höhere Bewertung der Telekom Aktie für angebracht. Selbst ohne Synergien schätzt er den fairen Wert auf EUR 18,30 je Aktie und spricht eine Kaufempfehlung aus, auch Barclays hob das Ziel am Montag auf EUR 17,60 an.   

5G als Digitalisierungsbeschleuniger für Deutschland

Mit der im Juni beendeten Auktion der 5G-Lizenzen wurde der Weg für den Ausbau geebnet. In der Realisierung der revolutionären Technik kommt den Netzbetreibern eine entscheidende Rolle zu, da sie einen Großteil der Investitionen für den Infrastrukturbau beitragen, wodurch Sie als Distributoren im Gegenzug steigende Umsatzzahlen erwarten dürften. Weiterhin rechnen die Telekommunikationsanbieter mit staatlichen Subventionen.

Der deutlich leistungsfähigere 5G-Standard ermöglich neuartige Geschäftsmodelle in nahezu allen Sektoren. Der stärkste Innovationsschub betrifft dabei vermutlich die Industrieproduktion, die Automatisierung der Arbeitsprozesse sowie die Automobilbranche. Daher lässt sich das 5G Netz im Hinblick auf die wirtschaftliche Bedeutung durch die Notwendigkeit für die Umsetzung disruptiver Technologien klar von den vorangegangenen Generationen abgrenzen. Gerade beim Autonomen Fahren, dass einen großen Datenverkehr zwischen Fahrzeug und Server in Echtzeit voraussetzt, spielen die Telekommunikationsanbieter mit dem Ausbau eines flächendeckenden Netzes eine wesentliche Rolle.        

Das Geschäftsmodell der Telekommunikationsanbieter ist so simpel wie nachhaltig. Durch Verträge werden monatliche Erträge erzielt. In Deutschland zahlen Kunden im europäischen Vergleich mit die höchsten Gebühren für mobiles Internet. Dies lässt sich insbesondere durch die Marktstruktur erklären, welche in der Volkswirtschaftslehre als natürliches Monopol bezeichnet wird. Durch die hohen Kosten für den Aufbau eines Mobilfunknetzes ist der Markteintritt für neue Akteure schlicht nicht rentabel, da die Kosten erst nach Jahren gedeckt werden würden. So bleibt der Markt hoch konzentriert und die Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica können den Großteil der Kunden unter sich aufteilen und dabei Oligopolpreise verlangen, welche deutlich über denen im Wettbewerb entstehenden liegen.

Der deutlich leistungsfähigere 5G-Standard
ermöglich neuartige Geschäftsmodelle in nahezu allen Sektoren. Der stärkste Innovationsschub betrifft dabei vermutlich die Industrieproduktion, die Automatisierung der Arbeitsprozesse sowie die Automobilbranche. Daher lässt sich das 5G Netz im Hinblick auf die wirtschaftliche Bedeutung durch die Notwendigkeit für die Umsetzung disruptiver Technologien klar von den vorangegangenen Generationen abgrenzen. Gerade beim Autonomen Fahren, dass einen großen Datenverkehr zwischen Fahrzeug und Server in Echtzeit voraussetzt, spielen die Telekommunikationsanbieter mit dem Ausbau eines flächendeckenden Netzes eine wesentliche
Rolle.

Bei der Höhe der Investitionen hat die Deutsche Telekom klar die Nase vorn, das Bonner Unternehmen gibt an mehr als EUR 5 Mrd. in die Digitalisierung zu investieren. Bis 2020 sollen 99 % der Bevölkerung mit mindestens 50 Mbit/s Bandbreite versorgt werden. 5 Jahre später sollen bereits 90 % des Landes mit 5G abgedeckt sein. Seit Anfang Juli bietet die Telekom die ersten 5G-Tarife zu Preisen ab 75€ an.

  

Die Aktie im Überblick

Die Telekom Aktie wird aktuell bei EUR 15,23 (29.07.2019) gehandelt. Das 52-Wochen Hoch lag bei EUR 15,88 (22.03.2019), das 52-Wochen Tief bei EUR 13,345 (06.09.2018). Bei Bloomberg setzen 18 Analysten die Aktie auf BUY, 8 auf HOLD und 3 Analysten auf SELL.

Ausgewählte Risiken:

Korrelationsrisiko: Protect Multi Aktienanleihen beziehen sich auf mehrere Basiswerte, womit der Grad der Abhängigkeit der Wertentwicklung der Basiswerte voneinander (sog. Korrelation) wesentlich für die Beurteilung des Risikos ist, dass mindestens ein Basiswert seine Barriere erreicht. Anleger sollten auch beachten, dass bei mehreren Basiswerten für die Bestimmung des Auszahlungsbetrags in der Regel der Basiswert maßgeblich ist, der sich während der Laufzeit der Wertpapiere am schlechtesten entwickelt hat (sogenannte Worst-of-Strukur), das heißt, dass das Risiko eines Verlustes des investierten Kapitals bei Worst-of-Strukturen wesentlich höher ist als bei Wertpapieren mit nur einem Basiswert.

Marktrisiko: Die Entwicklung der Aktienkurse der jeweiligen Unternehmen ist von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig, die der Anleger bei der Bildung seiner Marktmeinung zu berücksichtigen hat. Der Aktienkurs kann sich auch anders entwickeln als erwartet, wodurch Verluste entstehen können.

Wichtige Hinweise:
Diese Information ist weder eine Anlageberatung noch eine Anlagestrategie- oder Anlageempfehlung, sondern Werbung. Die vollständigen Angaben zu den Wertpapieren, insbesondere zur Struktur und zu den mit einer Investition verbundenen Risiken, sind in dem Basisprospekt, nebst etwaiger Nachträge, sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen beschrieben. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Es wird empfohlen, dass potenzielle Anleger diese Dokumente lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollständig zu verstehen. Die Dokumente sowie das Basisinformationsblatt sind auf der Internetseite des Emittenten, Vontobel Financial Products GmbH, Bockenheimer Landstraße 24, 60323 Frankfurt am Main, Deutschland, unter prospectus.vontobel.com veröffentlicht und werden beim Emittenten zur kostenlosen Ausgabe bereitgehalten. Die Billigung des Prospekts ist nicht als Befürwortung der angebotenen oder zum Handel an einem geregelten Markt zugelassenen Wertpapiere zu verstehen. Bei den Wertpapieren handelt es sich um Produkte, die nicht einfach sind und schwer zu verstehen sein können. In dieser Information sind Angaben enthalten, die sich auf die Vergangenheit beziehen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.

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24.10.2019 01:41:49

 
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