Deutsche Post: Logistik gewinnt an Bedeutung

Deutsche Post: Logistik gewinnt an Bedeutung

Mittwoch, 8. April 2020Lesezeit: 4 Minuten

Corona ist schlecht für die Logistikindustrie – Oder?

Seit dem Ausbruch des Coronavirus befindet sich die Weltwirtschaft im Abschwung. Generell ist die Abschwächung auch für die Deutsche Post negativ zu werten. Ein Großteil des Geschäftsmodells ist global ausgestaltet. Mit dem Zusammenbrechen des Welthandels seit Ausbrechen der Corona-Pandemie ist auch ein großer Teil des Geschäftsmodells der Deutschen Post zusammengebrochen. Allerdings bescheren die Ausgangsbeschränkungen dem Logistikunternehmen trotzdem eine Art Sonderkonjunktur.

Geschäft auf Vorweihnachts-Niveau

Trotz der schlechten Marktumgebung vermeldet der Sendungsdienstleister DHL steigende Paketzahlen. Besonders in den vergangenen zwei Wochen sei das Aufkommen stark angestiegen. Zu Beginn der Pandemie hatte es noch keinen messbaren Effekt auf das Geschäft gegeben. Seitens des Unternehmens erklärt man sich den plötzlichen Zuwachs der Aufträge damit, dass durch die aktuellen Regelungen zur Bekämpfung der Ausbreitung von COVID-19 vor allem kleinere Händler verstärkt auf DHL setzen um ihre Ware an Kunden zu versenden. Die Paketzahlen sind in der Woche vor Ostern auf ein Niveau angestiegen, das in der Regel nur im Vorweihnachtsgeschäft erreicht werde. Befeuert wird das Versandgeschäft jedoch nicht nur vom Verhalten der Händler. Auch die Verbraucher haben ihr Verhalten den Gegebenheiten der Corona-Pandemie angepasst. Weil die meisten Geschäfte geschlossen sind, erledigen immer mehr Bürger ihre Einkäufe im Internet. Auch das ist positiv für die Deutsche Post hinsichtlich der Auftragslage zu den aktuellen Krisenzeiten. Die Veröffentlichung von operativen Zuwachszahlen blieb das Unternehmen bis jetzt schuldig. Sollte die Wirtschaft wieder erstarken, könnte das veränderte Kaufverhalten deutscher Konsumenten auch in einer Zeit nach Corona das Geschäft positiv beeinflussen.

Verzeichnet die Deutsche Post-Tochter DHL laut eigenen Angaben momentan enorme Zuwächse im Paket-Geschäft, weisen andere Anbieter kein höheres Aufkommen aus. Der Paketzusteller UPS ist auf Geschäftskunden, wie große Autobauer, spezialisiert und spüre deshalb keinen Effekt der durch die Krise ausgelösten Konjunktur im Pakete Versand. Andere Konkurrenten redeten in diesem Zusammenhang von stabilen Geschäftszahlen. Genaue Zahlen wollen UPS und Hermes gegen Ende dieses Monats vermelden.

Zuverlässigkeit national unverändert gut

Das Unternehmen gibt an, dass die Zuverlässigkeit, trotz Einschränkungen durch die Corona Pandemie und der für diese Jahreszeit ungewöhnlich hohen Sendungszahlen, auf einem normalen Niveau liegt. Es kämen mehr als 90% der Briefe und mehr als 85% der Pakete am Tag nach der Einlieferung beim Empfänger an. Während bei nationalen Sendungen die Zuverlässigkeit gut sei, könne es bei internationalen Sendungen zu Verzögerungen kommen. Das sei hauptsächlich durch den Wegfall von Flugverbindungen sowie die Anwendung von Quarantänemaßnahmen in den bestimmten Zielgebieten zu erklären. Zustellungen in bestimmte Gebiete in Italien, Portugal, Spanien und Österreich sind zeitweise nicht möglich. Das Unternehmen ist zuversichtlich die Zustellungsqualität bis zu einem Krankenstand von 30% zu gewährleisten. Ab einem größeren Krankenstand sollen Pakete und Briefe nur noch an drei Tagen in der Woche zugestellt werden können, ab 80% nur noch einmal wöchentlich.

Bei der Zustellung lege man auf Hygiene großen Wert. In der letzten Woche seien insgesamt 30.000 Liter Handdesinfektionsmittel zur Verfügung gestellt worden. Zusätzlich seien alle Zustellerfahrzeuge mit Kanistern ausgestattet worden, damit sich Mitarbeiter auch während des Dienstes regelmäßig die Hände waschen können. Für den Fall, dass die Lage sich noch weiter verschlimmert, hat die Deutsche Post einen Notfallplan aufgestellt. Sollten Gebiete abgeschlossen werden, würden ausschließlich Einschreibebriefe und Sendungen an Behörden oder Gesundheitseinrichtungen in das betroffene Gebiet.

Die Aktie im Überblick

Die Aktie von der Deutschen Post AG wird aktuell bei EUR 25.10 (08.04.2020) gehandelt. Das Jahreshoch wurde bei EUR 35.00 (16.12.2019) und das Jahrestief bei EUR 19.10 (18.03.2020) erreicht. Bei Bloomberg setzen 22 Analysten die Aktie auf BUY, 5 auf HOLD und 1 Analyst setzt sie auf SELL.

Da der weitere Kursverlauf der Aktie von einer Vielzahl konzernpolitischen, branchenspezifischen und ökonomischen Faktoren abhängig ist, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen können jederzeit anders verlaufen, als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können.

Ausgewählte Risiken:

Marktrisiko: Die Entwicklung der Aktienkurse der jeweiligen Unternehmen ist von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig, die der Anleger bei der Bildung seiner Marktmeinung zu berücksichtigen hat. Der Aktienkurs kann sich auch anders entwickeln als erwartet, wodurch Verluste entstehen können.

Emittenten- / Bonitätsrisiko: Anleger sind dem Risiko ausgesetzt, dass Emittent und Garant ihre Verpflichtungen aus dem Produkt und der Garantie - beispielsweise im Falle einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit / Überschuldung) oder einer behördlichen Anordnung von Abwicklungsmaßnahmen - nicht erfüllen können. Eine solche Anordnung durch eine Abwicklungsbehörde kann im Falle einer Krise des Garanten auch im Vorfeld eines Insolvenzverfahrens ergehen. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung.

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30.05.2020 17:38:54

 
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