Deutsche Bank – Quartalszahlen geben Grund zur Hoffnung

Deutsche Bank – Quartalszahlen geben Grund zur Hoffnung

Donnerstag, 4. Mai 2017Lesezeit: 2 Minuten

Die Erleichterung über den Ausgang der ersten Runde der Frankreich-Wahlen hatte Anfang letzter Woche insbesondere europäischen Bankentiteln zum Auftrieb verholfen. Mitte vergangener Woche konnte die Deutsche Bank zudem mit positiven Quartalszahlen überzeugen.

In der Spitze legten am Montag nach den Wahlen die Aktien der Commerzbank und der Deutschen Bank um jeweils fast 10 Prozent zu. Aus Sicht von Analysten liegt der Grund vor allem daran, dass der EU-Befürworter Emanuel Macron im ersten Wahldurchgang die meisten Stimmen bekam. Europäische Bankentitel waren zuvor durch einen unsicheren Ausgang und die Furcht vor einem Wahlsiegs Le Pens ein wenig unter Druck geraten.

 

Kapitalerhöhung abgeschlossen

Laut Manager-Magazin, hatten Analysten der Australischen Investmentbank Macquarie, die Papiere der Deutschen Bank von „Underperform“ auf „Outperform“ gestuft. Die Experten stellten dar, dass die abgeschlossene Kapitalerhöhung dazu beitrage die Bilanz der Bank zu verbessern und die Glaubwürdigkeit der angestrebten Kostenverbesserung zu festigen.

 

Erstes Quartal besser als erwartet

Ein weiterer Grund zur Freude für die Aktionäre könnten die positiven Ergebnisse der Bank aus dem ersten Quartal des Jahres 2017 sein. Vergangenen Donnerstag vermeldete das Unternehmen, dass der Vorsteuergewinn um 52 Prozent gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres auf 878 Millionen Euro gestiegen ist. Analysten hatten im Schnitt mit 868 Millionen Euro gerechnet. Nach Steuern kletterte der Gewinn sogar um ganze 143 Prozent auf 575 Millionen Euro. Trotz der positiven Nachrichten aus jüngster Vergangenheit hatte die Aktie der Deutsche Bank mit leichten Kursrückgängen zu kämpfen. Mögliche Grund hierfür könnte sein, dass die Gewinne nicht durch steigende Erträge, sondern durch einen Rückgang der Kosten erwirtschaftet worden sind.

 

Chinesen erhöhen Beteiligung

Vorstandschef John Cryan zeigte sich selbst allerdings zuversichtlich und betonte: „Ich bin zufrieden mit unserem Start ins Jahr 2017. Das Kundengeschäft läuft sehr erfreulich, wir verzeichnen in allen Bereichen der Bank Zuflüsse und die Aktivität an den Märkten erholt sich.“ Derweil weitet das chinesische Konglomerat HNA seine Beteiligung an dem Unternehmen weiter aus und liegt jetzt bei knapp zehn Prozent. Somit sind sie jetzt der größte Aktionär des bedeutendsten deutschen Geldhauses.

Aktuell notiert die Deutsche Bank-Aktie bei EUR 16,63 (Stand 03.05.2017). Analysten von Bloomberg setzen das 12-Monats-Kursziel für Deutsche Bank auf EUR 15,65. 7 Analysten setzen die Aktie auf BUY, 13 auf HOLD und 14 auf SELL. Da der weitere Kursverlauf der Aktie von einer Vielzahl konzernpolitischen, branchenspezifischen & ökonomischen Faktoren abhängig ist, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen können jederzeit anders verlaufen, als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können.

 

Wichtige Risiken:

Marktrisiko: Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung des Aktienkurses des o.g. Unternehmens von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig ist, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Der Aktienkurs kann sich immer auch anders entwickeln als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können. Zudem sind vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen kein Indikator für die Zukunft. Anleger sollten beachten, dass es sich bei Mini Futures um besonders risikoreiche Instrumente der Vermögensanlage handelt.

Emittenten- / Bonitätsrisiko: Anleger sind dem Risiko der Insolvenz, das heißt einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit des Emittenten (Vontobel Financial Products GmbH, Frankfurt am Main) ausgesetzt. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung.

27.01.2023 06:33:44

 
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