Das Internet der Dinge – und der Chiphersteller AMS im Fokus

Das Internet der Dinge – und der Chiphersteller AMS im Fokus

Freitag, 13. Juli 2018Lesezeit: 4 Minuten

Seit Jahresanfang gehört auch AMS zum «Milliardärs-Klub» unter den Chip-Herstellern. Intel und AMD sind schon länger dabei. Alle drei sind Zulieferer für eine der vielversprechendsten technologischen Entwicklungen unserer heutigen Zeit.

Satte 93% Umsatzsteigerung verkündete AMS, ein Entwickler und Produzent von analogen Halbleiterchips, Anfang dieses Jahres. Damit erzielte das österreichische Unternehmen einen Rekordumsatz von 1.1 Milliarden US-Dollar im Jahr 2017 (Geschäftsbericht AMS). Was AMS an Gesamtumsatz erzielte, belief sich beim «Beinahe-Namensvettern» AMD auf die Umsatzdifferenz zwischen dem Jahr 2016 (4.3 Milliarden US-Dollar) und dem Jahr 2017 (5.3 Milliarden US-Dollar) – nämlich fast genau eine Milliarde US-Dollar (Geschäftsbericht AMD). Ebenfalls einen Umsatzzuwachs von mehreren Milliarden US-Dollar verzeichnete der Multikonzern Intel. Das US-amerikanische Unternehmen, welches vor allem für seine PC-Mikroprozessoren bekannt ist, erzielte ein Plus von 3.4 Milliarden US-Dollar und somit einen Umsatz von insgesamt 62.8 Milliarden US-Dollar im Jahr 2017 (Geschäftsbericht Intel).

Doch wieso sind die drei so erfolgreich?

Ein Grund ist, dass sich Intel, AMS und AMD im Mikrokosmos einer der vielversprechendsten technologischen Entwicklungen unserer heutigen Zeit bewegen, dem Internet der Dinge, auch bekannt unter dem englischen Begriff «Internet of Things» («IoT»). Der Begriff steht für die Verbindung von physischen Objekten mit der digitalen Welt. Die Technologie vernetzt also physische und virtuelle Gegenstände miteinander und lässt sie durch Informations- und Kommunikationstechniken zusammenarbeiten (Business Insider). IoT bildet die Grundlage für eine neue Industrie, deren globales Marktpotenzial gemäß einem Artikel von Forbes Ende 2017 auf 457 Milliarden US-Dollar per 2020 geschätzt wird, wobei von einer jährlichen Wachstumsrate von 28.5% ausgegangen wird.

Laut einem Beitrag des weltweit größten Software-Herstellers Microsoft vom 16.04.2018, werden in den nächsten zehn Jahren ein Großteil der Verbrauchergeräte, Haushaltsgeräte und Industriegeräte mit dem Internet verbunden sein. Diese Verbindung basiert auf einem eingebauten Chip, einem sogenannten Mikrokontroller, der wie ein Gehirn des jeweiligen Geräts funktioniert. Denn der Chip erfüllt mehrere Funktionen: er beherbergt sowohl die Rechnerleistung und den Speicher, als auch das Betriebssystem des Geräts. Die Chip-Hersteller haben die Möglichkeit und Herausforderung zugleich, ihre Produktpalette mit den richtigen Produkten zu erweitern, neue Kundenerlebnisse zu schaffen und den Fokus auf eine effiziente und effektive Produktionslinie zu legen. Dies um den verschiedenen Kundenbedürfnissen, der zunehmender Komplexität und Nachfrage gerecht zu werden (BCG Report, 14.04.2017).

Evolutionsstufe des WWW

Ähnlich wie die Blockchain Technologie - auch bekannt als das Internet der Werte – wird auch das Internet der Dinge – und zwar schon seit ein paar Jahren – von vielen Experten als die nächste «Evolutionsstufe» des World Wide Web gehandelt. Wieso? Weil IoT zukunftsbestimmend werden kann für die Art und Weise, wie Unternehmen, Regierungen und Konsumenten ganz allgemein mit der physischen Welt interagieren werden (Business Insider, 29.08.2016). Umso mehr kann es sich lohnen, auch aus der Sicht eines Investors einen genaueren Blick auf die großen Player in der Halbleiter-Industrie zu werfen.

AMS: Vier Säulen stärken die Positionierung im Sensorik-Markt

Den herausragenden Abschluss des Jahres 2017 konnte der AMS-Konzern im ersten Quartal des neuen Jahres nicht halten. Laut dem AMS-Quartalsbericht vom 23.04.2018 betrug der Konzernumsatz im ersten Quartal 452.7 Millionen US-Dollar und lag damit in der unteren Hälfte der veröffentlichten Erwartung. Dennoch war der Quartalsumsatz um 147% höher als die 183.5 Millionen US-Dollar im Vorjahresquartal , aber um 22% niedriger als im Vorquartal. So fiel auch der Ausblick im Hinblick auf das zweite Quartal 2018 verhalten aus. Der Grund dafür liegt, laut Angaben der Geschäftsleitung im Quartalsbericht vom 23.04.2018, in der «signifikanten, kurzfristigen Beeinträchtigung durch stark beschleunigte, kundengetriebene Produktüberleitungen in großen Smartphone-Programmen» . Trotz des kurzfristigen Volumeneffekts zeigt sich das Unternehmen auf lange Sicht hin zuversichtlich. Dies beruht gemäß dem Quartalsbericht (23.04.2018) insbesondere auf den starken Wachstumsaussichten des Sensorik-Marktes, in welchem AMS breit aufgestellt ist. Optische Sensorik, «Imaging», Umwelt- und Audio-Sensorik – diese Bereiche repräsentieren die vier Säulen von AMS, welche die Grundlage für entscheidende strategische Schritte ist, um eine klare Führungsposition in diesen attraktiven Märkten zu erreichen.

AMS im SLI®

Auch diese Woche brach dem Unternehmen gute Neuigkeiten: Anfang der Woche wurde bekannt, dass der Halbleiterhersteller in den Swiss Leaders Index (SLI®) aufgenommen wird. Bei dem Index handelt es sich um den zweitwichtigsten Index der Schweizer Börse. In ihm enthalten sind die 30 liquidesten und größten Titel des Schweizer Aktienmarktes (finanzen.ch, 09.07.2018). Die Anpassungen im Rahmen der ordentlichen vierteljährlichen Indexrevision werden am 21. September nach Handelsschluss vorgenommen. Die guten Neuigkeiten gaben dem Titel entsprechenden Aufschub. Seit der Bekanntgabe Anfang der Woche stieg die Aktie Mitte Woche bei Börsenschluss auf +3.5% (Bloomberg, 11.07.2018).

 

Grafik: Aktienkursentwicklung der AMS AG
Quelle: Bloomberg



 

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19.11.2018 12:42:35

 
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