Credit Suisse steigert Gewinn und senkt Kosten

Credit Suisse steigert Gewinn und senkt Kosten

Freitag, 2. November 2018Lesezeit: 2 Minuten

Die Credit Suisse hat am Donnerstag ihre Zahlen für das 3. Quartal 2018 vorgelegt. Die Bank konnte den Gewinn steigern und die Kosten senken. CEO Tidjane Thiam sieht darin einen Beleg für seine Strategie.

Wachsender Gewinn

Die Credit Suisse erzielte den 10. Quartalsgewinn in Folge und erzielte zum achten Mal in Folge ein Gewinnwachstum gegenüber dem Vorjahresquartal. Der bereinigte Vorsteuergewinn stieg auf CHF 856 Mio. um 38% im 3. Quartal 2018 gegenüber dem 3. Quartal 2017. Damit erzielt sie den höchsten bereinigten Gewinn in einem 3. Quartal seit dem Jahr 2014. Zudem verzeichnete die Bank einen bereinigten Vorsteuergewinn von CHF 3,3 Mrd. für die ersten neun Monate 2018 und damit eine Steigerung um 53% ggü. dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Bank konnte außerdem den Aktionären zurechenbaren Reingewinn auf CHF 424 Mio. steigern. CEO Tidjane Thiam nennt das ein „beachtliches Ergebnis“ in der Medienmitteilung vom 1. November.

Sinkende Kosten

Die Nettoerträge gingen zwar im 3. Quartal um 2% auf CHF 4,9 Mrd. zurück (ggü. dem Vorjahresquartal), die Bank konnte jedoch ihre Kosten schneller senken. Die operativen Ausgaben sanken um 8,5% auf ca. CHF 4,2 Mrd. ggü. dem Vorjahresquartal. Im laufenden Jahr hat die Bank ca. CHF 4 Mrd. an Kosten eingespart. Dies sind somit die niedrigsten bereinigten Kosten in einem Quartal in den letzten fünf Jahren. Die Bank ist daher auf gutem Weg, das für Ende 2018 angestrebtes Ziel einer bereinigten operativen Kostenbasis von unter CHF 17 Mrd. zu erreichen. Dennoch bleibt der tatsächliche Verlauf abzuwarten.

Dank der Fortschritte, die die Bank mit ihren Restrukturierungsprogramm bereits erzielt hat, geht sie davon aus, dass sie auf einem guten Weg ist, um ihr für 2018 angestrebtes Ziel kumulierter Netto-Kosteneinsparungen von über CHF 4,2 Mrd. zu erreichen sowie 2019 und darüber hinaus von der positiven operativen Effizienz zu profitieren.

Ausbau des Vermögensverwaltungsgeschäfts

Die Bank erzielte hohe Mittelzuflüsse im Vermögensverwaltungsgeschäft für das 3. Quartal 2018 mit CHF 10,3 Mrd. an Netto-Neugeldern im Berichtsquartal. Zudem erzielte sie einen Anstieg der Netto-Neugeldzuflüsse von CHF 14,8 Mrd. im Vermögensverwaltungsgeschäft und im Asset Management für das Berichtsquartal um 29% (im Vorjahresvergleich). Das gesamte verwaltete Vermögen wuchs auf CHF 1,4 Brd. per Ende des 3. Quartals 2018.

Der Nettoertrag im Investment Banking & Capital Markets stieg um 15% auf USD 534 Mio. ggü. dem Vorjahresquartal, während die Branche in der Gesamtbetrachtung einen Rückgang von 5% verzeichnete. Grund dafür war eine starke Position in den Bereichen Fusionen und Übernahmen sowie in den Eigenkapitalmärkten und eine erfolgreiche Umsetzung der 2015 festgelegten Strategie.

Die Aktie im Überblick

Die Credit Suisse Aktie wird aktuell bei CHF 12,98 (01.11.2018) gehandelt. Das Jahreshoch lag bei CHF 18,32 (26.01.2018), das Jahrestief bei CHF 12,42 (24.10.2018). Bei Bloomberg setzen 22 Analysten die Aktie auf BUY, 5 auf HOLD und 2 Analysten auf SELL. Das zwölf-Monats-Kursziel wird aktuell auf CHF 19,13 gesetzt.

Da der weitere Kursverlauf der Aktie von einer Vielzahl konzernpolitischer, branchenspezifischer und ökonomischer Faktoren abhängig ist, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen können jederzeit anders verlaufen, als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können.

Wichtige Risiken:
Marktrisiko: Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung des Aktienkurses von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig ist, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Der Aktienkurs kann sich immer auch anders entwickeln als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können. Zudem sind vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen kein Indikator für die Zukunft.

Emittenten- / Bonitätsrisiko: Anleger sind dem Risiko der Insolvenz, das heißt einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit des Emittenten (Vontobel Financial Products GmbH, Frankfurt am Main) ausgesetzt. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung.
15.09.2019 10:24:24

 
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