Corona-Krise - Bayer: Optimistisch helfen zu können!

Corona-Krise - Bayer: Optimistisch helfen zu können!

Freitag, 3. April 2020Lesezeit: 4 Minuten

Forschung nach Medikamenten läuft auf Hochtouren

Das Coronavirus stellt die Pharmakonzerne vor eine gewaltige Herausforderung. Zum einen wird versucht, an Impfstoffen zu forschen und zum anderen werden bestehende Medikamente auf Ihre Tauglichkeit zur Behandlung des Coronavirus getestet. Da die Forschung zu neuen Impfstoffen zeitintensiv ist und einer mehrstufigen Autorisierung durch die Gesundheitsbehörden bedarf, scheint es plausibel, zunächst ein Medikament zur Behandlung einzusetzen, das bereits bekannt ist und Nebenwirkungen kontrollierbarer macht. Der deutsche Pharmariese Bayer vermeldet, ein solches Mittel in seinem Produktportfolio gefunden zu haben.

Malariamittel als Hoffnung für Infizierte

Der Wirkstoff, auf den sich der Optimismus von Bayer stützt, heißt Cloroquin und ist in dem Medikament Resochin enthalten. Resochin ist ein bekanntes Malariamedikament, das eine Senkung der Viruslast bewirke. Deshalb stellt der Bayer-Vorstandsvorsitzende Baumann in Aussicht, das Produkt „für das Gemeinwohl produzieren“ zu wollen. Man habe bei der Produktion keine Gewinnabsicht, sondern sei bereit, das Produkt an Regierungen weltweit zu spenden. Intern passe man bereits die Produktionsanlagen in Europa an, um eine Versorgung zu gewährleisten. Bisher wird das Produkt ausschließlich in Pakistan hergestellt. Ein wissenschaftlicher Nachweis, ob das Medikament gegen das Coronavirus wirkt, steht noch aus. Kleinere Forschungen mit ähnlichen Produkten würden schon signifikant positive Ergebnisse zeigen.

Ob das Mittel die vielversprechenden Ergebnisse erster Studien bestätigen kann, sollen jetzt größere klinische Studien der WHO klären. Das sei insbesondere wichtig, um das Chance-Risiko-Verhältnis einer Behandlung valide einschätzen zu können. Im Einzelfall spricht man sich seitens Bayer dafür aus, den Einsatz des Medikamentes medizinisch abzuwägen. Der Gefahr, ein nicht geprüftes Medikament einzusetzen, stehe die Chance gegenüber, ein Menschenleben retten zu können, meinte Baumann im Gespräch mit dem Handelsblatt. Neben Bayer beanspruchen weitere Pharmakonzerne für sich, Produkte zur Behandlung von Infizierten in ihrem Produktportfolio entdeckt zu haben. So hat Novartis verlauten lassen, ein ganz ähnliches Produkt herstellen zu können. Auch hier fehlen großflächig angelegte Studien, um die Wirkung der Präparate zu überprüfen.

Donald Trump: „Geschenk Gottes“

Für die Vereinigten Staaten von Amerika hat der Leverkusener Pharmakonzern bereits Anfang der Woche eine Millionen Einheiten des Produktes gespendet. Prompt hat die amerikanische Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde (FDA) die Herausgabe des Medikaments an im Krankenhaus liegende Covid-19 Patienten bewilligt, obgleich Wissenschaftler vor einer nicht ausreichend geprüften Anwendung warnen. Präsident Trump bezeichnete das Mittel Anfang dieser Woche trotzdem als „Geschenk Gottes“.

Bayer profitiert von gestiegener Nachfrage

Die Nachfrage nach Arzneiartikeln ist seit Ausbruch der Pandemie stark angestiegen. Besonders Nahrungsergänzungsmittel und Antibiotika werden vermehrt nachgefragt. Das bedeutet, dass die Produktion momentan auf Hochtouren läuft. Dass Bayer auch weiterhin produzieren kann, hängt vor allem von der Gesundheit des Produktionspersonals ab. Um das zu gewährleisten, gelten im Moment strenge Kontaktregeln. Als international agierender Pharmakonzern sind die Lieferketten Bayers global ausgestaltet. Die Produktion von Arzneien ist stark nach Asien ausgelagert. Ein Lieferengpass aufgrund unterbrochener Lieferketten ist laut Baumann nicht zu befürchten, wie die Erfahrung der letzten Tage gezeigt habe.

Da der weitere Kursverlauf der Aktie von einer Vielzahl konzernpolitischen, branchenspezifischen und ökonomischen Faktoren abhängig ist, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen können jederzeit anders verlaufen, als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können.

Chance Image aufzupolieren

Der Konzern steht immer noch stark unter dem Einfluss der Glyphosat-Sammelklage aus den USA, die über das letzte Jahr hinweg für einen großen Verlust des Börsenwerts sorgte. Auch die Hauptversammlung am 28.04. wirft ihre Schatten voraus. Im letzten Jahr wurde der Vorstand um den Vorstandsvorsitzenden Werner Baumann von den Aktionären nicht entlastet. Da kommen die positiven Nachrichten rund um Chloroquin gelegen. Allerdings ist Bayer nicht der einzige Pharmakonzern der mit Behandlungsoptionen aufweist. Gilead, Novartis und Regeneron forschen auch mit Nachdruck an Mitteln gegen COVID-19.

 

Die Aktie im Überblick

Die Aktie der Bayer AG wird aktuell bei EUR 51,50 gehandelt (02.04.2020). Das Jahreshoch wurde bei EUR 78,34 (06.02.2020) und das Jahrestief bei EUR 44,855 (16.03.2020) erreicht. Bei Bloomberg setzen 21 Analysten die Aktie auf BUY, 9 auf HOLD und 1 Analyst setzt sie auf SELL.

Da der weitere Kursverlauf der Aktie von einer Vielzahl konzernpolitischen, branchenspezifischen und ökonomischen Faktoren abhängig ist, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen können jederzeit anders verlaufen, als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können.

Ausgewählte Risiken:

Korrelationsrisiko: Multi Aktienanleihen mit Barriere (Worst of): Dieser Typ der Aktienanleihen bezieht sich auf mehrere Basiswerte. Damit ist der Grad der Abhängigkeit der Wertentwicklung der Basiswerte voneinander (sog. Korrelation) wesentlich für die Beurteilung des Risikos, dass mindestens ein Basiswert seine Barriere erreicht. Anleger sollten beachten, dass bei mehreren Basiswerten für die Bestimmung des Auszahlungsbetrags der Basiswert maßgeblich ist, der sich während der Laufzeit der Wertpapiere am schlechtesten entwickelt hat (sog. Worst-of-Struktur). Das Risiko eines Verlusts des investierten Kapitals ist daher bei Worst-of-Strukturen wesentlich höher als bei Wertpapieren mit nur einem Basiswert.

Marktrisiko: Die Entwicklung der Aktienkurse der jeweiligen Unternehmen ist von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig, die der Anleger bei der Bildung seiner Marktmeinung zu berücksichtigen hat. Der Aktienkurs kann sich auch anders entwickeln als erwartet, wodurch Verluste entstehen können.

Emittenten- / Bonitätsrisiko: Anleger sind dem Risiko ausgesetzt, dass Emittent und Garant ihre Verpflichtungen aus dem Produkt und der Garantie - beispielsweise im Falle einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit / Überschuldung) oder einer behördlichen Anordnung von Abwicklungsmaßnahmen - nicht erfüllen können. Eine solche Anordnung durch eine Abwicklungsbehörde kann im Falle einer Krise des Garanten auch im Vorfeld eines Insolvenzverfahrens ergehen. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung.

Wichtige Hinweise: Diese Information ist weder eine Anlageberatung noch eine Anlagestrategie- oder Anlageempfehlung, sondern Werbung. Die vollständigen Angaben zu den Wertpapieren, insbesondere zur Struktur und zu den mit einer Investition verbundenen Risiken, sind in dem Basisprospekt, nebst etwaiger Nachträge, sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen beschrieben. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Es wird empfohlen, dass potenzielle Anleger diese Dokumente lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollständig zu verstehen. Die Dokumente sowie das Basisinformationsblatt sind auf der Internetseite des Emittenten, Vontobel Financial Products GmbH, Bockenheimer Landstraße 24, 60323 Frankfurt am Main, Deutschland, unter prospectus.vontobel.com veröffentlicht und werden beim Emittenten zur kostenlosen Ausgabe bereitgehalten. Die Billigung des Prospekts ist nicht als Befürwortung der angebotenen oder zum Handel an einem geregelten Markt zugelassenen Wertpapiere zu verstehen. Bei den Wertpapieren handelt es sich um Produkte, die nicht einfach sind und schwer zu verstehen sein können. In dieser Information sind Angaben enthalten, die sich auf die Vergangenheit beziehen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.

25.09.2020 10:15:02

 
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