Commerzbank: Der Bund könnte seine Anteile verkaufen

Commerzbank: Der Bund könnte seine Anteile verkaufen

Donnerstag, 5. Oktober 2017Lesezeit: 2 Minuten

Der Bund könnte seine Anteile an der Commerzbank veräußern, Interessenten sollen vor allem aus dem Ausland kommen. Innerhalb eines Jahres hat sich der Kurs der Commerzbank-Aktie nahezu verdoppelt.

Nach Informationen des Handelsblatts soll die Bundesregierung Interesse an einem Verkauf ihrer Commerzbank-Anteile haben. Seit der Finanzkrise besitzt der Bund 15,6 Prozent der Aktien der zweitgrößten deutschen Bank. Die Restrukturierung unter CEO Martin Zielke könnte man bisher durchaus als erfolgreich bezeichnen, infolgedessen Gerüchte über eine Trennung der Anteile zu vernehmen waren. Laut Medienberichten sollen unter anderem die französische Großbank BNP Paribas sowie die HVB-Muttergesellschaft Unicredit aus Italien Interesse bekundet haben.

Bereits im Juli stieg der US-Investor Cerberus bei der Commerzbank ein. Der aktivistische Investor kaufte Aktien mit einem Stimmrechtsanteil von 5,01 Prozent und mit knapp einem Wert von 700 Millionen Euro.

Planungen befinden sich in einer sehr frühen Phase

Die Überlegungen eines Verkaufs des Aktienpakets befinden sich aber noch in einer sehr frühen Phase. So soll eine Investmentbank unverbindlich prüfen, ob es Abnehmer für die Anteile gibt. Erste Gespräche mit der Führung der Commerzbank sollen aber erst im November erfolgen. Druck zu Verkaufen gebe es nach Expertenmeinungen nicht, da sich der Bund mit seinem Kauf immer noch im Minus befindet. 2008 übernahm der Bund 25 Prozent plus eine Aktie der Commerzbank mit einem Gesamtvolumen von 16 Milliarden Euro.

Das Handelsblatt zitiert einen Sprecher des Finanzministerium, der darauf hinweist „dass der Bund seine Beteiligung nicht für ewig halten wird und für den Steuerzahler ein gutes geschäftliches Ergebnis erzielen will“.

Commerzbank mit durchwachsenem Halbjahresergebnis

Die Commerzbank erzielte im ersten Halbjahr 2017 einen Umsatz von 9,82 Milliarden Euro, was einem Zuwachs von 2,5 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2016 entspricht. Das Ergebnis pro Aktie lag bei 0,71 Euro. Aktuell notiert die Commerzbank-Aktie bei 11,30 Euro (04.10.2017). Das aktuelle Jahreshoch liegt bei 11,72 Euro (07.08.2017). Bei Bloomberg setzen 6 Analysten die Aktie auf Kaufen, 14 auf Halten und 5 auf Verkaufen. Die Commerzbank hat gegenwärtig eine Marktkapitalisierung von 14,12 Milliarden Euro.

Da der weitere Kursverlauf der Aktie von einer Vielzahl konzernpolitischen, branchenspezifischen und ökonomischen Faktoren abhängig ist, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen können jederzeit anders verlaufen, als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können.

Wichtige Risiken:

Marktrisiko: Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung des Aktienkurses des o.g. Unternehmens von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig ist, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Der Aktienkurs kann sich immer auch anders entwickeln als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können. Zudem sind vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen kein Indikator für die Zukunft.

Emittenten- / Bonitätsrisiko: Anleger sind dem Risiko der Insolvenz, das heißt einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit des Emittenten (Vontobel Financial Products GmbH, Frankfurt am Main) ausgesetzt. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung.

19.10.2019 07:04:50

 
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