Apple steigt ins Streaming-Geschäft ein

Apple steigt ins Streaming-Geschäft ein

Mittwoch, 27. März 2019 Autor Maciej GajLesezeit: 2 Minuten

Gastbeitrag von Maciej Gaj

Das US-Hardwareunternehmen Apple baut sein Geschäft zum Streamingdienstleister weiter aus und attackiert ab Herbst etablierte Online-Streamer mit einem eigenen Dienst. In einer ersten Reaktion am Montag gaben die Kursnotierungen des Wertpapiers jedoch nach – ist die Kursfantasie etwa raus?

Angesichts sinkender Verkaufszahlen von iPhones muss sich Apple neu erfinden. Im Mittelpunkt des Wandels steht ein eigener Streamingdienst mit selbst produzierten Serien und Filmen und zugekauften Inhalten. Das Ganze wird durch erweiterte Spiele- und Nachrichtenangebote ergänzt. Zu dem seit Kurzem in Deutschland verfügbaren Bezahldienst Apple Pay wird das Angebot um eine Kreditkarte ergänzt.

Im Vorfeld der Veranstaltung hatten Hoffnungen auf steigende Einnahmen die Fantasie von Anlegern klar beflügelt und die Aktie in die Höhe getrieben. Am Montag ging es an der Wall Street jedoch etwas talwärts. Die vielen offenen Details zur Preisgestaltung bezüglich der monatlichen Gebühren für den Streamingdienst wie auch das Spieleangebot kamen bei Investoren nicht gut an. Lediglich der Monatspreis für die Nachrichtenplattform ist bekannt und soll 10 US-Dollar betragen.

Korrektur hält an

Aus der technischen Auswertung geht im Wertpapier von Apple vorerst eine Korrekturfortsetzung hervor. Abgaben bis auf das markante Unterstützungsniveau von grob 180,10 US-Dollar sollten zwingend eingeplant werden, ehe die Aktie wieder zur Oberseite abdreht. Genau dieses Niveau würde sich anschließend für einen Long-Einstieg eignen, sofern es gelingt, in diesem Bereich eine nachhaltige Stabilisierung zu vollziehen. Als Zugvehikel kann in diesem Fall beispielsweise auf das Faktor-Zertifikat auf Apple zurückgegriffen werden. Als erster Zielbereich kann das Niveau der Jahreshochs bei 197,69 US-Dollar ausgemacht werden. Gelingt ein Ausbruch darüber, könnte das Apple-Papier in Richtung 213,00 US-Dollar weiter aufwärts tendieren.

Bleibt eine Stabilisierung um 180,10 US-Dollar jedoch aus und die Aktie fällte unter 176,15 US-Dollar zurück, kann lediglich eine Fortsetzung der Korrektur auf 158,50 US-Dollar abgeleitet werden. Tiefer als der langfristige Aufwärtstrend um 149,00 US-Dollar sollte es nach Möglichkeit jedoch nicht mehr gehen, weil sonst ein größeres Verkaufssignal drohen würde und auf Monate fallende Notierungen bedeuten könnte.

5-Jahres-Chart Apple


Wichtige rechtliche Hinweise

Diese Informationen stammen alleine vom Gastautor und müssen nicht der Einschätzung der Bank Vontobel Europe AG oder einer anderen Gesellschaft der Vontobel-Gruppe entsprechen. Die weitere Unternehmensentwicklung ebenso wie der Kursverlauf der Aktien ist von einer Vielzahl unternehmensinterner, branchenspezifischer & ökonomischer Faktoren abhängig. Jeder Anleger muss das Risiko entsprechender Kursverluste bei seinen Anlageentscheidungen mitberücksichtigen.

Bitte beachten Sie, dass bei einer Investition in diese Produkte keine laufenden Erträge anfallen. Die Produkte sind nicht kapitalgeschützt, im ungünstigsten Fall ist ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten bzw. des Garanten droht dem Anleger ein Geldverlust. Anleger sollten in jedem Fall beachten, dass vergangene Wertentwicklungen und/oder Analystenmeinungen kein hinreichender Indikator für künftige Wertentwicklungen sind. Die Wertentwicklung der Basiswerte hängt von einer Vielzahl wirtschaftlicher, unternehmerischer und politischer Faktoren ab, die bei der Bildung einer Markterwartung berücksichtigt werden sollten.

26.10.2021 07:32:46

 
So wollen wir miteinander diskutieren! Beachten Sie bitte unsere Blog-Netiquette.

 

Kommentar schreiben

 

  

 

  

 

* Pflichtfelder müssen ausgefüllt werden